WDR Zeitzeichen erinnert an den Kalifen Omar Ibn al-Khattab

Gerade im WDR5 angehört: Ein interessanter Beitrag zum Leben und Wirken Omar Ibn al-Khattabs im Programm “Zeitzeichen” des WDR.

03. November 644: Todestag des Kalifen Umar I.

Umar war einer der ersten Muslime überhaupt und – obwohl mehr als 20 Jahre jünger – einer der Schwiegerväter des Propheten Muhammad. In die zehnjährige Amtszeit Umars als zweiter Nachfolger (Kalif) des Propheten fällt die Eroberung großer Gebiete, die heute islamisches Kernland sind: Palästina, Syrien, Irak, der Südwesten von Persien, Ägypten und das libysche Küstenland bis Tripolis. Die benachbarten antiken Großreiche der Byzantiner in Norden und der Perser im Osten hatten den motivierten muslimischen Kämpfern wenig entgegen zu setzen. Umar ibn al-Khattab war als Kalif an den meisten Eroberungszügen jedoch nicht persönlich beteiligt. Er wurde von einem persischen Sklaven ermordet. Autor: Tobias Mayer © 2009

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Wikipedia spricht vom 7. November als Todestag, aber wen interessiert diese kleine Differenz..

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Comments

  • By zionist juice, 3. November 2009 @ 21:36

    “die Eroberung großer Gebiete, die heute islamisches Kernland sind”

    also besetzte gebiete.
    vielleicht sollte auch justice goldstone untersuchen, ob es zu menschenrechtsverleztungen kam.

  • By Omar, 3. November 2009 @ 22:16

    @zionist juice: ooh. Ist da jemand beleidigt, dass israelische Menschenrechts- und Kriegs-/Völkerrechtsverletzungen untersucht werden?

  • By Sonny, 4. November 2009 @ 01:30

    Ja, ich habe den Bericht vorhin auf NDR-Info gehört. Im Zeitzeichen bringen sie manchmal solche recht exotischen Themen (in diesem Fall zumindest für Nicht-Muslime), von denen man ansonsten kaum je etwas hören würde. Ich mag das Sendeformat zwar nicht so gerne (es wird mir zu viel “hin- und hergesprungen” zwischen den verschiedenen Sprechern), aber dennoch fand ich den Bericht über Umar recht informativ.

    Natürlich waren mit der Eroberung und Zwangsmissioniereung (ob nun durch Christen oder Muslime) nach heutigem Verständnis Menschenrechtsverletzungen verbunden — aber ohne diese Maßnahmen wäre weder das Christentum noch der Islam je eine Weltreligion geworden. In neuerer Zeit ist man dazu übergegangen, die Menschen statt dessen aus ihrer Heimat zu vertreiben (wie in Palästina) — aber das ist ein Thema für sich.

  • By zionst juice, 4. November 2009 @ 10:28

    naja, das war wohl eher ironisch gemeint. hat aber irgendwie bezug zur realiaet.

    aber deine antwort sagt viel mehr ueber diese untersuchung:
    “@zionist juice: ooh. Ist da jemand beleidigt, dass israelische Menschenrechts- und Kriegs-/Völkerrechtsverletzungen untersucht werden?”
    eine solche untersuchung sollte naemlich (wenn sie wenigstens den anschein haben will, objektiv zu sein) den vorwurf dieser verletzungen untersuche. wenn man schon weiss, dass es diese verletzungen gab, warum dann noch eine untersuchung?
    sind ganz elementare grundsaetze.
    aber bei den meisten gelten eben andere grundsaetze, wenn es um juden geht…..

  • By Omar, 4. November 2009 @ 10:50

    zionist juice: ach, blubber doch nicht.

    eine solche untersuchung sollte naemlich (wenn sie wenigstens den anschein haben will, objektiv zu sein) den vorwurf dieser verletzungen untersuche. wenn man schon weiss, dass es diese verletzungen gab, warum dann noch eine untersuchung?

    Es gibt Vorwürfe. Unabhängig davon gibt es die realen Verletzungen. Nach einer Untersuchung kann man von den Verletzungen sprechen, die sich bestätigt haben.

