Margret Johannsen: Druck auf Israel muss aus Europa kommen
Interview mit Dr. Margret Johannsen im Deutschland Radio Kultur:
Es gibt eine starke Israel-Lobby in Washington. Er hat ein Riesenprogramm auch sonst und es ist gar nicht so sicher, ob er sich mit dieser Lobby anlegen wird, und gerade darum ist es so wichtig, dass die Europäer ihm im Grunde genommen zur Seite stehen und dass die Europäer ihrerseits klar machen, dass sie darauf bestehen, dass jede Politik, die zum Beispiel die Zwei-Staaten-Lösung unterminiert, nicht sein kann. Dazu gehört auf europäischer Seite zum Beispiel, dass Israel nicht erwarten darf, dass die Beziehungen der Europäischen Union zu Israel vertieft werden mit vielen ökonomischen Vorteilen für Israel, wenn Israel an dieser Politik festhält, die Zwei-Staaten-Lösung zu unterminieren. Man kann nicht sozusagen ein Assoziationsabkommen haben, in dem drinsteht, dass bestimmte Grundsätze zu wahren sind, um dann die Verletzung dieser Grundsätze ständig hinzunehmen.
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Persönlich würde ich ja die Einstaatenlösung präferieren, allerdings ist die Zweistaatenlösung immer noch besser als die Transferlösung von Avigdor Lieberman (“Transfer” als Umschreibung für die Endlösung der Palästinenser in Form von Vertreibung und ethnischer Palästinas).
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