Frauenräumlichkeiten in der Al-Huda-Moschee, Hannover

Die arabischsprachige Al-Huda-Moschee in der hannoverschen Nordstadt ist durch eine turbulente Zeit gegangen, nachdem in den letzten Jahren etwa die Hälfte der Mitglieder mehr oder minder gezwungenermaßen und nach Streitereien ausgeschieden sind und dem Verein den Rücken gekehrt hatten – und das nur Monate, nachdem das noch neu erworbene Gebäude vollständig abbezahlt war. Mehr als die Hälfte der heutigen Mitglieder sind Neumitglieder, die erst nach den Streitereien in 2007 in den Verein kamen. Die Streitereien zwischen den durchweg männlichen Mitgliedern des Vereins1 haben zu einem spürbaren Rückgang der Besucherzahlen geführt. War vor zwei Jahren noch die Zahl der Betenden im Freitagsgebet höher als 300 – mit Gebets-, Neben- und Eingangsräumen vollständig und eng belegt – so bleiben heute bei lockerer Aufreihung der Betenden mehrere Zeilen im Hauptgebetsraum leer und ihrem Zweck entraubt. Ähnlich ergeht es den mehr und mehr monotonen und monologischen Aktivitäten des Vereins, die nunmehr hierarchisch und rigide geführt werden.

Der aktuelle Streit in der Al-Huda-Moschee hat allerdings wenig mehr mit den männlichen Gemeindemitgliedern zu tun. Vielmehr geht es um die Nutzungsrechte der Frauenräumlichkeiten der Moschee. Wie in den meisten Moscheen Deutschlands haben Frauen einen gesonderten Raum, in dem sie beten, Unterricht halten und sich treffen können. Zwar gibt es im Verein kein weibliches Mitglied und Frauen haben im Verein keine eigene Stimme, aber bislang durften sie zumindest über ihren eigenen Raum verfügen. In den Frauenräumlichkeiten fand zeitweise Arabischunterricht und islamische Unterweisung für Kinder statt, die ehrenamtlich geführt wurden. In mehreren wöchentlichen Sitzungen haben Frauen ihre religiöse Weiterbildung selbst in die Hand genommen, von einander gelernt und sich ausgetauscht. Eine unabhängige Mädchengruppe hat den Raum genutzt, um ihre Aktivitäten und Zusammenkünfte zu organisieren und jeden Monat fand ein “Frauenfrühstück” statt. Ein Frauenverein hatte einen Teil der Räumlichkeiten unter großen materiellen und menschlichen Anstrengungen in einen Raum für Kindergruppen umgewandelt und mindestens einmal wöchentlich Betreuung für eine solche Gruppe angeboten. Und natürlich waren die Frauenräumlichkeiten ein Ort, an dem sich muslimische Frauen zu Gebetszeiten und außerhalb treffen konnten.

Vorgeschichte

Zunächst wurde vor einem Jahr die Küche im oberen Geschoss abgeschlossen, die die Frauen für die Zubereitung von Tee und die Aufbewahrung von Keksen genutzt hatten. Als Grund wurde eine angebliche Verschmutzung des neuen Teppichs genannt2. Das Flehen der Frauen um Öffnung der Küche brachte nichts – Wasser könne man ja auch aus dem Waschbecken des Badezimmers trinken!

Vor etwa einem Monat wurde dann ein Aushang in den Frauenräumen angebracht, auf dem zu lesen war, dass es verboten wäre, religiösen Unterricht zu erteilen. Dies sei allein dem “Imam” oder dessen Stellvertretung vorbehalten. Einen bezahlten und ausgebildeten Imam hatte die Gemeinde jedoch nie gehabt3. Ein früherer Aushang wurde von einer verärgerten Frau abgerissen. In der Woche darauf sind während einer Versammlung drei Vorstandsmitglieder in die Frauenräumlichkeiten gekommen, um den Inhalt des Aushangs mündlich zu kommunizieren, woraufhin die Frauen – trotz der Einschüchterung – erwiderten, dass sie es vorzögen, ihren Unterricht selbst zu gestalten und von einer Frau zu erhalten. Darauf wurde ihnen bereits mit dem Rausschmiss gedroht. Parallel haben die anderen Frauengruppen ähnliche Ankündigungen bekommen. Die einzige Gruppe, die noch Nutzungsbefugnisse hat, ist die Kindergruppe, die allerdings ihren Schlüssel abgeben mussten und im Gegenzug die selbst eingerichteten Räume durche ein Vereinsmitglied einmal in der Woche aufgeschlossen bekommt. Danach ist der vormals angesprochene Aushang ausgehangen worden.

Ein Vereinsmitglied bestätigt, dass die “Frauenproblematik” in der Vollversammlung (vor zwei Wochen) angesprochen wurde. Dabei soll der Vorstand berichtet haben, dass die Frauen sich unhöflich gegenüber dem “Imam” geäußert hätten, als ihnen der Beschluss des Vorstands mitgeteilt wurde. Vorige Woche dann wurden die Drohungen in die Tat umgesetzt. Nach dem Freitagsgebet und noch vor dem Abendgebet wurde der Eingang zu den Frauenräumlichkeiten zugesperrt. Die Diskussions- und Unterrichtsrunde, die vormals nachmittags stattfand, durfte nicht mehr stattfinden. Daraufhin haben die Frauen ihre Männer gebeten, mit dem männlichen Vorstand zu sprechen. Das wurde am besagten letzten Freitag getan.

Letzten Freitag

Fünf Männer hatten am späten Nachmittag eine Unterredung in den Büros des Vereins mit fünf Vertretern des Vereins – vor allem dem Vorsitzenden und einem aus dem Ausland angereisten ehemaligen Vorstandsmitglied des Vereins. Man ging nach einer Weile mit dem Versprechen hinaus, dass der Vorstand in drei Wochen noch einmal über den Umgang mit den Frauen beraten wird. Auf dem Weg hinaus wurde den Männern noch aufgetragen, den Frauen zu sagen, dass sie aus der Moschee gehen sollen. Die Frauen wollten aber zumindest noch das Abendgebet verrichten, das nur eine halbe Stunde später war.

Mit dieser Bitte wurde einer der Männer ins Büro zurückgeschickt. Die Bitte wurde abgewiesen und der Vorsitzende kam herunter, um die Frauenräumlichkeiten abzuschließen. Es folgte ein heftiger Streit, in dem Beschimpfungen und Vorwürfe vom Vorsitzenden auch an die anwesenden Frauen gerichtet wurden4. Auf die nochmalige Bitte einer der Anwesenden doch bitte noch das Gebet verrichten zu können, wurde ihr entgegengeworfen, sie würde nicht so weit entfernt wohnen und könne deshalb auch nach hause gehen, um dort zu beten. Inmitten dieses Streits schlug einer mit einem Buch auf den Hinterkopf des Vorsitzenden5. Er wurde sofort von den anderen Männern weggezerrt, trotzdem eilte der Vorsitzende ins Gebäude zurück und rief scheinbar sofort die Polizei an. An seiner Stelle kam das aus dem Ausland angereiste Mitglied herunter und beschimpfte sowohl die Männer als auch – und vor allem – die Frauen laut.

Als die Polizei anrückte, nahmen sie einige Zeugenaussagen auf. Es wird angenommen, dass der Vorstand ein Hausverbot erwirken möchte – fragt sich nur gegen welche und wieviele Personen!

Worum geht es dem Vorstand?

Es ist derzeit nicht ganz klar, was der Vorstand des Moscheevereins ultimativ erreichen möchte. Mit seiner derzeitigen Politik treibt er immer mehr Gemeindemitglieder weg. Lebt aber nicht gerade ein Moscheeverein von der Gemeinde? Zumindest finanziell geht es diesem Verein wohl recht gut, nachdem er vor zwei Jahren weit in den schwarzen Zahlen war. Das Gebäude kostet derweil nicht sehr viel und große Umbauten – abgesehen von einem neuen (möglicherweise gespendeten) Teppich – haben nicht stattgefunden. Man kann nur vermuten, dass es dem derzeitigen Vorstand wichtiger ist, eine vollständige Kontrolle über die Moschee als eine funktionierende Gemeinde zu haben. Einige vermuten, dass auch ein persönliches Problem des Vorsitzenden dahintersteckt, der sich offensichtlich gerne in Führungsposition und entsprechender Aufmachung sieht.

Die Kontrollexzesse könnten allerdings mit einer verstärkten Angst vor sicherheitsrelevanten Fragen zu tun haben, d.h. mit der Frage von Sicherheitsorganen an den Verein, welche Inhalte unterrichtet würden. Unzweifelhaft ist, dass ein jeder Verein Verantwortung für die Aktivitäten in seinen Gebäuden zu tragen hat und insofern ein begrenztes Kontrollrecht besitzt. Begrenzt deshalb, da es nicht dahin^gehend ausarten darf, dass eine freie Diskussion und Entfaltung der einzelnen Gemeindemitglieder nicht mehr stattfinden kann. Unabhängig davon ist nicht klar, aus welchen Gründen der Vorstand überhaupt Zweifel an den in den Frauenräumen vorgetragenen Inhalten haben könnte.

Die Kontroverse offenbart zudem ein Grunddilemma der Struktur des Moscheevereins und dessen Nichteinbindung von Frauen. Zwar ist das Problem, wie bereits oben angedeutet, kein frauenspezifisches Problem – Männeraktivitäten außerhalb des Einflusses des Vorstands dürfen ebenso wenig stattfinden – allerdings sind Frauen in besonderem Maße betroffen, da nicht nur die organisierten Treffen verboten werden, sondern selbst das normale Gebet zu Abend- oder Nachtzeiten! Da vermischen sich die Kontrollwut und eine Abwertung der weiblichen Gemeindemitglieder, die ja auch “zuhause beten” könnten.

Diese Benachteiligung der Frauen zeigt sich nicht zuletzt auch im Vorwurf des “Dreckigseins”. Zwar war in der Vergangenheit aufgefallen, dass die Frauenräumlichkeiten ab und zu nicht sauber gemacht wurden, allerdings muss man beachten, dass die frühere Lösung der Frauen – eine Frau fürs Aufräumen zu bezahlen – nicht ohne Komplikationen durch den Verein und schon lange nicht mit Finanzierungshilfen einherging. Wenn schon die Finanzen angesprochen werden, dann sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Räume der Frauen seit mehreren Jahren einer gründlichen Renovierung bedurft hätten – angefangen bei den gefährlichen, da reparaturbedürftigen Stromdosen, über das Badezimmer, dessen Toilette wohl leckt, bis hin zu den Wänden, die teils zu schimmeln angefangen haben und keine Gardinenstangen zu halten im Stande sind. Die einzige wirkliche Renovierung fand vor vielen Jahren im Kinderbereich statt, was – wie gesagt – von Förderern und Eltern der Kindergruppe finanziert und bewerkstelligt wurde, also nicht vom Moscheeverein selbst. Im Gegenzug sind Frauen immer diejenigen, die bei früheren Veranstaltungen eine gründliche Reinigung auch der “Männerräumlichkeiten” vorgenommen haben und für Essen und Trinken gesorgt haben, während der männliche Vorstand – und nicht zuletzt der jetzige Vorsitzende – sich in schöne Kleidung gehüllt hatte, um vor allem die ranghohen Gäste zu empfangen6. Jetzt Frauen Unordnung und Dreckigsein vorzuwerfen, ist nicht nur sehr perfide, sondern auch zutiefst beleidigend.

Interessant ist auch, dass diese Praxis im Umgang mit Frauen sehr weit von den Zielen entfernt ist, von denen mir der jetzige Vorsitzende vor vielen Monaten persönlich ‘gepredigt’ hatte. Er wollte gar einer offiziellen Mitgliedschaft von Frauen die Tore öffnen, damit sie auch in Belangen, die die gesamte Moschee angehen, mitentscheiden können.

Where do we go from here?

Eine Moschee besteht nicht nur aus den Gemeindemitgliedern, sie gehört ihnen auch. Das ist zwar rechtlich nicht der Fall – das Gebäude und das Grundstück gehören natürlich dem Verein – aber moralisch schon! Nicht der Verein hat dieses Gebäude gekauft, sondern die Gemeindemitglieder, die das Geld gespendet haben, die ihre Arbeit darin investiert und zu früheren Aktivitäten beigetragen haben. Es ist ein frustrierendes Dilemma, dass damit kein automatischer rechtlicher Anspruch auf Mitbestimmung verbunden ist. Aber aus der moralischen Wirklichkeit entsteht eine Handlungspflicht. Es kann nicht so weiter gehen, wie es bislang lief!

Aber was kann man tun, wenn man keine rechtliche Handhabe hat? Eine Lösung haben bereits mehrere Gemeindemitglieder vorgeschlagen und andere ihnen bereits vorgemacht: sich zurückziehen, andere Moscheen besuchen oder vielleicht mal eine neue Moscheegemeinde gründen. Nicht nur ist dieser Lösungsansatz nicht gründlich durchdacht – warum noch eine Moschee gründen, wenn man doch Schweiß und Geld in eine andere gesteckt hat? – er dient anderen Moscheevereinen als schlechtes Vorbild, die sich eines unlieb gewordenen Teils ihrer Gemeinde entledigen wollen.