    Dass ich persönlich vielen Vorwürfen auch unabhängig vor der sehr detaillierten, aber nur stichprobenhaften Untersuchung durch Goldstones Mannschaft Glauben schenke, hat auch mit meiner Erfahrung und der Fülle an Informationen zu tun, die ich darüber gelesen habe. Goldstone geht ja zunächst als Unabhängiger vor, um die Vorwürfe auf ihre Stichhaltigkeit zu überprüfen und vor allem sie hinsichtlich der internationalen Vereinbarungen zu überprüfen. Internationales Recht ist ja nochmal was anderes als persönlich gewünschtes oder wahrgenommenes Recht.

    Wie auch immer, du verlierst dich in Semantik, um dann den Vorwurf der gesonderten Behandlung von “Juden” zusammenhangslos aufzustellen (es geht um Israel, nicht um Juden). Wenn du so willst, wurde Süd Afrika auch gesondert behandelt, das ehemalige Jugoslavien ebenfalls etc..

    Aber weißt du, was eine Sonderbehandlung Israels darstellt? Dass das US-Abgeordnetenhaus den Goldstone-Report gesondert behandelt und ohne inhaltliche Begutachtung ablehnt, because of “singling Israel out from all other nations for condemnation”.

    Dabei hat die Mannschaft von Goldstone darauf bestanden, ihr Mandat auf die Untersuchung von Vergehen von palästinensischen Gruppierungen und da vor allem von der Hamas auszuweiten. Auch dazu halten sie so einiges fest. Nur sie kommen zu desaströsen Ergebnissen, was die Kriegsführung Israels gegen den Gaza-Streifen angeht und sie halten im Prinzip auch schlicht die Realität der Besatzung und Einsperrung des Gaza-Streifens bzw. seiner Bewohner fest – und das ist für Israel ziemlich peinlich, weshalb es den Bericht bekämpft. Das ist sehr verständlich. Dadurch wird aber dieser Kampf Israels gegen das Aussprechen von Wahrheiten nicht gerade rechtmäßiger. Eher verzweifelter.

  • By zionist juice, 4. November 2009 @ 11:39

    der ausschuss des congresses, der sich um diese ablehung kuemmerte hat das relativ ausfuehrlich begruendet.

    http://washingtonindependent.com/66189/bermans-response-to-goldstone-on-house-gaza-war-crimes-resolution

    du bemerkst nicht zufaellig den immanenten widerspruch deiner aussage?

    “Es gibt Vorwürfe. Unabhängig davon gibt es die //////realen Verletzungen//////. Nach einer Untersuchung kann man von den //////Verletzungen sprechen, die sich bestätigt haben/////.”

    hier geht es letzlich nur um eine juristische bewertung.
    allerdings spricht der bericht “von gezielten toetung von zivilisten” und das ist dann doch mehr wunschdenken als eine haltbare juristische argumentation.
    warum? der toetende wurde nie befragt, nichteinmal gehoert. wie also bitte kann man so mir nichts dir nichts von vorsatz ausgehen?

  • By Caritas, 4. November 2009 @ 13:46

    Nun bist du ja selbst in bezug auf deinen Beitrag ziemlich OT.

    Bei der Expansion der Araber spielten übrigens ethnische Verbundenheit (eine Art Pan-Semitismus), gegenseitige Zermürbung der beiden Weltreiche durch endlose Kriege, sowie Dürreperioden auf der arab. Halbinsel und demographischer Druck der Beduinenstämme eine große Rolle.

    Es war ähnlich wie in Europa, das es gerade hinter sich hatte, eine Art Völkerwanderung. Der Islam selbst hat sich in seiner Gänze in den kommenden Jahrhunderten in Ägypten, Syrien und Persien entfaltet.
    Die Entstehung des islamischen Morgenlandes unterscheidet sich auf den zweiten Blick garnicht so sehr von der des christlichen Abendlandes.

