Andrea Nahles – Fastenbrechen wie eine Orgie

Andrea Nahles wird im Deutschland Radio interviewt und es geht im ersten Drittel des Interviews um die Dienstwagendebatte um Ulla Schmidt herum1. Sie stößt in diesem Zusammenhang eine Neuregelung an, die von ‘elder statesmen’ ausgearbeitet werden soll. Die Moderatorin will dann zum Wahlkampf überleiten und fragt:

Sie jedenfalls sind im Kompetenzteam benannt worden für Bildung und Integration. Wie muss man sich das vorstellen? Werden Sie jetzt den Wahlkampf die nächsten paar Wochen bei den türkischstämmigen Opel-Facharbeitern z.B. in Kaiserslautern am Fließband auftauchen?

Und die Antwort Nahles:

Das wär’ nicht das Schlimmste. Aber ich bin zum Beispiel eingeladen zum Fastenbrechen nach dem Ramadan und ich bin das Fasten gewohnt. Ich mach das immer zwischen Aschermittwoch und Ostern als Katholikin. Und das ist jetzt mal was Anderes. Also Fastenbrechen nach dem Ramadan ist glaube ich noch ‘ne Riesensause – ne – so richtig (lacht) was [ich] mir orgienhaft vorstelle, aber vielleicht werde ich auch getäuscht und es ist was ganz Anderes. Also ich bin gespannt. [...]

Das ist doch mal süß. Sie sagt zwar, dass sie nach dem Ramadan eingeladen ist. Das bezweifle ich, denn das wäre zu nah am Wahlkampf2. Wenn es sich aber um ein Fastenbrechen nach einem langen Tag im Ramadan handeln sollte, wird sie ein wenig enttäuscht sein, da es dieses Jahr erst um 20:00 stattfinden müsste und die meisten Menschen das schnell hinter sich bringen wollen würden, um noch ein wenig Schlaf abzubekommen.

Hier noch das ganze Interview:

Nahles – Dienstwagennutzung muss besser geregelt werden

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  1. die ich mal nebenbei vollkommen überzogen finde[]
  2. es wäre zumindest was Neues, wenn tatsächlich noch so kurz vor dem Wahltag bei Muslimen/Türken/Migranten Wahlkampf betrieben würde[]

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Comments

  • By Kathrin, 3. August 2009 @ 12:25

    Na, bei Frau Nahles sitzen die orientalistischen Stereotype wohl ganz fest und spontan abrufbar. Der Moslem an sich kann halt nichts, ohne dabei zu übertreiben. Wird er kritisiert, wetzt er gleich die Messer; sieht er eine Frau, springt er sie gleich mal an und dank Frau Nahles wissen wir jetzt auch, dass er noch nicht mal religiös sein kann in vernünftigen Maßen. Fastenberechen läuft beim ihm nicht so zivilisiert ab, wie beim Christenmenschen.

    Das gibts irgendwie jedes Jahr vorm Ramadan: irgendein Beitrag der über die Fastengewohnheiten von Muslimen aufklärt, wobei nie unbemerkt bleibt, dass sich beim Fastenbrechen der Völlerei und Opulenz hingegeben wird (es sich dabei also gar nicht um “richtiges” Fasten handelt). Die spinnen, die Moslems.

  • By Serdar, 3. August 2009 @ 14:17

    Mal ganz ehrlich, so unrecht hat sie ja nicht. Ich hör mir immer bei Freitagspredigten an, das die Muslime nicht schlingen sollen. Und wenn ich Ramadan bei meiner Familie erlebe, dann ist das Mahl üppig.

    Irgendwo ist das auch wieder gut :-)

  • By Umm Ishaq, 3. August 2009 @ 17:59

    @Kathrin: schon Heiner Geißler stellte dereinst als Gast der Sendung “Menschen bei Maischberger” fest: “Das Ramadhan-Fasten ist eine verlogene Form der Frömmigkeit”.

  • By Kathrin, 4. August 2009 @ 09:15

    @Serdar, ja ok, ich hatte das eher in der Art wie von Umm Ishaq angeführt verstanden. Es gibt ja immer wieder mal so einen Ton.

    Aber du hast natürlich auch recht, gerade wenn Gäste geladen werden, wird besonders aufgetischt. Aber Alltag ist das nicht nach meiner Erfahrung.

  • By Serdar, 4. August 2009 @ 13:30

    @Kathrin
    Stimmt! Alltag ist das nicht. Auch wenn es religiös viel zu kritisieren gibt, das man sich im Ramadan übernimmt, erzeugt es auch eine Art von Geselligkeit, die ich sehr schätze und sonst nirgendwo erlebe.
    Nur das Fastenbrechen verschiebt sich zeitlich, das wird schwer.

  • By zwiebel, 4. August 2009 @ 22:05

    @kathrin:
    “Das gibts irgendwie jedes Jahr vorm Ramadan: irgendein Beitrag der über die Fastengewohnheiten von Muslimen aufklärt,”
    naja, dann sollten doch frau nahles und viele andere endlich wissen, wie und warum im ramadan gefastet wird.
    man kann das ganze ja auch wesentlich bescheidener angehen:
    man stelle sich vor, jemand lädt frau nahles ein und es gibt ein dattelchen, ein zartes süppchen, etwas reis und einen apfel als nachtisch.
    was käme dabei heraus?
    “so etwas wie gastfreundschaft kennen die muslime nicht, das essen war schon sehr karg…..”
    ich wünsche ihr jedenfalls gutes essen für den bauch und gute gespräche mit verstand für den kopf, vielleicht hilfts ja….

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