So sieht Boykott aus? Pro-Israel in Durban!

Israel war mit Kanada der erste Staat der resolut angekündigt hatte, die Rassismus-Konferenz in Durban zu boykottieren. Dass sie trotzdem ein gewichtiges Auftreten bei der Konferenz an den Tag legen, ist schon sehr erstaunlich. MuzzleWatch berichtet von der Konferenz:

Turns out Israel is here in full force at Durban II. Earlier today I told you about the range of Israeli-government-narrative-only events being held in UN buildings, while Palestinian NGOs have been banned from holding side-events. (The transparent excuse is that the side-events can not be region specific, only issue specific. The real story is the UN simply folded to pressure.)

Wer verteidigt noch Israel in Durban? “Shalom International” ist eine nette Gruppe israelischer Bürger, die für das unstrittige Recht von Juden auf die Ausweitung ihrer Siedlungen um Jerusalem herum kämpfen. Das sind genau die Leute, die eigentlich bei einer Rassismus-Konferenz geächtet werden müssten – und sie bekommen Raum, um sich zu präsentieren.

Eine vorherrschende Taktik der pro-israelischen Aktivisten in Durban ist das Ablenkungsmanöver. Mit dem Zeigefinger wird auf andere Probleme auf unserer Welt gezeigt, um die Aktivitäten des israelischen Staates zu relativieren.

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Comments

  • By gibgasachi, 22. April 2009 @ 09:51

    Der letzte Satz ist schon etwas kritisch. So wie Du das formulierst klingt das fast so, als ob auf der Veranstaltung nur über Israil geredet werden dürfte. Und ganz ehrlich, die Welt hat noch weit mehr Rassismus-Probleme als das in Nahost.

  • By gibgasachi, 22. April 2009 @ 09:51

    Der letzte Satz ist schon etwas kritisch. So wie Du das formulierst klingt das fast so, als ob auf der Veranstaltung nur über Israil geredet werden dürfte. Und ganz ehrlich, die Welt hat noch weit mehr Rassismus-Probleme als das in Nahost. Und über die muss auf so einer Veranstaltung natürlich auch diskutiert werden.

  • By Omar, 22. April 2009 @ 10:19

    @gibgasachi: Natürlich haben wir auf dieser Erde weit mehr Probleme als das “Nahost-Problem”, das möchte ich nicht in Frage stellen. Die Probleme, die von der pro-israelischen Seite angesprochen werden, sind ja vorhanden. Problematisch finde ich nur, dass es im Rahmen von Anschuldigungen an Israel diese Ablenkungsmanöver gibt.

    Teilweise habe ich von Israelis gelesen, dass doch “keiner” sich über die amerikanischen Kriege aufregt und immer nur auf dem armen Israel (->Antisemitismus) draufgehauen wird..

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