Das Westjordanland und der Gaza-Streifen – Enklave und Hoffnungslos

Zum Ende dieses anstrengenden Tages möchte ich noch zwei Reportagen im Deutschland Radio verlinken, die es wert sind:

“Wir haben keine Hoffnung mehr!” von Clemens Verenkotte:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Donnerstagmorgen, der 22. Januar – gegen sechs Uhr morgens werden die Einwohner von Gaza-Stadt von israelischer Schiffsartillerie geweckt. Schon am Vortag war immer wieder Artillerie von der Seeseite zu hören.

Vier Tage später, am Montagmorgen, den 26. Januar, zündet eine palästinensische Extremistengruppierung, die sich von der Hamas abgespalten habe und sich nunmehr zum El-Kaida-Netzwerk zähle, auf israelischem Gebiet eine Sprengfalle. Im ersten der drei Militärfahrzeuge einer Grenzpatrouille stirbt ein Unteroffizier beduinischer Herkunft, drei weitere Soldaten werden teilweise schwer verletzt. – Die Reaktionen der beteiligten Seiten ließen nicht lange auf sich warten.

Leben in der Enklave von Anne Françoise Weber:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Die Bewohner von Beit Our al-Fawqa haben Glück, dass es diese Klinik gibt und sie wenigstens für die medizinische Grundversorgung nicht mehr den Weg voller Umwege nach Ramallah antreten müssen. Unterstützt werden solche Kliniken auch mit EU-Geldern, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Hilfsorganisation medico international. Der medico-Vertreter in Israel, Tsafrir Cohen, sieht das Projekt selbst durchaus kritisch:

“Es gibt hier eigentlich zu viele Kliniken tatsächlich, weil die Bewegungsfreiheit so eingeschränkt ist, dass überall eine Klinik gebaut wird. Die Menschen können nicht zu Gesundheit gehen, also kommt die Gesundheit zu ihnen. Wir bauen eine Klinik, damit die Leute das Dorf nicht verlassen müssen und im Dorf den Arzt aufsuchen können. Wir haben die Besatzung eigentlich jetzt mit etabliert, indem wir den Menschen ermöglichen, einfach zuhause zu bleiben. Es gibt keinen Streit mehr mit den Israelis, die Menschen haben sich arrangiert mit einem Enklavensystem, in dem sie ihr Dorf nie verlassen.”

Verwandte Beiträge

Comments

Noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

Einen Kommentar schreiben