Ich würde gerne eine Diskussion über Handlungsmöglichkeiten sehen, die der Gemeinde zur Verfügung stehen. Ich selbst bin der Meinung, dass derzeit nur öffentlicher Druck ein Einlenken des Vorstands zustande bringen könnte. Öffentlicher Druck besteht zunächst einmal in der Informierung der anderen Gemeindemitglieder, die von den Problemen nichts mitbekommen. Im erweiterten Sinne sind natürlich auch die anderen Moscheevereine – nicht zuletzt auch die Kooperationspartner – und staatliche bzw. politische Stellen zu informieren. Der Druck, der durch die Bekanntmachung und die daraus resultierende peinliche Situation entstehen würde, kann vielleicht dazu beitragen, dass der Verein zum Handeln gezwungen wird.

Aber das ist nur ein Ansatz. Es wäre schön, wenn sich eine Diskussion – online wie offline – anschließen könnte, damit die Gemeinde gemeinsam agieren kann.

  1. mehr zu den bisherigen Streitereien findet sich in den Artikeln “Demokratische Moscheen“, “Verantwortlichkeit in Moscheen“, “Streitschlichtung? Doch nicht so…” und “Al-Huda bedeutet “die Rechtleitung”“[]
  2. in den Frauenräumlichkeiten wurden die Reste des Teppichs verlegt, die vom Verlegen in den Haupträumen, den Männerräumen, übrig blieben[]
  3. aktuell vermeldet der Verein, dass ein Imam unterhalten wird[]
  4. u.a. sie seien unhöflich[]
  5. eine ernsthafte Verletzung ist wohl nicht entstanden. Gleichwohl ist der tätliche Übergriff keineswegs gerechtfertigt, natürlich![]
  6. das ist keineswegs die Praxis in anderen Moscheen Hannovers[]

Andere Beiträge:

  1. Vier Gründe, nicht für diese Moschee zu spenden..
  2. Al-Huda bedeutet “die Rechtleitung”
  3. Moschee die; -,…scheen, Haus der Gefahren!
  4. Wieder Personenkontrolle vor Moschee in Hannover
  5. Frauen aus der Kaaba-Moschee!?

Comments

  • By Hanifa, 24. November 2009 @ 13:21

    danke dir für diesen Kommentar. Endlich einer der diese Sache in die Hand nimmt. So kann es jedenfalls nicht bleiben. Wir Frauen haben die gleiche Rechte in der Moschee zu beten , wie die Männer. Und wir Frauen haben viel dazu bei getragen, das alles etwas rund läuft, mehr oder weniger.
    Ohne Quran Unterricht, Tafsir und arabisch Unterricht hätte ich bis heute keinen arabischen Buchstaben lesen können. Die Frauen die uns unterrichtet haben , sind mit Herz und Seele dabei.
    Durch das internationale Frauenfrühstück habe sich Muslimas und nicht Muslimas kennengelernt, was sehr wichtig für den Dialog ist.

    Ich finde es sehr traugig wie man mit uns Frauen dort umgeht oder überhaupt.

    Ach ja , den Tag der offen Tür können sie sich dort an die Backe nagel. Offen wen??? Als erstes ja wohl für uns Frauen und nicht für den Bürgermeister und co.

    bis Frust ablassen muss sein :-),

    Ich würde übrigens vorschlagen, das man einen neutralen Schlichter heranzieht, um die Wogen wieder zu glätten, falls man sie noch glätten kann. (Vielleicht von der Schura)

    Eid Mubarak und und möge Allah ta’ala uns vergeben. Ameen.

  • By Omar, 24. November 2009 @ 14:39

    @Hanifa: Frust ablassen ist o.k., aber es muss schon mehr sein.

  • By Hanifa, 24. November 2009 @ 16:37

    das ist schon klar. Aber wie tritt man an den Vorstand heran? Allein hat das keinen Sinn. Und die Emotionen sind ja so zu sagen eskaliert. Auf alle Fälle sollte man sich beraten, um wieder
    miteinander zu kommunizieren.

    Hast du einen Vorschlag?

  • By Chadidja, 24. November 2009 @ 18:40

    Salam! Ich freue mich sehr über diesen Artikel, der die Angelegenheit sachlich aufklärt. Allerdings bin ich nach einigen Überlegungen darin gespalten, ob wir Frauen ausgerechnet diese Vereinsräume noch weiter nutzen oder nicht endlich etwas eigenes “aufbauen” sollten. Ich fände es durchaus erstrebenswert, sich in eigener Sache völlig unabhängig von den Männern zu machen. Was nicht heißt, das wir uns nicht mit Männern, die auch unsere Anliegen vertreten, solidarisieren sollten wie umgekehrt. Im Gegenteil! Doch dafür müsste ein kollektiver Wille bzw. Konsens unter den Frauen bestehen sowie neben Einsatzbereitschaft vmtl. auch finanzielle Kraft. Unabhängig davon sollte dieser aktuelle Fall von Diskriminierung kommuniziert und öffentlich verurteilt werden.
    Chadidja

  • By gibgasachi, 24. November 2009 @ 18:48

    Selam.
    Ahh. Eine Loslösung als Vorschlag? Ich gehöre ja nicht zu der Gemeinde, aber das hört sich für mich wenig erfolgsversprechend oder sinnvoll an. Wenn eine Integration der Frauen in das Gemeindewesen das Ziel ist, ist eine Loslösung ja eine Kapitulation. Dass kans einfach nicht sein. Wir reden von der Einheit der Umma und kriegen nicht mal eine Gemeinde zusammen mit den Frauen hin? Das wär doch eine Katastrophe.

  • By Omar, 24. November 2009 @ 19:14

    @Chadidja: ich kann zum Einen deinen Vorschlag verstehen. Warum sich weiter plagen mit einem uneinsichtigen Vorstand. Auf der anderen Seite sollte man sehen, dass die Moschee u.A. eure ist und der Vorstand wenn überhaupt weichen müsste. Wenn nur genügend Impuls aufgebaut werden könnte, würden sich ja auch viele Männer aus der Gemeinde des Vorstands entledigen wollen. Vielleicht schafft man dann einen tatsächlichen Neuanfang, wo Mitsprache als Gut gehandhabt wird.. Deshalb stimme ich hier gibgasachi zu: Wenn möglich, sollte ein solches Ausweichen vermieden werden!

  • By Hanifa, 24. November 2009 @ 19:53

    ich bin auch nicht für das zurückziehen, eine Moschee ist für alle Muslime (w/m)gedacht, egal ob Mitglied oder nicht. Sie muss offen sein für das Gebet u.s.w. Dafür müssen wir uns einsetzen.

  • By Samer, 24. November 2009 @ 19:58

    Salam
    ich finde so ein Vorstand kann man nur loswerden indem wir,(mit wir meine ich wir alle Männer und Frauen)der Vorstand in aller öffentlichkeit blosstellt.Denn der Vorstand an dieser Moschee hat mehr Angst vor der Öffentlichkeit als vor Allah.
    Mein Vorschlag wäre eine Demo an einem Freitag vor der Moschee,um die”lieben Nachbarn” und vor allem unseren Brüdern und Schwestern auf die Ereignisse in der Moschee aufmerksam zu machen.Das ist die Grösste Angst des Vorstand sich in aller öffentlichkeit blosszustellen.

  • By Chadidja, 24. November 2009 @ 20:09

    Selam Gibgasachi, salam Omar! Eure Argumentation ist mir vom Grundgedanken her klar und kann ich gut nachvollziehen. Wie gesagt: ich bin noch gespalten. Grundsätzlich sehe ich aber im Streben nach Autonomie keine Kapitulation. Auch würde ich ungern sehen, dass der Diskriminierungsakt dazu benutzt wird, mit “unliebsamen Brüdern” abzurechnen – sozusagen auf dem Rücken der Frauensache eine ganz andere Sache verhandelt wird. Historisch wie aktuell wäre das nichts Neues, auch nicht im Mikrokosmos Hannover. Dies will ich hiermit bestimmt nicht (Euch) unterstellen. Ich wäge nur die möglichen Szenarien ab und stelle diese hiermit zur Diskussion. Letztendlich kommt es auf den Mehrheitsbeschluss von uns Frauen an. Und vielleicht ist eine – wenn auch nur vorrübergehende Seperation der Geschlechter in räumlicher wie organisatorischer Hinsicht (letztlich haben wir Frauen ja auch schon unseren eigenen e.V.) – gar nicht so verkehrt. Dadurch kann das (wahrhaftig gewollte) Gemeinsame ausfindig gemacht und schätzen gelernt werden.
    Und was den Erfolg angeht (Gibgasachi!): Dabei kommt es einzig auf den kollektiven Willen der Frauen an. Wenn es allein darum geht, einen eigenen Raum für die Zusammenkunft und das gemeinsame Gebet zu haben, dann wäre das auch ohne den “Männerverein”, selbstverwaltend und in Eigenverantwortung möglich.
    Chadidja

  • By Mustapha, 24. November 2009 @ 20:35

    Salamou 3leikou Bruder Omer du hast vergessen den Rausschmiss der Schwestern aus der Schule zu erwännen,die Ihren Familien jeden Sonntag alleingelassen haben und die Freizeit die Sie für unsere Kinder in der Moschee verbracht haben.Die Schwestern hat der Vorstand durch Ihm genehme Männer ersetzt.Wo ist da der Dank dafür,für die Schwestern die Jahrelang die Entbehrungen auf sich genommen haben.Ach Ja der Dank war der Rausschmiss.

  • By Melantrys, 24. November 2009 @ 21:55

    Na, klasse, das ist ja wie aus dem PI-Lehrbuch: Seht her, wie wir unsere Frauen wie Dreck behandeln! Gute Reklame für die
    Moschee im speziellen und den Islam im allgemeinen. *seufz*

    Also, mich geht das alles im Prinzip ja gar nichts an, aber zu dem von dir vermuteten Grund (kann dann aber nur einer von vielen sein, oder?), daß man als Moscheevorstand Sicherheitsorganen Rechenschaft schuldig ist, hätte ich einen Vorschlag, der eigentlich so simpel ist, daß ich mich frage, ob ich dumm bin oder der Vorstand.
    Es gibt doch sicher für jeden Bereich dieser Frauentreffen etc Frauen, die immer daran teilnehmen. Da könnte man doch einfach einigen Frauen gewissermaßen die Leitung/Verantwortung zusprechen, und die sind dann neben Kontrolle, daß da nicht zum Jihad gegen alle Nicht-Muslime aufgerufen wird ( ;) ) auch noch für monatliche Berichte an den Vorstand zuständig oder so.

    Oh ja, und schon mal Eid Mubarak für die Tage! :)

  • By gibgasachi, 25. November 2009 @ 00:44

    @Chadidja: Mit “erfolgversprechend” meinte ich jetzt nicht den einzelnen Verein, sondern grundsätzliche das Konzept der Lostrennung der Frauen aus den Moscheevereinen. Ich denke, es ist gut möglich, dass ihr das gut hin bekämt mit dem Verein, aber was würde das für ein Beispiel setzen? Aber nachvollziehen kann ich die Gedanken und Gefühle die hinter der Idee stecken durchaus.

  • By Annett, 25. November 2009 @ 11:00

    as salamu aleikum und Guten Morgen,
    vielen Dank Omar für den Artikel und die damit verbundene Mühe!! BarakAllahu fik!

    Ich stimme deinen Erläuterungen zu, und habe auch noch einige Gedanken dazu:

    1. die Angst vor sicherheitsrelevanten Fragen kann ich JETZT nur teilweise nachvollziehen. Schon seit Jahren ist klar, dass Moscheen kontrolliert werden. Auch ist klar, dass es nur bedingt möglich ist, alle Menschen, die eine Moschee nutzen, zu kontrollieren, da eine Moschee auch öffentlicher Raum ist. Traut der Vorstand wirklich den Muslimen, Männern wie Frauen zu, dass sie dort Inhalte unterrichten oder selbst vertreten, die sicherheitsrelevant sind? Ist ihr Eindruck von den Muslimen so schlecht? Und warum erst jetzt? Mir stellt sich hier die Frage nach dem persönlichen Nutzen: Hat der Vorstandsvorsitzende persönliches Interesse, weil er vielleicht seinen Antrag auf die deutsche Staatsangehörigkeit (wiederholt) gestellt hat? Und nun um das Ergebnis bangt?
    Die beste Kontrolle kann übrigens eine starke Gemeinschaft bieten, in der sich ALLE mit IHRER Moschee identifizieren!

