Ihre Botschaft ist nichts als A***h und T****n

Sie rufen nach dem Kruzifix, nach Brauchtum und nach guten Sitten,
Doch ihre Botschaft ist nichts als A***h und T****n.
“Sei wachsam” – Reinhard Mey

Viel mehr braucht man ja zur derzeitigen Inflation Körperausschnittskonzentrierter Wahlplakate nicht zu sagen, oder? Dennoch: es gibt mehr zu sagen.

Vera Lengsfeld Spiegel.de

Vera Lengsfeld Spiegel.de

Dass die Vera Lengsfeld etwa – die mit tiefem Ausschnitt auf sich aufmerksam machen möchte – auf inhaltlicher Ebene Hohmann verteidigte und das gegenüber der rechten “Jungen Freiheit” ist richtungsweisend. Dass sie heute typisch neo-rechtsextrem eher auf Islamfeindliches setzt1, ist ebenso aufschlussreich. Auf ihrer Seite bewertet sie die Webseite von Udo Ulfkotte wie folgt:

Bei dem Journalisten Udo Ulfkotte findet man die besten Beiträge zur Terrorismusforschung in Deutschland. Eine Website, die mit jedem Tag aktueller wird

Broder sieht sie offenbar als eine Art Vorbild für Journalisten. Dazu wäre nur ihr Zitat aus einem aktuellen Interview mit Spiegel Online zu erwähnen, wo sie darlegt, wie sie Journalismus verstanden haben möchte:

Da es erfahrungsgemäß schwierig ist, mit politischen Inhalten bei den Journalisten zu punkten, musste ich mir was ausdenken – eine überraschende Kampagne..

Ja, um das “Punkten” geht es!

Dass die Linken mit einem – immerhin angezogenen – Hintern ihre Werbung in Berlin verunstalten, ist bei der Partei vielleicht sogar verständlicher als bei der CDU, die sonst vorgibt, für Wertekonservatismus zu stehen.

Den Vogel abgeschossen haben die Grünen mit ihrer Werbung. Der schwarze Mob hat ein wenig mehr dazu. Auf dem Werbeplakat der Grünen sieht man den nackten Rücken – und besonders den Hintern – einer dunkelhäutigen Frau. Die Backen der Frau werden dabei von hellhäutigen Händen gehalten. Darüber prangt das Motto “Der einzige Grund, schwarz zu wählen.”.

Dass das Motiv des Plakats zumindest rassistisch und möglicherweise sexistisch ist, sollte jedem auffallen. Die Grünen wollen das aber nicht einsehen, geben aber auch keine zufrieden stellende Erklärung:

Entgegen einiger Behauptungen Einzelner soll durch Wahl eines dunkelhäutigen Gesäßes keinesfalls der Eindruck entstehen, mit rassistischen Motiven zu spielen, durch Wahl eines weiblichen Gesäßes keinesfalls ein sexistisches Motiv unterstellt werden. Es handelt sich um die Darstellung zweier Frauen, die sich umarmen.

und dann

Im Gegenteil könnte dieses Motiv zu Recht als „antirassistisch“ bezeichnet werden, entsprechende Äußerungen erhielten wir als Reaktion auch von Menschen mit Migrationshintergrund.

Ach, wirklich? Das ist nicht rassistisch, weil “einige Migranten” das nicht rassistisch finden?? Wie dämlich ist das denn? Vor allem von Leuten, von denen man erwarten kann, dass sie sich mit rassistischen Diskursen auseinandergesetzt haben, ist das sehr peinlich.

Unabhängig davon, erschließt sich mir der Sinn dieser Wahlwerbung nicht. Das Einzige, wozu man Schwarze braucht, ist körperlicher – und zwar eher sexueller – Natur?


Sie rufen nach dem Kruzifix, nach Brauchtum und nach guten Sitten,
Doch ihre Botschaft ist nichts als A***h und T****n.
Verdummung, Verrohung, Gewalt sind die Gebote,
Ihre Götter sind Auflage und Einschaltquote.
Sie biegen die Wahrheit und verdrehen das Recht:
So viel gute alte Werte, echt, da wird mir echt schlecht!
“Sei wachsam” – Reinhard Mey

  1. wovon es ja bei Hohmann auch nicht gerade mangelte, muss man dazu sagen[]

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  1. Kaarst - Nicht nur die Plakate sind daneben | Zeit für Grün — 20. August 2009 @ 14:37

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