Bezahlte Polizeiarbeit
Wie heise.de berichtet [1], wird demnächst in Los Angeles die MPAA (Motion Picture Association of America) die Polizei bezahlen, damit diese ihre Arbeit tut! Das klingt doch ganz nett. Wohlgemerkt: sie soll eine bestimmte Arbeit machen.Mir wurden bereits mehrere Fahrräder geklaut. Ich bin damit zur Polizei gegangen und habe Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Natürlich hat die Polizei weder Zeit noch das nötige Budget, jeder eintreffenden Geklaut-Meldung nachzugehen. Und so verhielt es sich denn auch mit meinen Fahrrädern: Keine Rückmeldung - nichts. Damit muss man sich abfinden, dass die Polizei besseres zu tun hat! Jetzt entdecke ich, dass es eigentlich nur darum geht, wieviel ich selber in die Verfolgung der Fahrräder hineinzustecken bereit gewesen wäre.
Für 186.000 US-Dollar hat sich also die MPAA eine Priorität für ihr Anliegen erkauft. Wohlgemerkt: eigentlich geht es auch nur um geklaute Dinge (die zudem trotzdem beim Besitzer bleiben)!
Der Skandal ist in meinen Augen, dass die Polizei das ohne weiteres mitmacht. Es muss ihnen doch bekannt sein, dass sich ihre Arbeit durch diesen Zuschuss lenken lässt - ganz nach dem Motto “ein Hund beisst sein Herrchen nicht”!
Omar
[1] US-Filmindustrie finanziert Jagd auf Raubkopierer
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