    2. Liebe Chadidja, schön von dir zu hören und danke für deine Ideen. Ich persönlich lehne ein Frauenzentrum ab. Wir bestehen aus Männern und Frauen und wir können -eigentlich- voneinander lernen und profitieren!!! Und wir müssen lernen, miteinander zu leben, zu kommunizieren und MITzudenken und MITzufühlen. Das geht nicht, wenn wir ständig getrennt sind. In der Ehe begegnen wir uns ständig, warum nicht auch in einer Moschee in einem guten Rahmen? Ich halte es für sehr wichtig, dass wir FÜREINANDER Verantwortung übernehmen. Es ist kein bloßes Frauenthema, sondern ein Thema der ganzen Gemeinschaft. Danke daher an die Männer, die sich für de Frauenbelange miteinsetzen!
    Ebenso gehört die Kinderbetreuung und Erziehung in die Hände beider!!!! Es kann nicht nur Angelegenheit der Frauen sein, was es in einem Frauenzentrum wäre! Wir brauchen a uch die Ideen und Gedanken der Männer (insbesondere für die Jungen in der Pubertät!!)

    3. Ich halte die Idee mit der Demo für sehr gut. Gut organisiert und nicht hysterisch. Und vielleicht regelmäßig, bis sich was tut!

    4. Fände ich ein Streitschlichtergespräch auch gut, es stellt sich nur die Frage, ob es dann wieder unter Männern geführt wird oder auch mit Frauen!!! Ich würde die Schura gern fragen, ob sie dazu bereit wäre.

    Allah sagt uns in Koran und Sunna, wie wir miteinander umgehen sollen. (“Ibrahim, 24: Allah setzte ein gutes Wort einem guten Baum gleich, dessen Wurzelwerk fest ist und dessen Zweige in den Himmel ragen. …. Ein schlechtes Wort ähnelt einem schlechten Baum, der vom Boden entwurzelt wird und nicht verankert war.”)

    Ich verstehe hier nicht, dass Frauen so respektlos und verächtlich behandelt werden. Viele Frauen kümmern sich jahrelang mit viel Geduld und Verantwortung um die Kinder – die kostbarste Amana von Allah. Und dann sind sie nicht wichtig genug, sie in die Moscheearbeit miteinzubeziehen???????? (Abgesehen von ihrem Engagement fürs Putzen, die Sonntagsschule, Kindergruppe usw.)

    Der jetztige Vorstand und Vorbeter hat meines Erachtens kein Vertrauen mehr und auch nicht die nötige menschliche und fachliche Kompetenz, um eine Moschee, sprich eine Gemeinschaft zu leiten!

    Mein Appell geht an alle Mitglieder des Vereins, ihre Haltung zu überdenken und zu überprüfen und den Mut aufzubringen, Veränderungen zu unterstützen!!!

    wa aleikum salam
    Annett

  • By bouady, 25. November 2009 @ 13:46

    Salam Omar und vielen Dank für die Mühe, so einen sachlichen Artikel zu verfassen.
    Diesen Vorsitzenden kann ich überhaupt nicht verstehen. Vor einigen Jahren ist von allen seinen Ämtern im Verein zurückgetreten, weil er keine Unannehmlichkeiten mehr mit seinem Einbürgerungsantrag erleben wollte, aber kaum ein Jahr vergangen geht er mit einem Claqueur zum Amtsgericht und löst den alten Vorstand auf, mit der Begründung, die Legislaturperiode des alten Vorstandes sei abgelaufen und er ließ sich als NOTVORSTAND ernennen und danach versuchte er mit allen Mitteln, Vorsitzender zu werden, bis er es geschafft hat.
    Woher kommt dieser Sinneswandel plötzlich?
    Ich erlaube mir die Frage, „ob er als Imam und Vorsitzender gesteuert wird“

    wassalam

  • By gibgasachi, 25. November 2009 @ 15:22

    @bouday: Gerüchte in den Umlauf bringen ist nicht gerade schön, auch religiös betrachtet ist das Verbreiten von Gerüchten nicht gerade harmlos.

  • By bouady, 25. November 2009 @ 16:11

    @ Gibgasachi,
    es muss doch erlaubt sein, nach Erklärungen für derartiges Verhalten zu suchen.
    Wie kannst aus deiner Sicht diesen Sinneswandel erklären?

    Danke

  • By gibgasachi, 25. November 2009 @ 16:49

    @bouady: Ich bin ier nur Gast. Ich weiss ehrlich gesagt nicht mal, um wen es genau geht. Spekulieren wäre da wohl nicht sinnvoll.

  • By Surayyah, 26. November 2009 @ 02:56

    @Annett:Salam meine Liebe!Du sprichst mir aus dem Herzen! Ich will nicht alles noch mal wiederholen, kann aber Deine Argumente und Vorschläge voll und ganz unterstützen! Vielen Dank für den Beitrag!!! Ich wünsche allen ein gesegnetes Fest und Allahs Segen!

  • By Chadidja, 26. November 2009 @ 12:48

    Eine wirlich konstruktive Diskussion! Danke liebe Annett und Danke auch den anderen MitdiskutantInnen.
    Mein Gespalten-Sein bzgl. der möglichen Reaktion auf den Rausschmiss löst sich angesichts der Argumente meiner Glaubensschwestern. Wenn der Wille besteht, unterstütze ich diesen. Zumal dieser bestens begründet ist. Nun stellt sich immer noch und immer mehr die Frage, welche Strategie verfolgt werden soll. Demo? und/oder Unterschriften sammeln? Öffentlichkeit herstellen? Schlichtungsgespräch? (Massen)Anträge auf aktive Mitgliedschaft, um andere Mehrheitsverhältniss herbeizuführen?
    Meines Erachtens bringt uns nicht weiter, über die Motivlage des Vorstands zu spekulieren. Die Handlung spricht für sich. Und das gewünschte Ziel der Frauen ist m.E. ebenfalls klar.
    Also was ist zu tun und auf welche (moderate) Weise?
    Chadidja

  • By Omar, 26. November 2009 @ 12:57

    ich finde die Idee der Mitgliedschaftsanträge sehr gut! Das kann sowieso parallel zu anderen Initiativen laufen. Letztlich wäre damit genau das erreicht, was die meisten sowieso wollen: Mitbestimmung. Das schlimmste, was passieren kann, wäre, dass der Vorstand einfach die Anträge ignoriert. Deshalb würde ich jeden bitten, der das machen möchte, dass er bescheid gibt (auch wenn nur per Email) und den Antrag kopiert.

  • By bouady, 26. November 2009 @ 14:56

    es wurde in der Vergangenheit fast 30 Mitgliedschaftsanträge gestellt, die seit fast 1,5 Jahren in der Schublade liegen und der Vorstand hat sich mit aller Frechheit nicht mal die Mühe gegeben, diese Anträge abzulehnen (Ausgenommen 2 verbal abgelehnte Anträge.

    Gleichzeitig hat der Vorstand bestimmte Gemeindemitglieder, von denen keine Gefahr für die Spiele des Vorsitzenden und seine Claqueure geht, angesprochen und als Mitglieder angeworben.
    somit hat sich der jetzige Vorstand bequeme Mehrheiten verschafft und dumme Entscheidungen erlaubt, wie zuletzt der Rausschmiss der Schwester.

  • By zwiebel, 26. November 2009 @ 15:13

    as salamu aleikum omar,
    wäre es bitte möglich den text für alle zu übersetzen?
    danke

  • By Chadidja, 26. November 2009 @ 19:29

    Betreff Angabe von Zwiebel@: Mir liegt die Satzung des Vereins vor, woraus hervorgeht, dass die Gemeinnützigkeit angestrebt wird. Wie sieht es damit aus. Handelt es sich um einen gemeinnützigen e.V.? Wenn Mitgliedsanträge einfach unbeantwortet bleiben dann evt. doch Demo organisiseren und/oder Öffentlichkeit herstellen?
    Chadidja
    PS: Zwiebel@ “übersetzen” – Du meinst die Beiträge von mahmod@, die hier nicht erschienen sind oder den Text von Omar?!

  • By Omar, 26. November 2009 @ 19:40

    Salam,

    die Kommentare von “mahmod” habe ich gelöscht, da sie 1. auf Arabisch sind und 2. da sie teils rassistisch und teils verleumdend sind. Ich bitte alle darum, sich zu mäßigen und konstruktiv mitzuarbeiten.

    Was anderes: Ich habe isa vor, morgen in der Al-Huda-Moschee das Eid-Gebet zu beten. Wer noch? Vor allem von den Frauen!?

  • By Chadidja, 26. November 2009 @ 21:10

    mahmod@: Lieber Glaubensbruder, leider schreibst Du Deine Beiträge in Arabisch! (Weshalb diese hier wohl auch nicht zu sehen sind) Ich kann Deine beiden Beiträge nicht wortwörtlich übersetzen, habe aber sinngemäß verstanden, dass Du meine Befürchtung bestätigst. Nämlich auf dem Rücken der Frauensache etwas anderes zu verhandeln. Du positionierst Dich nicht zum eigentlichen Anlasses unserer Diskussion, sondern verunglimpfst die “Tunesier” (?!) und den Imam. Solche unsachlichen Beiträge helfen nicht weiter.
    Chadidja

  • By Omar, 27. November 2009 @ 08:27

    Tut mir leid, ich muss derzeit die Kommentare moderieren. Deshalb kann es leider zu Verzögerungen bei der Veröffentlichung der Kommentare kommen. Ich bitte nochmals alle zur Mäßigung. Beleidigungen und das Ausspielen verschiedener Herkunftsländer gegeneinander bringen niemandem etwas und gehen am eigentlichen Thema vorbei!

    Allen noch ein frohes und gesegnetes Fest.

  • By Hanifa, 28. November 2009 @ 22:15

    Allah sagt uns in Koran und Sunna, wie wir miteinander umgehen sollen. (”Ibrahim, 24: Allah setzte ein gutes Wort einem guten Baum gleich, dessen Wurzelwerk fest ist und dessen Zweige in den Himmel ragen. …. Ein schlechtes Wort ähnelt einem schlechten Baum, der vom Boden entwurzelt wird und nicht verankert war.”)
    von Annett kopiert. Als Erinnerung.

    “Und wer Gutes im Gewicht eines Stäubchens getan hat, wird es sehen.
    AZ-Zalzala: 7

    Eid Mubarak

  • By Chadidja, 29. November 2009 @ 23:15

    Etwas spät doch allen an dieser Stelle: Eid mubarak!
    Just habe ich ein langes Gepräch mit einem Vorstandsmitglied von HUDA e.V. geführt. Ich kann nicht alles wiedergeben. Hier nur das Wesentliche: Es wird bestritten, die Frauen “rausgeschmissen” oder gar diskriminiert zu haben. Zugleich wird festgestellt, dass die Frauen religiöse Unterweisungen ohne vorherige Absprache mit dem Vorstand durchgeführt hätten. Daneben hätten bestimmte Frauen auf andere so sehr Einfluss genommen, dass in den Beziehungen/Ehen Konflikte entstanden seien. Die Motive von Omar sowie die mehrerer Glaubensschwestern, auch die einer der hier mitdiskutierenden Glaubensschwester, werden als bewusst herbeigeführte bzw. konstruierte Manipulation und “Stimmungsmache” gedeutet. Es würden bei der Staatsanwaltschaft Anstrengungen laufen, die Angelegenheit(en) gerichtlich zu klären(den gewalttätigen Angriff auf den Imam M. sowie Drohungen gegen aktive Mitglieder von HUDA e.V.). Die “unbearbeiteten” Mitgliedsanträge seien von Gläubigen, die mit den Zielen des Vereins nicht in Einklang stünden und wären auch nicht so zahlreich wie hier angegeben. Bestätigt wird, dass HUDA e.V. kein weibliches Mitglied hat. Die Frauen könnten doch ihre eigene Moschee mit einer Imamin gründen, wenn dies überhaupt gewollt sei. [Trotz Nachfrage ist nicht deutlich geworden, warum keine Frau Mitglied ist.]
    Ich bedauere sehr das eskalative Moment dieser Situation. Die Frontstellung ist so sehr fortgeschritten, dass Vermittlung oder Kompromissfindung aussichtslos scheint.
    Eine gute Nachricht gibt es aber. Frauen, die mit dem ganzen Hickhack nichts zu tun haben (wollen), können sich nach wie vor in den Räumen der HUDA Moschee treffen sowie hier ihre Gebete verrichten(!) -vorausgesetzt ihre religöse Unterweisung erfolgt nach Massgaben von HUDA e.V..
    Nun liegt es also an den Frauen. Die meisten Frauen haben vmtl. kein Interesse an den “ideologischen Nebensächlichkeiten” des Vereins oder der Frauenfrage im Islam in organisatorischer und/oder feministischer Hinsicht. Auch wenn ich persönlich nur all zu gerne eine Frauenmoschee mit einer Imamin wie zum Beispiel Amina Wadud hätte. Mir wird immer deutlicher, wie sehr das (besonders oder gerade hier in Deutschland) noch ferner Utopie entspricht.

