“BILD” ruft zum Krieg gegen den Iran auf
“BILD-Online” betitelt “Zerstört Israel noch diesen Sommer Irans Atomanlagen?”. Der Text liest sich wie ein Plädoyer für den Erstschlag – nur argumentativ auf der Ebene der Blöd-Zeitung halt.
Was plant der Irre von Teheran, Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad?
Denen, die nur die BILD-Zeitung lesen, müsste der Iran schon fast wie Nazi-Deutschland vorkommen:
Präsident Ahmadinedschad prahlt offen mit der Macht der Bombe: „Wir haben die Atomfrage zu einem guten Ende gebracht.“ Der Iran wolle nun „eine neue Weltordnung“ anführen. Und einer der ranghöchsten Militärs des Iran droht: „Es gibt nur noch zwei große Mächte. Die USA und Iran. Beide wollen die Welt anführen. Aber die USA fürchten sich, den Abzug zu drücken …“
Dann die Vorbereitungen Israels auf den offenbar bevorstehenden iranischen Angriff.. Sie umfassen etwa Probeflüge und Bombardements, Truppenübungen etc.. pp. Dann aber auch sowas:
In Israel wird zur Zeit darüber diskutiert, auf Orts- und Straßenschilder keine arabischen Ortsnamen mehr zu drucken. Eine Taktik, die schon oft gegen arabische Selbstmordattentäter genutzt wurde. Sollte der Iran im Falle eines Krieges Terroristen (aus Libanon oder dem Westjordanland) in israelische Städte schicken, finden sie ihr Ziel schwerer.
Really? Wahrscheinlich hört sich diese dämliche Erklärung für BILD-Leser sogar plausibel an. “Eine Taktik, die schon of gegen arabische Selbstmordattentäter genutzt wurde”? Komisch nur, dass die Streichung arabischer Namen weniger mit innerer Sicherheit als vielmehr mit dem Streben der neuen israelischen Regierung nach jüdisch-kultureller Hegemonie und letztlich den fortgesetzten Bemühungen um ethnische Säuberung Palästinas zu tun hat. Jonathan Cook rückt die Geschichte ins richtige Licht. Zum Einen sollen zunächst einmal weiterhin arabische Schriftzeichen neben den Hebräischen und Lateinischen zu sehen sein. Allerdings sollen sie alle die Transliterationen der hebräischen Namen tragen, statt wie bislang in vielen Fällen die gängigen Namen im Arabischen und Englischen zu tragen. Das “Säubern” Palästinas hat in der israelischen Geschichte einen besonderen Stellenwert:
Mr Benvenisti said that, after Israel’s establishment in 1948, a naming committee was given the task of erasing thousands of Arab place names, including those of hills, valleys and springs, and creating Hebrew names. The country’s first prime minister, David Ben Gurion, told the committee: “We are obliged to remove the Arabic names for reasons of state.”
Und als Beispiel für die (Um-)Benennung in Hebräische soll diese Straße mitten durch das Westjordanland herhalten:
The main highway in the Jordan Valley, which runs through Palestinian territory but is used by Israelis to drive between northern Israel and Jerusalem, is named “Gandhi’s Road” – not for the Indian spiritual leader but after the nickname of an Israeli general, Rehavam Zeevi, who called for the expulsion of Palestinians from Greater Israel.
Rassismus, der staatlich befördert wird? Nein, das geht weit darüber hinaus! Über so etwas wird die BILD-Zeitung natürlich nicht in dieser Form berichten.
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By Zionist Juice, 20. Juli 2009 @ 20:56
(1) na wenn die bildzeitung das jetzt schreibt, dann haelt israel ja nichts mehr davon ab.
(2) strassenschilder: wenigstens ist hier nicht (wie in allen deutschen medien) davon die rede, dass arbische von den schildern verschwinden soll. und immerhin ist dann das problem ja nicht mehr, dass juden da sind, sondern nur, dass sie strassenschilder so beschriften wie sie es wollen. darueber kann man dann tasaechlich reden.
(3) ich finde hier viele eintraege ueber die boesen boesen juden, die immer auf die voelleig unschuldigen harmlosen araber losgehen. vor ein paar wochen (und noch immer) war da was in der islamischen republik iran. keine silbe wert?
By Tekays, 25. Juli 2009 @ 11:38
Selam
Die Zeit vom 23. Juli, Seite 3
“Mission Possible. Und hochriskant” von Josef Joffe
oben eine Landkarte, worauf ein paar Städte hervorgehoben sind und zwei Flugrouten, wie die israelischen Bomber die iranischen Atomlager angreifen könnte.