Urteil im Prozess des Mörders von El-Sherbini

Das Urteil – lebenslänglich “unter Feststellung der besonderen Schwere der Schuld” – gegen den Mörder von Marwa El-Sherbini, das gestern gefällt wurde, war nicht überraschend, sondern höchstens beruhigend. Beruhigend finde ich auch die Aussage der Richterin zum Urteil und der öffentlichen Aufmerksamkeit:

Die Vorsitzende Richterin Brigitte Wiegand betonte, die internationale öffentliche Aufmerksamkeit, die dieses Verbrechen erregt hatte, habe zwar den Ablauf des Verfahrens, nicht aber das Urteil beeinflusst: “Es wurde nicht für Moslems gesprochen, auch nicht für ägyptische Rechtsanwälte”, sagte sie. Sie spielte damit auf den Vorsitzenden der ägyptischen Anwaltskammer, Hamdi Khalifa, an, der “im Namen von mehr als einer halben Million arabischer Anwälte” die Höchststrafe gefordert hatte. Urteil im Marwa-Prozess

Ich bin mir derzeit nicht im Klaren, ob die Ermittlungen gegen den Polizisten auch abgeschlossen sind, der den Ehemann von El-Sherbini, Elwy Ali Okaz, angeschossen hatte.

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Comments

  • By Procul Harum, 12. November 2009 @ 22:14

    Ein richtiges Urteil in der Sache, das war rechtlich ein klarer Fall.
    Gut aber auch dass die Richterin klargestellt hat, dass sich die deutsche Gerichtsbarkeit nicht irgendwelchem Druck von außen beugen wird.
    Besorgte ägyptische Juristen täten gut daran, sich besser die Lage bspw. der koptischen Christen im eigenen Land anzuschauen, anstatt sich in Justizangelegenheiten anderer Staaten einzumischen.

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