  • By Omar, 30. November 2009 @ 00:02

    @Chadidja: schönen Dank zunächst einmal für die Informationen und für deine Anstrengung. Ich liste mal kurz auf, welche Probleme die Antworten des Vorstandsmitglieds bergen:

    0. Der Verein heißt “Gesellschaft Islam Verstehen e.V.”, die Moschee heißt Al-Huda-Moschee. Da es in der Region Hannover meines Wissens tatsächliche einen Huda e.V. gibt (ich glaube sogar ein “Frauenverein”), sollte Verwechslung vermieden werden.

    1. “Es wird bestritten, die Frauen “rausgeschmissen” oder gar diskriminiert zu haben.”

    Meinte er, die Frauen wären insgesamt nicht “rausgeschmissen” worden oder auch am besagten Freitag? Dort haben wir ja die klare Aussage der Betroffenen, dass sie rausgeschmissen wurden und das Abendgebet nicht verrichten durften. Wie bringen wir das in Einklang?

    2. “Zugleich wird festgestellt, dass die Frauen religiöse Unterweisungen ohne vorherige Absprache mit dem Vorstand durchgeführt hätten.”
    “Eine gute Nachricht gibt es aber. Frauen, die mit dem ganzen Hickhack nichts zu tun haben (wollen), können sich nach wie vor in den Räumen der HUDA Moschee treffen sowie hier ihre Gebete verrichten(!) -vorausgesetzt ihre religöse Unterweisung erfolgt nach Massgaben von HUDA e.V..”

    Die “Massgaben des Vereins sind ja gerade das Problem: Die Frauen sollen im Prinzip Unterricht beim Imam nehmen, was sie aber nicht wollen.

    3. Es wird gesagt, dass die Mitgliedschaft beantragenden Menschen nicht mit den Zielen des Vereins konform gehen würden. Vielmehr ist der Verein derzeit nicht mit seinen Zielen konform. Hier sind die Ziele, wie sie m.W. in der Satzung von 2007 stehen:

    1.Der Verein betrachtet es als seine Hauptaufgabe, die religiösen Angelegenheiten der Muslime zu erfüllen.
    2.Der Verein möchte zu einem besseren Verständnis zwischen Muslimen und Nichtmuslimen beitragen und helfen, Vorurteile und Missverständnisse abzubauen.
    3.Die Mitglieder des Vereins erstreben eine möglichst enge und brüderliche Zusammenarbeit mit anderen islamischen Vereinigungen, solange den Zielen des Vereins dadurch nicht widersprochen wird.
    4.Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, ein „Islamisches Kulturzentrum” mit verschiedenen funktionellen Einrichtungen in Hannover zu errichten, die unter anderem den Auftrag der Integration verfolgen werden.
    5.Des Weiteren will der Verein soziale Aktivitäten der islamischen Gemeinschaft in Hannover stärken.

    4. “Daneben hätten bestimmte Frauen auf andere so sehr Einfluss genommen, dass in den Beziehungen/Ehen Konflikte entstanden seien.”

    Nur nebenbei: Diesen Vorwurf kenne ich aus meiner Vereinszeit: Damit beschmeissen sich einige Menschen gerne, um Argumenten aus dem Weg zu gehen: “Du stiftest ‘Fitna’ in der Ehe!” Das ist ein Totschlagargument und sollte deshalb klarer dargestellt werden. Welcher Einfluss ist entstanden und von wem?

    5. “Auch wenn ich persönlich nur all zu gerne eine Frauenmoschee mit einer Imamin wie zum Beispiel Amina Wadud hätte.”

    Ja, und ich wünsche mir eine Kindermoschee und eine Männermoschee und eine “große Menschen”-Moschee und natürlich eine “kleine Menschen”-Moschee. Was ich damit sagen will: ich verstehe den Sinn einer “Frauenmoschee” nicht. Deine Begeisterung für Amina Wadud in Ehren, aber eine Bemerkung muss ich doch mal loswerden: Du unterstellst Männern, die “Frauensache” ausnutzen zu wollen, aber 1. ist es keine “Frauensache”, wenn Frauen aus der Moschee rausgeschmissen werden und 2. scheinst du ja selbst nicht gerade mit dem Ausnutzen der Gelegenheit zu sparen, wenn ich das mal so sagen darf.

    Ich bleibe dabei: Das Problem ist nur derzeit ein Problem, das speziell Frauen betrifft. Das Grundproblem besteht allerdings in einem Verein, der sich seine Schulden von der Gemeinde gerne abbezahlen liess, ihnen aber im Gegenzug kein Mitspracherecht gibt. Das Problem ist auch ein Vorstand, der zum Kontrollfreak geworden ist (aus welchen Gründen auch immer) und nun auch religiöse und unterweisungstechnische Dominanz sucht, die er bildungstechnisch aber nicht verdient hat.

  • By Mustapha, 30. November 2009 @ 00:32

    Salamou 3leikum und Eid Mubarak,
    @chadidja
    das ist schon von dir Schwester chadidja das du dir die Mühe gemacht hast mit einem vom Vorstand zu reden aber an deine Stelle hätte ich zuerst auch mit den Frauen gesprochen die dabei waren.Du hast die behauptungen des Vorstands einfach so übernohmen und stellst die als die wahrheit hin und die Frauen haben selber schuld.Es sind Allah sei dank genug Zeugen da ,die den Vorstand Lügen strafen.
    2.Bitte nenne uns doch die Namen der Männer und Frauen bei denen zu Beziehungs/Eheprobleme gekommen ist und beweise es,das die Frauen die probleme zwichen den Eheleuten verursacht baben.
    Einfach solche Lügen zu übernehmen ist fatal und unüberlegt.
    Da sieht mann von wem die Manipolation ausgehen.
    3.Wir freuen uns jetzt schon auf die befragung der Staatsanwaltschat,denn da werden auch andere Sachen zu sprache kommen,die den Verein betreffen.
    4.
    Du Schwester behauptest es ist eine gute Nachricht für die Frauen,sie konnen wieder in die Moschee!
    Ich Frage dich für welche Frauen ? Die “Schmutzigen oder die Sauberen????
    Ich glaube der Vorstand hat dir so viele Rauchgranaten vor die Füsse geworfen das du die Wahrheit nicht mehr sehen kannst.
    Wer deie Aussagen glaubt der wird Selieg.

  • By Chadidja, 30. November 2009 @ 01:42

    So schnelle Reaktionen hatte ich gar nicht erwartet. Toll! Und Danke.
    Zunächst möchte ich festhalten, dass ich in menschlichen Angelegenheiten an e i n e oder d i e Wahrheit grundsätzlich nicht glaube. Die hier in Auszügen übermittelte Sichtweise des Vorstandes von HUDA bzw. Islam verstehen e.V. habe ich kommentarlos in indirekter Rede wiedergegeben. Der Fairness und sachlichen Umgangsform halber bin ich der Meinung, dass auch die Sicht der anderen Seite dargestellt werden sollte – möglicht im O-Ton(leider wird das trotz Bitte nicht selbst getan). Ein Bild muss sich jeder selbst machen. Also mir bitte nicht die übermittelten Worte in den Mund legen und auch nicht der Versuchung erliegen, mich für so einfältig zu halten, dass ich ohne Weiteres eine bestimmte Sicht übernehme, ohne selbst abzuwägen.
    Die Heftigkeit der Reaktionen zeigt, dass ich mit meinen Annahmen richtig liege. Den Schlußsatz mit der Frauenmoschee habe ich nur angefügt, um meinen ganz eigenen Ansatz ( nicht meine Doktrin!) transparent zu halten und immer mal wieder als Option in Erinnerung zu rufen. UND DAS IST EINE OPTION!
    Omar@: Du hast darauf auf eine Weise reagiert, die mich bestärkt. Wundern tut mich schon lange nicht mehr, wie heftig auf diesen Ansatz reagiert wird. Deine Gleichsetzung von Frauen mit Kindern und Kleinen Menschen spricht für sich und läßt mich schaudern. Aber letztlich ist das sowieso ein extrem weites Feld (und wie ich gesagt habe: mein persönliches), das hier gar nicht be-/verhandelt wird.
    Mein nächster Schritt wird nun sein, möglichst jede Frau einzeln zu befragen. Dafür werde ich etwas Zeit benötigen.

  • By Annett, 30. November 2009 @ 12:46

    as salamu aleikum,
    danke Chadidja für deinen Kommentar, ich verstehe ihn als Information über das Gespräch, nicht als Wahrheit an sich!
    Ich stimme hier Omar voll und ganz zu, insbesondere unter Punkt 5!

    - Den Hinweis seitens des Vorstandes auf eine eigene Frauenmoschee kann ich nicht nachvollziehen:
    1. Haben auch viel Frauen fr die Hudamoschee gespendet, denn jeder Familienvater, der gespendet hat, hat sein Geld ja automatisch nicht der Familie zukommen lassen können.
    2. Finde ich in der Sira des Propheten s.a.s. keine Hinweise auf die Nutzung oder Anregung einer Frauenmoschee. Welche theologische Grundlage hat derjenige, mit dem du gesprochen hast Chadidja?

    -In Auszügen hier eine Information von jemanden über die Frauenräume der Huda-Moschee, eine Schwester sollte dies so an uns weitergeben:
    (Es geht mir hier ausdrücklich nicht um die Schwester, sondern um die Vorstellungen des Vorstandes der Moschee!!!)

    “Das einzige, was untersagt wird, sind Aktivitäten religiöser Handhabungen.
    Das heisst, dass man kontrolliert, das religieöse Inhalte nur von einem Imam oder Gelehrten
    abgehalten werden. Solche Lehrinhalte können nur von bestimmten Personen, wie z.B. Imam,
    abgehalten werden, damit man richtig lernt.

    Ansonsten sind unsere Frauenräume wie gewohnt offen und wir können jederzeit rein.
    Wenn wir etwas planen wollen, wie z.B. ein Fest, brauchen wir dies, wie es bislang schon immer
    üblich war, nur mit den Männervorstand besprechen und können solche Aktivitäten weiterhin abhalten.
    Solange sie keine religiösen Unterweisungen beinhalten sondern nur zum Austausch dienen.”

    meine Antwort darauf:

    “Es stellt sich aber auch die Frage, wie wir religiöse Unterweisung oder Handlung definieren und WER dann in der Lage ist, diese Unterweisung zu erteilen. Es ist richtig, dass dies nur von Muslimen mit Wissen gemacht werden sollte. Ich denke aber, die muslimische Gemeinschaft sollte sich hier die Mühe machen, gemeinsam zu überlegen, wie das aussehen soll.

    Der bisherige Vorstandsvorsitzende des Moscheevereins hat keine islamisch-theologische Ausbildung. Haben die Imame, die eine solche Ausbildung haben, genügend Kenntnisse der deutschen Sprache, um ihr Wissen weiterzugeben? Haben sie genügend Kenntnisse des Lebens in Deutschland, um verantwortungsvolle Hinweise zu geben, die unser Leben hier betreffen?

    Seitens der Moschee gab es den Hinweis, die religiöse Unterweisung der Frauen könne durch den Scheich geschehen, “man solle sich den Koran vor das Gesicht halten, damit man vom Scheich nicht gesehen wird.” ??? Halten wir uns ein Lehrbuch vor das Gesicht, wenn wir mit dem Lehrer unserer Kinder sprechen, mit unserem Vermieter, mit dem Verkäufer im Supermarkt, mit dem Nachbarn ???? Sollen wir Frauen uns in frauenrelevanten Dingen an einen Mann wenden, gibt es nicht auch Frauen, die dies tun können? Viele von uns Frauen wenden sich an Musliminnen ihres Vertrauens (Schwester Djamila, Schwester Maryam, Umm Djihad, …..). Warum wollen einige Männer nun festlegen, mit WEM wir darüber sprechen?

    Ich persönlich denke, aus der Geschichte der Muslime sollten wir viel lernen, gerade der respektvolle Umgang von Männern und Frauen fehlt mir hier völlig. Zur Zeit unseres geliebten Propheten s.a.s. war das anders und auch in der Zeit danach. (denken wir nur an Aisha r.a. als Hadithtradentin). Im 14. Jh. finden wir weibliche Hadithgelehrte, über die mit viel Respekt und Achtung gesprochen wurde (wer dies nachlesen möchte, kann dies gern tun in Kathrin Klausings Magisterarbeit oder direkt in der Veröffentlichung von Prof. Dr. Omaima Abou-Bakr von der Cairo University: Teaching the words of the prophet: woman instructors of the hadith, 14th and 15th centuries, wer will, kann das gerne bei mir kopieren).

    Ich stelle mir die Frage, warum es im Vorstand der Moschee keine Frauen geben kann, die die Belange der Moschee auch seitens der Frauen mittragen und Ansprechpartner seitens der Männer sind. Dies kann man in einem islamisch korrekten Rahmen durchführen.