  • By zionist juice, 4. November 2009 @ 21:29

    @ caritas (was ist das eigentlich fuer ein komischer name?)
    nein, voellig falsch. die verbreitung des islam und des christentums haben ueberhaupt nichts gemein. nur wenn man sehr sehr verallgemeinert.
    der islam, das islamische reich hat erobert, mit dem schwert. kein frage. aber die religioesen minderheiten (sofern monotheistisch) konnten weiterhin ihre religion praktizieren.
    das aeusserte – wenn du schon aegypten und syrien als beispiel bringst – so, dass zbsp in aegypten, der levante (israel und libanon) und syrien (von mir aus koennen wir da auch einfach von aegypten und al-shaams sprechen) in den ersten paar jahrhundeten die christen eine mehrheit bildeten und erst langsam zum islam konvertierten.

    der islam enstand nicht in einer esoterischen gemeinde von ein paar aussenseitern, sondern wurde in einem arabischen stamm gegruendet.

    diesen pansemitismus kannst du dir sparen. das ist totaler quatsch. diese staemme, die arabischen staemme bekriegeten sich vor muhammad, waehrend muhammad und nach muhammad.

    ausserdem: byzanz blieb ein weltreich fuer lange zeit. westrom ging im chaos unter. byzanz gab es noch lange als weltreich.
    fuer die duerreperiode haette ich gerne ein quelle. wueste war dort immer.

  • By zionist juice, 4. November 2009 @ 21:31

    nb: und wenn ‘umar off topic ist, dann liegt das wohl an mir, weil er auf meinen “off topic” beitrag einging!
    wobei: war der wirklich off topic?

  • By Caritas, 4. November 2009 @ 23:10

    Du nennst meinen Namen komisch, Dr. Zionistensaft ?
    Naja, jedenfalls war es nicht so dass da ein paar Sarazenen auf ihren Kamelen angeritten kamen, den Koran in der einen, den Krummsäbel in der anderen Hand und schwupp war der islamische Kulturraum da.
    Die Betrachtungsweise islamische Weltrevolution geht auf den Salafismus und v.a. den modernen Islamismus eines Sayyid Qutb zurück.

    Auch der Islam hat sich insgesamt evolutionär entwickelt und zwar mehr in Damaskus, Bagdad und Isfahan als in Mekka und Medina.

  • By Caritas, 4. November 2009 @ 23:25

    Mit “Pansemitismus” meinte ich, dass die semitischen Völker der Levante und Mesopotamiens den ungeliebten Herrschern aus Byzanz die Loyalität verweigerten.

    Was die Barbarei ggü. antikem Kulturgut anging, stand der Eroberer aus der Wüste dem Kirchenklerus übrigens in nichts nach.
    Die Bibliothek von Alexandira wurde von besagtem Omar gebrandschatzt und zerstört. Mit der arabischen Expansion war die Antike endgültig Geschichte.

  • By zionist juice, 5. November 2009 @ 20:36

    wo du das mit dem pansemitismus her hast wuerde mich wirklich mal interessieren! auch das mit den duerreperioden in der wueste!

    es gibt aber einen entscheidenden unterschied zwischen dem eroberer aus der wueste und den christen: die christen waren eine verfolgte minderheit, die ploetzlich macht bekam. irgendwie haben sie das nicht so ganz verkraftet.

    die sache mit bibliothek von alexandria ist meines wissens nach hoechst umstritten. passt mE nach auch nicht in die zeit. der islam hat sich erst in der neuzeit zu einer revisionistischen kultur entwickelt.

  • By Caritas, 6. November 2009 @ 01:24

    Die neuere Forschung sieht das Ende der antiken Welt erst mit der arabischen Invasion des Mittelmeerraums. Und es waren herandrängende ganze Beduinenstämme.
    Viele Soldaten der oströmischen Armee waren Araber, die die Seiten wechselten. Hab ich aus der Pirenne-These zur arabischen Expansion.
    Es gehören noch mehr Faktoren dazu so etwas in Gang zu setzen, als nur ein göttlicher Befehl.

    Die Christen bekamen nicht plötzlich Macht. Das zog sich über ein paar Jahrhunderte hin, bis die Politik schließlich auf den Zug mit aufsprang.
    Und mit “nicht verkraftet” hat das auch nichts zu tun, der Monotheismus an sich ist dem Wesen nach intolerant, fördert aber immens die Opferbereitschaft, weshalb er für die Macht ja so interessant ist.

    Omar ben Khattab war ein Beduinenfürst und hat die Bücher verbrennen lassen nach dem Motto, was dem Koran widerspricht, ist wertlos.
    Das ist eine Tatsache, wie die Schließung der platonischen Akademie in Athen. Die moslemischen Araber waren keineswegs edler oder klüger als die christlichen Europäer.

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