Zeichen der Hoffnung
Nachdem das israelische Militär sich langsam wieder aus dem Gazastreifen zurückzieht, dabei aber nicht gerade verstanden zu haben scheint, was “Waffenstillstand” wirklich bedeutet, kehren die Menschen an die Plätze zurück, wo ihre Heime gestanden haben. Sehr viele Häuser (ich las die Zahl 5000) stehen nicht mehr oder sind zumindest nicht mehr bewohnbar.
Ich bin sehr erstaunt über die Standfestigkeit, mit der Palästinenser und Menschen im Gaza-Streifen am Weiterleben festhalten und damit der israelischen Militäraggression trotzen. Hier ist ein Bericht vom Tag direkt nach der Feuerpause. Zum Hintergrund: Die Frau, die das geschrieben hat, ist mit einer der freegaza-Boote in den Gaza-Streifen gekommen und hat sich seitdem dort als Hilfskraft und Reporterin beschäftigt. Während des Gaza-Kriegs hat sie im Al-Quds-Krankenhaus ausgeholfen. Am letzten Donnerstag abend brach ein Feuer in diesem Krankenhaus aus, sodass es evakuiert werden musste. Hier der zusammengesetzte aus ihren Erlebnissen beim ersten Betreten des Krankenhauses und dann zwei Tage später wieder.
Lasst mich mit der guten Nachricht beginnen. Ich fand es erstaunlich destabilisierend, das Krankenhaus evakuieren zu müssen. Seit Beginn der Angriffe habe ich mehr Nächte hier verbracht als woanders und es fühlte sich mehr und mehr wie ‘zuhause’ an jedes Mal, wenn ich zurückkam, besonders mit dem Willkommen, das ich stets bekam. Es gibt einen Gefühl von Ordnung, Sicherheit, Fürsorge und Mitgefühl in einem Krankenhaus. Als eine Handvoll von uns um etwa 3 Uhr nach der Evakuierung zurück kam, um das Krankenhaus zu besichtigen, während die Reste des Feuers den Feuerwehrmännern trotzte, fühlte es sich trostlos an. Betten waren im Weg verstreut, drin waren die Dinge durch die übereilte Evakuierung umgestürzt und zerbrochen, der Boden war mit Schlamm überdeckt. In den meisten Räumen waren Wasserfälle. Zwei von drei der Gebäude waren geschwärzt und schwelend.
Ich wanderte herum in dem Operationssaal, die Dinge aufräument, damit es nicht so traurig aussah. Wenn ich mich verdrängt vorkam, was war mit all dem medizinischen Personal hier, deren Heime in den letzten Wochen zerstört wurden, für die dieser Ort hier ihr einziger warmer, komfortabler, sicherer Platz war?
Aber gestern traf sich die “Rote Halbsichel”1 und entschied, dass es wieder von “Al-Quds” arbeiten möchte und besser noch, das Krankenhaus wird am Montag wieder offen sein. Ich vergass den Umstand zu berücksichtigen, dass sie keine Chance hatten. Heute traf ich in eine vollkommen wiederbelebte Atmosphäre im Erdgeschoss – Lichter funktionieren wieder, die meisten Dinge sind wieder an ihrem Platz, der Schlamm weg gewaschen und Notfallmannschaftsjungs gleiten auf Stoffen durch ihre Räume, um den Boden zu trocknen. Ich habe noch nicht die Teile des Krankenhauses besucht, die vorgestern noch gebrannt haben. Im Augenblick denke ich, werde ich das was ich sehe genießen. Einige der Ärzte machen uns ein Kartoffel-Chips (oder Pommes?) zu Essen. Übrigens, das Dreigespann2 sind nun am “Nasser” Kinderkrankenhaus.
Auch der Rest des Blogartikels und ihr Blog insgesamt ist lesenswert. Mich erfüllte nur die hoffnungsvolle Art, die Arbeit wieder aufzunehmen mit Mut und Zuversicht.
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Comments
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By talestotell, 21. Januar 2009 @ 22:44
danke sehr that you translated my posts into German, that is so kind!