    Aber Frauen die Bitte um ein Gebet nicht zu gewähren und ihnen vorschreiben zu wollen, durch wen sie welche religiöse Unterweisung zu erhalten haben (und genau das geschieht hier!), halte ich nicht für den richtigen Weg. Wie ich bereits an anderer Stelle sagte: Selbstverständlich erteilen Frauen täglich ihren Kindern religiöse Unterweisung, versuchen sie mit bestem Wissen und Gewissen durchs Leben zu lotsen und zu erziehen, managen die Familie und alle Belange, die damit zusammenhängen. (Und backen Kuchen, kochen Kaffee, putzen für die Moschee, wenn es gebraucht wird). Somit sollte ein Moscheeverein sie auch als ernstzunehmende Mitglieder einbeziehen und so behandeln!

    Unser Prophet s.a.s. hat niemals Autorität einfordern müssen, er hatte immer Autorität durch sein Handeln und Benehmen!

    Ich würde mir wünschen, dass Frauen nicht mehr die Bittsteller um Schlüssel und Räume sind, sondern geachtete Schwestern im Islam!

    Möge Allah s.t. uns alle rechtleiten und beschützen,

    wa salam
    Annett

  • By bouady, 30. November 2009 @ 17:44

    Salam Chadidja,

    mir ist bekannt, dass der Vorstand einen Antrag eines praktizierenden Muslims, der VIEL für die Moschee und den Verein und für die Muslimische Gemeinde in Hannover und Umgebung getan hat, abgelehnt haben, aber gleichzeitig einen Vorbestraften als Mitglied aufgenommen hat.
    Daher fordere ich den Vorstand auf, Führungszeugnisse aller neuen Mitglieder vorzulegen, damit wir die Ziele des Vereins neu definieren.
    Lass Dich bitte von desinformativen Argumenten nicht einfach abspeisen. Einige Vorstandsmitglieder haben sich als Meister der Desinformation in verschiedenen Anlässen bewiesen.
    Bei Bedarf kann ich Belege liefern, aber alles zu seinerzeit.

    salam

  • By Chadidja, 1. Dezember 2009 @ 01:39

    Salam liebes Forum, salam speziell meinen Schwestern im Islam!
    Mir stellt sich die Frage nach der Strategie. Sollten wir Frauen uns nicht treffen, um diese abzustimmen bzw. festzulegen, auch um die Forderungen/Vorstellungen, die gegenüber dem Verein vertreten werden sollen, genauer zu evaluieren/sondieren, evt. auch schriftlich niederzulegen [evt. (offener) Brief an den Vorstand?)? Wer übernimmt die Kommunikation/ Terminfindung/Einladung/Raumorganisation? M.E. sollten wir uns an einem neutralen Ort treffen. Unter uns sollte dann auch jemand sein, die/der sich genauer/professionell mit dem Vereinsrecht auskennt und evt. auch Mediations-Aspekte mit einbringt. Kernforderung ist, soweit ich das verstehe, mehr Mitsprache (inkl. mehr Selbstbestimmungsrecht in religiösen Angelegenheiten) der Frauen im Verein “Islam Verstehen e.V.” – wenn nicht sogar eine offizielle Frauenateilung mit Vorstandssitz.

  • By Omar, 1. Dezember 2009 @ 02:06

    @Chadidja: “Deine Gleichsetzung von Frauen mit Kindern und Kleinen Menschen spricht für sich und läßt mich schaudern.”

    Es sollte erkennbar sein, dass ich keine Gleichsetzung vornehme, sondern gerade die Differenzierung der Muslime in dieser Angelegenheit in Männer und Frauen für ziemlich albern halte, genauso wie ich die Unterscheidung in “klein” und “groß” oder “jung” und “alt” für albern halte. Die Moschee ist für alle da! Ich denke, dass diese Feststellung nicht sehr “schauderhaft” ist, oder?
    Was die Errichtung einer “Frauenmoschee” angeht, so werden wir uns wohl nicht schnell einig, aber ich möchte dich darauf aufmerksam machen, dass meine Erwiderung dich “bestärkt” hat. Ist das nicht ein Indiz dafür, dass dieser Wille ein Fremdinduzierter ist, der keinen sich aus sich heraus legitimierenden Grund hat?
    Ich danke dir auf jeden Fall für dein Übermitteln der Sichtweise des Vorstandsmitglieds. Ich denke, dass die Vermutung, du würdest seine Worte pauschal für Wahrheit halten, keinen Realitätsbezug hat.

    @Annett: Du hast natürlich Recht mit dem Hinweis auf die Relativität der “religiösen Unterweisung”. Trifft man sich also “nur so” in den Räumlichkeiten und fragt eine Schwester die andere, wie sie beten soll, dann ist das schon religiöse Unterweisung? Oder ist es bereits eine religiöse Unterweisung, wenn einem Kind gesagt wird, dass es über andere Menschen nicht schimpfen soll??

    @bouady: Was das vorbestrafte Mitglied angeht, hätte ich gerne mehr Informationen – gerne auch per Email. Darüber liegen mir nämlich keine Informationen vor.

    nochmal @Chadidja: Ich halte das für eine sehr gute Idee (auch wenn ich weiterhin der Meinung bin, dass das nicht nur “Frauensache” ist), möchte aber dazu aufrufen, die Auswahl der Frauen nicht zu beschränken und möglichst weitläufig einzuladen. Es haben ja verschiedene Gruppen den Raum genutzt und die Moschee zumindest als Veranstaltungsheimat verstanden.. Wenn schon da diskriminiert würde, würde man einer Lösung insgesamt nicht näher kommen.

  • By Chadidja, 1. Dezember 2009 @ 13:06

    @omar: Ich befürchte, dass wir die wesentliche Ebene damit verlassen. Trotzdem möchte ich berichtigen: Du hältst die Differenzierung der Muslime in dieser Angelegenheit in Männer und Frauen für ziemlich albern”? Im Kern geht es doch wohl genau darum. Und wenn das so albern ist, warum beten wir dann nicht gemeinsam in einem Raum? Warum wird um die Geschlechterrollen gestritten oder angemahnt, dass FRAUEN keine Stimme im Verein haben?! Konzentrieren wir uns also auf das Wesentliche. Und ich kann nur uns Frauen raten, nicht an sich zerren zu lassen oder die Männer zur Vertretung ihrer ureigenen Interessen vorzuschicken. Wir benötigen die Stärkung und Solidarität der Männer, nicht deren Vormundschaft oder eine durch sie ach so wohl gemeinte Entmündigung. Auf der einen Seite faktisch bestehende Unterschiede zu negieren (bzw. albern zu finden),auf der anderen Seite aber genau über diese zu verhandeln ist doch wohl ein eklatanter Widerspruch. Wer befürchtet, hier könnten zunehmend die Felle wegschwimmen, dem ist nicht am eigentlichen Anlass des Eklats gelegen, sondern daran, den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun.

  • By Asma, 3. Dezember 2009 @ 09:27

    Salam alaikum.

    ich wohne weder in Hannover noch kenne ich die Moschee, den Vorsitzenden oder Mitglieder von Gemeinde oder Verein.
    Nachdem ich den Beitrag gelesen hatte dachte ich ursprünglich ich hätte eine womöglich eine Ahnung wie das Problem gelöst werden könnte.
    Nachdem ich nun die Kommentare gelesen habe beschleicht mich der Verdacht, das der Vorstand womöglich nicht das Problem ist.
    Chadidja schrieb, sie hätte gern eine Imamin wie Amina Wadud. Nun, sieht man Amina Waduds “religiöse Herkunft” versteht man weshalb sie Allah Taalas Worte meint abändern und nicht verstehen zu müssen. Vielleicht möchten die Frauen als nächstes eine Imamin wie Necla Kelek, die Behauptet das Kopftuch sei Körperverletzung, denn schließlich findet sich in Quran und Sunna auch kein Kopftuch.

    Womöglich hat der Vorstand lediglich erkannt, das falsche Lehren verbreitet werden, die selbstverständlich auch zu familiären Problemen (Eheproblemen)führen können und will dies beenden und daher eine Unterweisung von einem Imam für die Frauen die sie auf den rechten Weg zurück führt.

    Möge Allah Taala alle Irregehenden rechtleiten. Amen

  • By Chadidja, 3. Dezember 2009 @ 19:07

    Asma@Salam!
    Danke für Deinen Beitrag und die Offenlegung Deiner Sicht.
    Natürlich müssen die Frauen darüber abstimmen, wer gehört werden soll. Aber warum sollten wir uns nicht auch mit Hermeneutiken oder Auslegungen beschäftigen, die wir nicht teilen, rein zur konstruktiven Auseinandersetzung sowie zur Reifung unseres eigenen Glaubens wie unserer eigenen Sicht. Vorausgesetzt wir gehen davon aus, dass alle Menschen selbst denken können. In der Texthermeneutik liegt der Knackpunkt. Deshalb ist der Verglich mit Necla Kelek auch ein extrem schiefer. Diese setzt sich nicht wirklich mit religiösen Inhalten auseinander, sondern mischt lediglich in der politisch aufgeblasenen, teils nur pseudo-und populärwissenschaftlichen Debatte um die Integration des Islam mit. Amina Wadud habe ich hier gesetzt, weil sie den Eklat in den USA provoziert hat. Ihre religiöse Herkunft bewerte ich nicht. Sie ist eine denkende Muslimin, die ich ignorieren oder mit der ich mich auseinandersetzen kann. Denn was ist eigentlich d i e falsche Lehre. Und wer kennt d i e richtige? Wer bestimmt das? Wer trifft diese Entscheidung, wenn nicht jeder für sich selbst. Dogmen und Doktrin helfen uns nicht weiter, sondern nur kritisches und selbstreflexives Denken. D i e wahrhaftige Lehre, sollte genau das befördern und den Menschen/Gläubigen dabei helfen, das dafür nötige Denkwerkzeug zu entwickeln. Und das ist weitaus schwieriger als einfach nur vorzubeten, was angeblich richtig oder falsch, helal oder haram ist.
    Deine Schwester im Islam
    Chadidja

  • By zwiebel, 3. Dezember 2009 @ 21:18

    as salamu aleikum liebe Asma,
    danke für deinen hinweis. die kommentare spiegeln einige meinungen wider, aber keinesfalls die sachlage in der moschee. chadidja hat nur eine idee geäußert, sie ist aber keine der betroffenen frauen, die regelmäßig die moschee besuchen. die betroffenen frauen haben sich hier nicht bzw. kaum geäußert, was sicherlich auch daran liegt, dass es für viele frauen hier schwierig sein dürfte, sich in einer ihnen nicht so geläufigen sprache zu äußern.
    eines ist aber sicher, keine von ihnen hatte gedanken an eine imamin oder an solche ideen, wie du sie über kopftuch und necla kelek geschrieben hast. ganz im gegenteil, würden sie das lesen, wären sie sehr verletzt. es gibt noch andere artikel über die moschee, du kannst sie lesen.
    einen guten willen zur versöhnung kann man bei dem vorstand leider kaum feststellen. die instrumentarien reichen eher in die unterste schublade, gerichtsverfahren, anklagen usw.
    sie entsprechen leider genau dem bild, was viele von muslimen haben. vor jahren war das mal anders gedacht, deshalb hat sich der verein ja auch “Islam verstehen” genannt.
    trotzdem danke für deinen kommentar und deine gedanken,
    wa salam

  • By Omar, 3. Dezember 2009 @ 22:13

    @Asma: ich muss zwiebel beipflichten. Die von Schwester Chadidja eingebrachte Idee/Anregung hat mit der eigentlichen Problematik nichts zu tun und ist meines Wissens erst im Verlauf dieser Diskussion hier auf der Seite aufgetaucht. Sie ist weder Basis noch Hintergrund der Aktionen durch den Moscheevorstand.

  • By Chadidja, 3. Dezember 2009 @ 23:11

    @zwiebel; @Omar
    Salam!
    Stimmt voll und ganz. Das mit der Frauenmoschee und Imamin habe ich hier nur in einem Nebensatz (in suggestiver Abbsicht)geäußert und wurde bislang von keiner der Frauen oder Männer, die mehr oder minder gewollt oder faktisch in die Angelegenheit der HUDA Moschee involviert sind, angesprochen. “Dann können die Frauen doch eine eigene Moschee gründen!” war jedoch auch in meinem Gespräch mit einem Vorstandsmitglied gefallen, ohne dass ich darauf abgehoben habe.
    Ob frau nun regelmäßig, selten oder gar nicht die Al-HUDA besucht ist hoffentlich unerheblich dafür, eine eigene Meinung zu vertreten.
    Der von Asma angesprochene und auch von Annett berührte Aspekt der “religiösen Unterweisung” oder der, der vermeintlich richtigen oder falschen Lehre ist aber für die Angelegeheit durchaus relevat: Wer hat hier die Definitionsmacht auf welcher Grundlage? Wer dominiert im Entscheidungsprozess, wer ist hier aus welchen Gründen unterlegen? Können die Frauen darüber mitbestimmen?
    In diesem übergeordneten Handlungszusammenhang scheint mir der offenkundig provokative Hinweis auf eine mögliche Frauenmoschee immer mehr von Nutzen – und sei es nur in intrumenteller Hinsicht:). Reaktionen darauf helfen bei der Sondierung des schwieriges Feldes. Aber wir müssen oder sollten über diese Nebenbaustelle tatsächlich nicht mehr weiter disputieren.

  • By gibgasachi, 4. Dezember 2009 @ 11:36

    @Chadidja: Ist ja schön und gut, dass Du eine andere meinung hast. Aber echt, darum geht es hier nicht! Die Frauen wollen doch ausdrücklich die Räumlichkeiten der Al-Huda Moschee benutzen und ein Mitspracherecht erhalten!

    Das ist nicht zielführend, dass Du damit jetzt versuchst Stimmung für Deine persönlich favorisiertes Modell der Frauenmoschee zu machen!

  • By moslem, 6. Dezember 2009 @ 21:59

    إنى أرى إبعاد كل من ينتمى إلى الإدارة القديمة والحالية وفتح باب العضوية على مصرعية وإجراء إنتخابات حرة ونزيهه .
    فهم جميعا أصحاب مصالح شخصية ولذالك يتقاتلوا
    وعلى المخلصين أن يكونوا مجموعة محايده ويسعوا جاهدين لإبعاد كل هؤلاء إما بتدخل مساجد أخرى لنصرتهم على سبيل المثال مسجد آخن أو المحكمة الألمانية كما فعلوا هم أنفسهم من قبل . والله أعلى وأعلم

    Ich finde, dass alle, die zum alten und zum neuen Vorstand gehören “beseitigt” werden sollten und dann die Mitgliedschaft geöffnet werden sollte, damit freie und faire Wahlen abgehalten werden können, denn sie sind alle von persönlichen Interessen geleitet und streiten sich deswegen. Die Aufrichtigen (die sie ablösen) müssten von einer Gruppe von Unabhängigen bestehen und sollten sich darum bemühen, alle diejenigen (mit persönlichen Interessen) zu beseitigen entweder unter Zuhilfenahme anderer Moscheen (etwa in Aachen) oder eines (offiziellen) Gerichts. Und Allah weiß es besser.

  • By Chadidja, 7. Dezember 2009 @ 01:17

    Salam! @gibgasachi (geh mal vom gas achi:): vielleicht liegt es an der flüchtigen Lektüre?! Mehrmals habe ich darauf hingewiesen, dass das ein Nebenschauplatz ist; ich die “Frauenmoschee” nur in einem Nebensatz (in suggestiver Manier) angesprochen habe. “Stimmungmache” ist also zumindest mir hier nicht vorzuwerfen. Die Feststellung, es sei “schön und gut” eine andere Meinung zu haben, ist doch hoffentlich überflüssig?!
    Festzuhalten gilt: Die [?] Frauen dürfen die Räumlichkeiten der Al-Huda Moschee nutzen (wie bisher) und tun dies auch (!). Ich selbst habe hier zuletzt am Freitag am Gruppenfrühstück teilgenommen, diskutiert und mich weiter informiert. Und ein Mitspracherecht, das aktuell nur auf informeller Ebene und in selektiver Form besteht, wird durch diesen Blog sowieso nicht erzielt. Zumal auch in diesem keine umfassende Mitsprache aufgrund technischer, sprachlicher und/oder sonstiger Einschränkungen besteht.
    Gründätzlich gilt: So lange sich die [?] Frauen nicht ausreichend darüber verständigt haben, was sie auf welcher Grundlage wie ( und inwieweit) erreichen wollen, evt. sogar nicht einmal unter und für sich geklärt haben, ob überhaupt irgend ein Handlungsbedarf besteht, bleibt abzuwarten, was sich wie entwickelt.
    Omar@ Zunehmend scheint mir in bestimmten Teilaspekten unerlässlich, den hier zur Diskussion stehenden Sachverhalt etwas genauer (nach-) zu recherchieren.
    Chadidja

  • By Omar, 7. Dezember 2009 @ 01:28

    @Chadidja: “Die [?] Frauen dürfen die Räumlichkeiten der Al-Huda Moschee nutzen (wie bisher) und tun dies auch (!).”

    Das stimmt nicht! Einzelne Aktivitäten wurden (wieder?) zugelassen. Andere finden dort nicht statt, da sie gegen die Auflagen des Vorstands verstoßen – d.h. es würde Austausch in religiösen Fragen stattfinden, ohne, dass der “Imam” anwesend und Monologist wäre. Du hast richtigerweise erkannt, dass die Frauen des monatlichen Frauenfrühstücks nicht alle der in der Al-Huda-Moschee ehemals aktiven Frauen umfassen.

    “Und ein Mitspracherecht, das aktuell nur auf informeller Ebene und in selektiver Form besteht, wird durch diesen Blog sowieso nicht erzielt.”

    Welches “selektive” Mitspracherecht gibt es denn für die Personen außerhalb des Vorstands (und das umfasst alle Frauen)? Vereinzelt sind natürlich Frauen mit Männern aus dem Verein verheiratet oder haben einen guten Anfleh-Draht zum Vorstand. Das als Mitsprache zu bezeichnen, ist stark verfälschend.

    Ansonsten: Welche Teilaspekte meinst du, die recherchiert werden müssten?

  • By Karoline, 13. Dezember 2009 @ 08:38

    assalamu aleikum!
    Meiner Meinung nach liegt ein Großteil der Problematik innerhalb der Al Huda Moschee in der mangelnden Kommunikation und Respekt zwischen einigen Männern und Frauen.
    Fakt ist, daß der Vorstand eines Moscheevereins die Verantwortung darüber trägt, was innerhalb der Moschee geschiet und deshalb auch eine gewisse Kontrolle darüber haben muß, wer, wann, wo und was dort stattfindet. Darüber zu spekulieren, warum der Vorstand dies tut ( “bangt er um das Ergebnis seines Antrags auf deutsche Staatsangehörigkeit?”)finde ich unangbracht und frech.
    Fakt ist auch, daß die Frauengebetsräume sowie die Kinderräume von einigen Frauen schmutzig hinterlassen wurden. Teilweise wurden die von Kindern mit viel Mühe gebastelten Sachen von den Wänden und der Decke gerissen… Sachen gingen kaputt (eine neue Kaffemaschine in der besagten Küche, die später dann verschlossen wurde, hielt keine 2 Monate)… Man sollte in einer Moschee mit Sachen, die einem nicht einmal gehören, genauso gut -wenn nicht sogar besser umgehen als wie mit den eigenen Sachen zuhause. Ich finde es auch keine gute Idee auf dem Gebetsteppich zu essen, da sich Flecke nicht vermeiden lassen, wie man sehen konnte, und wer betet schon gerne auf einem schmutzigen, stinkigen Teppich? Da leider die Aufforderung, im Gebetsraum nicht mehr zu essen, von einigen Schwestern ignoriert wurde, war die Maßnahme, die Küche vorerst abzuschließen, durchaus gerechtfertigt. Das Frauenfrühstück, das übrigens nach wie vor stattfindet, halten wir seitdem in den Kinderräumen (zu denen auch eine Küche gehört)ab, was sich im Nachhinein sowieso als viel schöner erwiesen hat. Das nicht mehr alle der in der Al Huda Moschee ehemals aktiven Fauen zum Frauenfrühstück kommen finden wir übrigens sehr schade. Ich weiß allerdings nicht, was das mit dem Männervorstand zu tun haben sollte?
    Zurück zum eigentlichen Problem. Annett, du hast kritisiert, das die Frauen so respektlos und verächtlich behandelt werden. Wenn der Vorstand unserer Brüder um etwas bittet oder auch etwas untersagt, ist es ein respekloses und verächtliches Benehmen ihnen gegenüber, wenn man Zettel einfach abreist und das, was darauf steht einfach ignoriert. Stattdessen sollte man ein Gespräch suchen und dann nach möglichen Lösungen suchen. Daß das mit diesem Vorstand möglich ist, weiß ich aus eigener Erfahrung, obwohl auch wir vom Frauenverein schon des öfteren verpaßt haben, daß Gespräch zu suchen, oder auch einfach bestimmte Dinge zuerst mit dem Männevorstand abzuklären. Wir sind aber dabei, dies zu ändern und sehen, es ist möglich, insha Allah.
    Innerhalb einer Moscheegemeinde sollten wir weniger (schlecht) übereinander reden, sondern miteinander. Ach ja, wo wir gerade von respeklosem und verächtlichem

  • By Karoline, 13. Dezember 2009 @ 09:38

    Sorry, habe mich hier gerade selber unterbrochen. …wo wir gerade von verächtlichem Benehmen gesprochen haben, muß ich noch erwähnen, daß es ja wohl absolut assozial und unislamisch ist, einen anderen Menschen, geschweige denn einen Glaubensbruder, geschweige denn in einer Moschee (das stelle man sich einmal vor, unglaublich!!!) auf jegliche Art (ob nun mit einem Buch oder sont wie) zun schlagen. Als ich das gehört habe, war ich wirklich etsetzt!
    Was mich noch entsetzt, ist die Vorstellung einer Demonstration vor der Moschee. Denkt bitte mal darüber nach,was ihr damit erreichen würdet und welchen Effekt das hätte, innerhalb der muslimischen Gemeinde sowie außerhalb! Es würde die muslimische Gemeinde der Huda Moschee nur noch mehr spalten und das darf nicht passieren. Wir müssen Wege gehen, die wieder zusammen führen und nicht Stimmung gegeneinander machen.
    Was die Idee mit dem polizeilichen Führungszeugnis für Neu-Mitglieder betrifft, möchte ich euch daran erinnern, daß jeder Mensch Fehler macht in seinem Leben, und das sich Allah, der Erhabene, nicht umsonst der Allerbarmer und der Barmherzige nennt, der es liebt zu vergeben. Der Prophet, Friede sei auf Ihm, sagte “jedem, der die Mängel eines anderen in dieser Welt verdeckt, werden von Allah am Tage des Geichts seine Mängel verdeckt werden.”
    Ich denke, ich beende meinen Beitrag jetzt einfach mal in diesem Sinne. Möge Allah, der Erhabene, uns alle rechtleiten und uns zu mehr Verständnis und Achtung, kurz um für mehr Einigkeit untereinander verhelfen, amin.

  • By zwiebel, 13. Dezember 2009 @ 14:28

    as salamu aleikum,

    liebe karoline, dein oben geschriebener artikel ist gut gemeint und es wäre sehr schön und wünschenswert, könnten die muslime sich einigen, indem sie miteinander reden. das haben viele von ihnen seit jahren versucht, erfolglos. aus deinem kommentar geht aber auch hervor, dass du nur (sehr) wenige hintergrundinformationen hast.
    ich möchte daher hier darauf eingehen:

    - (Darüber zu spekulieren, warum der Vorstand dies tut ( “bangt er um das Ergebnis seines Antrags auf deutsche Staatsangehörigkeit?”)finde ich unangbracht und frech.))
    klar, das ist sicherlich nicht höflich. es ist aber tatsache, dass in mindestens einem fall das verhalten des jetztigen vorsitzenden maßgeblich dazu beigetragen hat, dass jemandem die deutsche staatsangehörigkeit verwehrt blieb. welche beruflichen konsequenzen das haben kann, will ich hier nicht weiter ausführen. du gehst aber nicht auf die frage ein: warum gerade jetzt die angst vor den kontrollen?? warum das unterstellen an alle muslime, sie verhalten sich nicht verfassungskonform?

    - (Fakt ist auch, daß die Frauengebetsräume sowie die Kinderräume von einigen Frauen schmutzig hinterlassen wurden. Teilweise wurden die von Kindern mit viel Mühe gebastelten Sachen von den Wänden und der Decke gerissen… Sachen gingen kaputt (eine neue Kaffemaschine in der besagten Küche, die später dann verschlossen wurde, hielt keine 2 Monate)… )

    du hast komplett recht. das ist absolut nicht hinnehmbar. also eine kollektivstrafe für alle frauen?? warum nicht eine putzfrau engagieren, die zweimal die woche saubermacht, oder eben frauen einsetzen, die sich darum kümmern, mit den anderen zu reden, im namen des vorstandes???
    es ist auch nicht hinnehmbar, junge mädchen oder frauen, die damit nichts zu tun haben und nach der schule oder der arbeit beten wollten, einfach wegzuschicken!

    - (Das nicht mehr alle der in der Al Huda Moschee ehemals aktiven Fauen zum Frauenfrühstück kommen finden wir übrigens sehr schade. Ich weiß allerdings nicht, was das mit dem Männervorstand zu tun haben sollte?) Hast du mit den frauen, die das betrifft direkt gesprochen und sie gefragt, das persönliche gespräch gesucht???
    vielleicht hat das nichts mit dem männervorstand zu tun, sondern sie haben einfach terminprobleme oder andere gründe??

    - (Zurück zum eigentlichen Problem. Annett, du hast kritisiert, das die Frauen so respektlos und verächtlich behandelt werden. Wenn der Vorstand unserer Brüder um etwas bittet oder auch etwas untersagt, ist es ein respekloses und verächtliches Benehmen ihnen gegenüber, wenn man Zettel einfach abreist und das, was darauf steht einfach ignoriert. Stattdessen sollte man ein Gespräch suchen und dann nach möglichen Lösungen suchen. Daß das mit diesem Vorstand möglich ist, weiß ich aus eigener Erfahrung, obwohl auch wir vom Frauenverein schon des öfteren verpaßt haben, daß Gespräch zu suchen, oder auch einfach bestimmte Dinge zuerst mit dem Männevorstand abzuklären. )

    man muss den worten taten folgen lassen, sonst sind die worte umsonst! seitens des frauenvorstandes gab es viele gespräche mit dem männervorstand, aber dabei ist es geblieben. von annett weiss ich, dass sie mit der kindergruppe ein theaterstück einstudiert hatte, mit dem ziel, es anderen menschen vorzuführen, um das geld an bedürftige kinder zu spenden. es war ein theaterstück mit islamischen inhalten. es wurde ihr untersagt, mit der begründung, der große gebetsraum sei nur noch den männern vorbehalten. da war ein gespäch sinnlos. (und respekt vor der mühe der kinder gab es auch nicht)

    Unser Prophet s.a.s. hat nie befehle erteilt (hier in form von zetteln), er hat mit den menschen geredet und ist auf sie zugegangen. die menschen sind ihm freiwillig gefolgt, weil er sie so gut geführt hat. aus der huda-moschee laufen alle weg!!

    (muß ich noch erwähnen, daß es ja wohl absolut assozial und unislamisch ist, einen anderen Menschen, geschweige denn einen Glaubensbruder, geschweige denn in einer Moschee (das stelle man sich einmal vor, unglaublich!!!) auf jegliche Art (ob nun mit einem Buch oder sont wie) zun schlagen. Als ich das gehört habe, war ich wirklich etsetzt!)

    du hast recht! daher sollte ein vorstand in der lage sein, seine mitglieder und die moschee so zu führen, dass es nicht dazu kommt! und zur beurteilung einer solchen situation gehört auch
    die frage, wie es denn soweit kommen kann? WARUM FÜHLEN SICH SO VIELE MUSLIME SO VERPRELLT DURCH DIE MOSCHEE?

    es ist auch absolut unterste schublade, mitglieder aus dem vorstand herauszuklagen, zu erpressen, ihnen hausverbot zu erteilen, weil sie eine andere meinung haben, anträge anderer nicht zu bearbeiten und nur in den verein aufzunehmen, wer diejenigen wählt, die “an der macht sind”. oder mitglieder einzufliegen, die gar nicht mehr in deutschland leben, aber dann abstimmen dürfen……..

    IST EINE MOSCHEE NICHT FÜR ALLE DA ?

    - eine demonstration war ein gedanke einiger muslime, um darauf aufmerksam zu machen, dass hier vielen muslimen recht genommen wird. die gefahr der unruhe dadurch ist korrekt. aber auch ohne demo bekommt halb hannover mit, was in der huda los ist, es ist naiv, anzunehmen, dass wir allein auf der welt sind. die muslime, die moscheen, werden von allen beobachtet und wir verhalten uns schlimmer als die schlimmsten beschreibungen über uns.

    hast du einen konkreten vorschlag, welche wege es denn geben kann, die huda-moschee allen zugänglich zu machen?
    viele muslime haben versucht, gespräche zu führen, seit jahren!

    - last but not least: eine moschee braucht kompetente leute: ausgebildete imame, verantwortungsbewusste leiter, männer wie frauen mit iman und viel geduld und einem warmen herz. und sie braucht muslime aller farben und länder. dafür muss sich ein vorstand öffnen und auf alle muslime, auch auf die unbequemen, zugehen.

    das sehe ich nicht bei dem jetzigen vorstand.

    in der politik tritt man zurück, wenn nichts mehr geht. warum nicht so viel verantwortung übernehmen und den vorstand in die hände von vielleicht unbefangeneren legen?
    um die moschee zu retten, denn das vertrauen ist unwiederruflich zerstört.

  • By Omar, 13. Dezember 2009 @ 15:07

    An alle und erst einmal auf die Schnelle: Der Moscheeverein (oder zumindest dessen Vorstand) eskaliert mal wieder und reagiert wie gewohnt mit Sanktionen auf Kritik. Mir wurde aufgrund meiner Kritik an den Vorstand vom ersten Vorsitzenden M. Abuel-Foul ein Brief zugestellt, in dem mir ein Hausverbot erteilt wird. Damit darf ich – weil ich das Kontrollstreben des Vorstands kritisiere – in der Moschee erstmal nicht beten.

    Als Begründung wurde folgender Satz gewählt:

    “Nachdem ‘Gemeindemitglieder’ Ihren aktuellen Artikel vom 24.11.2009 gelesen und sich darüber empört haben [sic], empfinden sie Ihren Aufsuchen der Moschee als Provokation und Störung Ihre Gebete. Ihre weiterkommen wäre für die ‘Gemeindemitglieder’ eine Zumutung.”

    Ich wiederhole: Ich darf nicht mehr in dieser “Moschee” beten [!!!], da ich den Vorstand kritisiere. Soviel zu “Kommunikation” mit dem derzeitigen Vorstand dieses Vereins! Ich kann nicht ausschließen, dass einzelne andere, die über den Vorstand reden, schreiben oder sonstwie kritisieren, nicht auch das Beten verboten wird – zumindest in dieser Moschee.

    Nicht vergessen werden sollte, dass das von den Betenden (von mir ja und durch mich sogar auch) gesammelte Geld für eine Moschee, bzw. ein “Islamisches Zentrum” gesammelt wurde! Auch die Arbeit, die neben mir viele andere in die Errichtung und Etablierung dieser Moschee gesteckt haben, uns mit einem solchen persönlich motivierten Ausschluss geklaut wurde. Das Aussperren eines Gläubigen ohne triftigen Grund aus einer Moschee kann nicht zulässig sein, da die Moschee ja nicht einem Menschen gehört, sondern auch im Arabischen “Gotteshaus” genannt wird. Ist Kritik ein triftiger Grund? Bestimmt nicht! Der zweite Kalif Omar Ibn Alkhattab sagte mal: “Es gibt kein Kheir (Gutes) in euch, wenn ihr sie nicht aussprecht und es gibt kein Kheir in uns (Verantwortungsträgern), wenn wir sie nicht anhören.” Gemeint war Kritik. Davon ist der Vorstand weit entfernt! Dazu aber später mehr, isa.

  • By Samer, 13. Dezember 2009 @ 15:28

    @Karoline:Nur so viel !! Heute den 13.12.2009 um 10:15 Uhr hat ein Bruder einen Hausverbot erteilt bebommen, und zwar von den Vorstandsvorsitzender bloss weil er eine andere Meinung hat als die “Ja”-sager in dem Club.
    Übrigens er ist auch Mitglied im Verein.
    Der Vorstand versucht alle die etwas sagen,was nicht im Sinne des manipolierten Vorstand ist aus dem Verein zu vertereiben.
    So viel zu Meinungsfreiht in dem Club.

  • By Abusteeff, 13. Dezember 2009 @ 16:42

    Salamou 3aleikum !
    zunächst möchte ich allen mitteilen,das ich das Mitglied bin der heute Hausverbot von M.Abuel-Foul erhalten hat.

    Der Bruder Samer hat Recht mit der Aussage,das ich heute den 13.12.2009 um ca. 10:15Uhr einen Hausverbot erhalten habe.Hausverbot habe ich erhalten mit der begründung,ich Mustapha El-Helwe (Abu el Abed) habe M.Abuel-Foul nach dessen beschimpfungen und beleidigungen gegeüber den Frauen ihn persönlich beleidigt.
    Ich habe an den Tag meine Meinung über seinen verhalten gegeüber den Frauen laut geäußert.Daraufhin hatte er mir einen Hausverbot erteilt.
    Ich halte es für unmöglich von einem (angelichen)Imam die Frauen
    für “Schmutzig “zu bezeichnen.Schmutzig ist auf arabisch gleichbedeutend mit “Schlam..,-Hu…”!.
    Ich habe Ihm vorgeworfen das er das er soetwas nicht sagen sollte.Daraufhin hat er mir mit Hausverbot angedroht.

  • By Omar, 13. Dezember 2009 @ 17:19

    Na schön. Jetzt sind es schon zwei Leute, die ein Hausverbot für die Moschee haben, nur weil sie dem ersten Vorsitzenden nicht gefallen. Ich wundere mich allerdings, dass du offenbar kein schriftliches Schreiben bekommen hast. Ich fürchte aber auch, dass du als Mitglied demnächst unter scheinheiligen Argumenten ausgeschlossen wirst.

  • By zwiebel, 13. Dezember 2009 @ 20:03

    salam aleikum,
    schade, dass es offensichtlich so weitergeht.
    alle, die eine andere meinung haben, werden weggesperrt. das ist diktatur!

    was für ein imam, der so etwas zulässt.

    möge Allah s.t. uns davor bewahren, jemals so an macht und ansehen der leute zu hängen und möge Er uns nie vergessen lassen, was demut ist! amin.

  • By Abusteeff, 13. Dezember 2009 @ 21:22

    Salam
    ich werde ab heute versuchen alle Fragen die diesen Fall betreffend zu beantworten,da ich selbst Augenzeuge des geschehns war.Alles aber auch alles was der Bruder Omer hir wiedergegeben hat ist wahr.Wenn Ihr irgend welche Fragen habt,bitte an mich senden.

  • By Chadidja, 13. Dezember 2009 @ 23:22

    Wer sich dem kritischen Dialog verweigert und mit Ausgrenzung reagiert liegt sicherlich falsch, auch wenn er in der Sache oder in deren Teilaspekten evt. sogar richtig liegt. Ich bin bestürzt. Ich gehe davon aus, dass hier keine “Schläger”, sondern “andere bzw. kritische Stimmen” Hausverbot bekommen haben.
    Mögen diese Stimmen aus Sicht der “Hausmacht” auch noch so unbequem, unberechtigt, falsch oder unfair sein. Warum findet der Vorstand keine andere Lösung? So treibt er doch nur die Spaltung unter Gemeindemitgliedern voran und verhärtet den Konflikt.
    Völlige harmonische Zustände werden sicherlich niemals erreicht. Und “auf Linie bringen” lassen sich Gläubige hierzulande auch nicht so leicht (hoffentlich). Das schützt uns nämlich auch vor Dogmatismus, Fanatismus und …Fremdbestimmung(!).
    Gemeindemitglieder sollten zumindest Zugang zum Gebetsraum haben. Ein Vereinsvorstand, sollte seine Hausmacht für eine Moschee nicht derart ausspielen. Selbst wenn er noch so gute, nachvollziehbare Gründe hat/anführt. Größe und Souveränität drücken sich anders aus.

  • By bouady, 14. Dezember 2009 @ 00:19

    @ Karoline,
    selbstverständlich nimmt Gott die Reue jedes Sündigen an! und wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!
    was wir aber wünschen, dass die Nicht-Vorbestraften wie die Vorbestraften bei der Aufnahme in den Verein gleich behandelt werden sollen.
    Die Sünde der beiden verbal abgelehnten Mitglieder, die Jahrelang die Moschee dienten, wurde aus ihrer Illoyalität gegenüber Faust und Mephisto abgeleitet.

  • By waleed, 14. Dezember 2009 @ 07:44

    ومن اظلم ممن منع مساجد الله ان يذكر فيها اسمه وسعى في خرابها اولئك ما كان لهم ان يدخلوها الا خائفين لهم فى الدنيا خزي ولهم في الاخرة عذاب عظيم صدق الله العظيم

    Anmerkung: Koran, 2, 114, Übersetzung laut islam.de: Und wer ist ungerechter, als wer verhindert, daß an Allahs Gebetsstätten Sein Name genannt wird, und sich bemüht, sie zu zerstören? Jene sollen sie nur in Furcht betreten. Für sie gibt es im Diesseits Schande und im Jenseits gewaltige Strafe.


    Bitte in Zukunft bei arabischen Inhalten stets die Übersetzung mitliefern! Danke.

  • By Ahmad, 15. Dezember 2009 @ 20:19

    salamu alaikom
    Ich habe vor paar Tagen diese Seite gelesen,es tut mir leid zu sagen,dass es schade (und Schande)was da passierte..und wo?? in einer Moschee!!
    auf die schnelle habe ich einen Vorschlag .. warum richten Sie bitte Herr Omar keine Seite auf arabisch ? oder lassen Sie uns auf arabisch schreiben???weil die meisten in dieser Moschee, die betroffen sind, sind araber .. und wir können uns nicht so gut uber das Thema äussern .. und das ist nicht nur meine Meinung, sondern auch viele .. denken Sie bitte über diesen Vorschlag !!
    und möchte die Meinung von den Lesern (hören)..danke Ihnen und allen ,die die Wahrheit heraus finden möchten.wa salamu alaikum…Ahmad

  • By Omar, 15. Dezember 2009 @ 20:37

    @Ahmad: vielen Dank für deinen Vorschlag. Ich bin mir im Klaren darüber, dass die Mehrheit der Gemeinde der Al-Huda-Moschee Arabischsprachig sind. Nur würde ich ungerne diejenigen ausschließen, die der arabischen Sprache nicht mächtig sind, vor allem, da die gemeinsame Sprache die Deutsche ist.

    Mein Vorschlag: Wer sich absolut nicht auf Deutsch ausdrücken kann, soll ruhig auf Arabisch schreiben und ich versuche das zu übersetzen. Das ist aber natürlich mit Zeitaufwand verbunden und somit wird es ein wenig dauern, bis der Kommentar online erscheint.

  • By waleed, 15. Dezember 2009 @ 20:38

    انا اؤيد الاخ احمد وخاصة ان الكثيرين لا يكتبون لانهم لا يكتبون الالمانية بسهولة اعذرونا ولكن العربية بالنسبة لنا اسهل ونكتبها بحرية اكثر
    Ich stimme Bruder Ahmad zu, zumal viele (hier) nicht schreiben, da sie nicht leicht Deutsch schreiben können. Das Arabische ist für uns leichter und wir schreiben darin in größerer Freiheit.

  • By Ahmad, 15. Dezember 2009 @ 22:51

    salamu alaikom sidi Omar
    Ich will auch keinem aus dieser Discussion ausschliessen.. sondern eine grossere Menge die Möglichkeit zu geben, sich auch zu beteiligen .. ausserdem habe ich bemerkt, dass nur paar Schwester die kein arabisch können (aber nur vielleich) und sie sind sicherlich mit arabischsprachigen Brüdern verheiratet ..(eine Vermutung) … please, keiner soll verstehen, dass ich (auch) gegen die Frauen was habe!!..um Gottes-willen ..nein..nein
    aber ich will nur, dass nur noch einige die Möglichkeit hätten, sich zu äussern … und Sie wissen Herr Omar, dass die Sprache eine grosse Rolle spielt..
    Und demnächst werde ich vielleicht noch über was ich gehört habe, was schreiben aber auf arabisch, wenn Sie erlauben.?? wa shukran .. Danke .. AHMAD

  • By zwiebel, 16. Dezember 2009 @ 10:28

    salamu aleikum bruder ahmed,
    leider kann ich nicht wirklich arabisch verstehen, wenn ich es lese. aber auch ich als deutsche schwester würde gern wissen, was viele von den arabischsprachigen brüdern und schwestern denken und welche ideen sie haben, die moschee wieder mit licht zu füllen. dein anliegen verstehe ich gut, ich könnte mich in einer anderen sprache auch nicht so gut ausdrücken.

    vielleicht gibt es ja doch die möglichkeit einer übersetzung, vielleicht kann ja jemand omar (als admin) helfen ….

    “little hala” hat ja im moment (wohl für den rest ihres lebens!:))berechtigten vorrang….. :)

    wa salam

  • By Karoline, 16. Dezember 2009 @ 16:42

    assalamu aleikum liebe Brüder und Schwestern,
    hier wird viel erzählt und diskutiert, aber die Beiträge sind total einseitig. Es wird nur von der einen Seite informiert aber es gibt keine Stellungnahme von der anderen Seite, d.h. man kann hier nur lesen, was die Brüder und Schwestern denken, die sich vom Vorstand des Vereins unrecht behandelt fühlen. Eine objektive Meinung darüber zu bilden ist aber nur möglich, wenn man auch mit der hier angegriffenen Partei spricht.
    Ich habe schon so oft die Erfahrung gemacht, daß sich jemand über einen anderen beschwert hat, und von den Schilderungen her konnte ich total mit dieser Person sympatisieren. Als ich dann aber später mit der anderen Person gesprochen habe und die Sachlage aus deren Sicht betrachtet habe, hat sich mir ein völlig anderes Bild ergeben. Ich denke, ihr habt alle schon so eine Erfahrung gemacht. Deshalb möchte ich hier zur Vorsicht mahnen. Es werden hier Personen schlecht gemacht und gegen diese Brüder aufgehetzt. Ich kann nur jedem Aussenstehenden empfehlen, bildet euch keine Meinung bevor ihr nicht auch “die andere Seite” angehört habt. Es ist eben nicht immer alles schwarz oder weiß. Wir nehmen uns bestenfalls unseren lieben Propheten, Friede sei mit Ihm, zum Vorbild und VERSUCHEN so zu sein wie Er. Wir versuchen unser Bestes, aber wir können uns wohl kaum mit Ihm messen. Möge Allah, der Erhabene, uns unsere Fehler verzeihen, amin.

  • By Omar, 16. Dezember 2009 @ 17:02

    Ich möchte dir Karoline vollkommen zustimmen. Auch wenn ich versucht bin objektiv zu sein und faktenbasiert zu arbeiten, enthält der Beitrag und die Kommentare natürlich sehr viel Meinung. Ich möchte für meinen Teil den Vorwurf der Hetze – zumal gegen bestimmte Personen – zurückweisen. Ich versuche – und das tun andere hier auch – auf einen Missstand aufmerksam zu machen in der Hoffnung, dass dieser Missstand aufgehoben wird.

    Chadidja hat es ja vorgemacht und offensichtlich mit einem Vorstandsmitglied gesprochen. Ich kann es jedem nur empfehlen. Leider ist es so, dass einige Gemeindemitglieder von den Problemen, die vom Vorstand ausgehen, wenig mitbekommen, weshalb ich die aktive Bildung einer eigenen Meinung sehr befürworten würde und dazu aufrufe, beide Seiten anzuhören. Wie gesagt: beide Seiten.

    Soviel nur: Dem Vorstand steht es natürlich offen, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Ich möchte dich aber fragen: Rechtfertigt meine Kritik hier deiner Meinung nach ein Hausverbot für die Moschee? Wenn ja, dann wüsste ich gerne, was der Unterschied zwischen Privatwohnung und Moschee sein soll und wie man Kritik noch äußern kann.

  • By zwiebel, 16. Dezember 2009 @ 19:54

    salam aleikum,
    ich distanziere mich ausdrücklich von dem Vorwurf der Hetze. Viele derer, die sich hier äußern, reden über JAHRELANGE erfahrungen. Und auch über Versuche, zu schlichten, zu reden, nachzugeben.
    deine haltung karoline verstehe ich, man muss viele informationen haben, um sich eine meinung bilden zu können und sollte nicht vorschnell urteilen.
    dazu braucht es gespräche, wie omar sagte, von BEIDEN seiten.
    du beklagst hier die gespächskultur, nimmst aber keine stellung zu den angesprochenen problemen……

  • By Karoline, 17. Dezember 2009 @ 01:05

    Assalamua aleikum liebe Geschwister,
    wenn ich hier etwas überlesen habe, oder jemandem Unrecht tue, tut mir das sehr leid!
    Ich kann mich übrigens nicht erinnern, hier etwas über Versuche, zu schlichten, zu reden, nachzugeben… gelesen zu haben, möchte deshalb aber nicht bestreiten, daß diese Versuche stattgefunden haben.
    Ich nehme nur Stellung zu den angesprochenen Problemen, über die ich etwas weiß. Zum Beispiel habe ich erwähnt, daß es stimmt, daß die Gebetsräume, Küche und Kinderräume oft schmutzig hinterlassen wurden (hab ich selbst so empfunden) und deshalb die Küche zu Recht abgeschlossen wurde. Auch,daß man Bitten oder Verbote des Vorstandes nicht einfach ignorieren sollte, und wie ich darüber denke, andere Menschen zu schlagen, habe ich bereits erwähnt. Daß der eine oder andere Hausverbot erteilt bekommen hat und warum, darüber wird hier zwar berichtet, aber, wie schon gesagt, müßte ich dazu auch eine Stellungnahme seitens des Vorstandes gehört haben, um mir eine objetive Meinung bilden zu können und werde mich deshalb hüten, hier dazu Stellung zu nehmen oder Partei zu ergreifen. Vielleicht haben beide Seiten nicht immer richtig reagiert, aber glaubst du wirklich, Omar, dass ein Missstand dadurch aufgehoben wird, indem hier einseitig darüber diskutiert wir? (einseitig deshalb, weil die Gegenpartei hier nicht mitmacht, was an Sprachschwierigkeiten liegen könnte, oder an Desinteresse daran, Probleme im Internet auszudiskutieren- oh nein, jetzt fange ich auch schon an, Spekulationen aufzustellen!).

    Leider habe ich zu wenig Zeit, um hier weiterhin regelmäßig reinzuschauen und Euch meine Meinung Kund zu tun. Denkt euch also bitte nichts dabei, falls ich erstmal nicht auf weitere Kommentaren antworte.

    As salamu aleikum wa rahmatullahi wa barakatuh.
    Karoline

  • By Chadidja, 17. Dezember 2009 @ 01:19

    Salam!
    @zwiebel und @omar pflichte ich hier bzgl. Karolines Einwand zu. Es ist sehr gut, wenn Du, Karoline, Dich hier auch einbringst. Und bleib dabei, bitte! Aber den Diskussionsstil zu kritisieren greift tatsächlich zu kurz. Es sollte uns um die Sache(n) gehen.
    Bislang ist es trotz Anfrage bei den Frauen zu keiner Versammlung gekommen. Kollektives Schweigen bringt uns kein Stück weiter, genauso wenig, die Sache einfach auszusitzen oder sich (aus Scham) zurückzunehmen.
    Ich kann nachempfinden, in welche Verlegeheit man/frau geraten kann, wenn er/sie offen und direkt Position bezieht.Vielleicht ist es in Einzelfällen sogar ratsam, sich lieber erst gar nicht in bestehenden Konflikt einzuschalten. Auch kann ich nachvollziehen, wenn andere Stimmen gar keinen Handlungsbedarf sehen, weil für sie alles so gut ist wie es ist – aus welchen Gründen auch immer.
    Veränderungen und positiven Wandel können wir allerdings nur erreichen, wenn wir bereit sind, rücksichtslos aufzuklären, Konflikte aushalten und möglichst konstruktiv bzw. nutzbringend auszutragen.

  • By muslim, 9. Januar 2010 @ 01:28

    assalam Liebe brüder und Schwester,

    warum geht ihr mit diesem nicht Fall an die Öffentlichkeit: Zeitungen, Fern…?

    Das Verhalten diese Vorstandes entspricht nicht die Lehre des Islam. Ich selbst finde es gibt keine “arabische Moschee”in ´Hannover mit kompetentem Vorstand. Ich suche Leute zur Gründung eines muslimischen Zentrums für alle Muslime, Frauen, Männer, alle Ethnien…Araber, Deutsche, Türken…Ein modernes und weltoffenes Zentrum, wo in mehreren Sprachen neben Deutsch geprädigt wird, kein ghetto!

    Assalam

    A.Muslim

  • By Abusteeff, 12. Januar 2010 @ 10:02

    Salamu aleikum
    @A.Muslim
    Ich finde deinen Vorschlag sehr gut. Ich kenne viele Brüder und Schwestern die genauso denken, und genauso ein Weltoffenen Zentrum wünschen.
    Nur leider ist es meisten so, das der Grundgedanke bei der Gründung solcher Vereine immer der gleiche ist. Bestes Beispiel ist die Al-Huda Moschee. Da hat leider eine kleine Ethnische und Fanatische Gruppe durch Manipulation einiger Mitglieder geschafft, die Moschee zu einem Ghetto verkommen zulassen.
    Wenn man im Voraus so eine Entwicklung ausschließen kann, dann wären ich und viele andere Brüder und Schwestern bereit mitzumachen.

    Salam

  • By zwiebel, 12. Januar 2010 @ 11:54

    as salamu aleikum,
    ich stimme abusteeff absolut zu. auch die al-huda moschee hat mal mit diesem gedanken begonnen uund hatte auch durchaus gute zeiten. es gab feste und vorträge und diskussionen und sie war auf dem weg, ein anerkannter lebendiger platz für den dialog und für alle muslime zu werden.
    schade.

    daher halte ich mich nun zurück, wenn ich solche gedanken höre.

    selbst als einige frauen versucht haben, einen islamischen kindergarten zu gründen, hat diese gruppe versucht, die kontrolle zu gewinnen……

    es scheint eine große herausforderung für muslime zu sein, im team zu arbeiten.
    wa salam

  • By gibgasachi, 12. Januar 2010 @ 13:34

    “es scheint eine große herausforderung für muslime zu sein, im team zu arbeiten.”
    Nicht bur für Muslime. Die Geschichten aus z.B. Grundschulfördervereinen, Kindergatenvereinen, Kleingärtnervereinen usw. usf. sind kaum besser. Das ist die große Schwäche der Organisationsstruktur “e.V.”.

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  1. Muslim contra Muslim « BlogIG – Migrationsblog der InitiativGruppe — 17. Dezember 2009 @ 02:50

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