Artikel zum Gaza-Krieg 14.01.2009

  • Feleknas Uca ist Abgeordnete im europäischen Parlament für die Linken aus Celle, Niedersachsen. Gemeinsam mit anderen europäischen Parlamentariern besuchte den Gaza-Streifen für zwei Stunden. Die Kinder lachen über die Raketen

    Wir sind direkt in die Stadt Rafah im Gazastreifen gefahren. John Ding, der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks Unwra, hat unseren Konvoi begleitet. Wir waren gerade dabei, ein total zerstörtes Wohnviertel anzusehen, da schlug in etwa 1000 Meter Entfernung eine Rakete ein. Das war noch während der Feuerpause. Über unseren Köpfen machten die ganze Zeit israelische Kampfjets Kontrollflüge. Wir haben dann die Jungenschule von Rafah besucht, wo die Vereinten Nationen 1250 Zivilisten untergebracht haben und betreuen, darunter 400 Kinder.

  • Auch die italienische Abgeordnete war dabei und schrieb den Artikel Two hours in hell
  • Wie weit die Anzeige beim internationalen Strafgerichtshof in Den Haag kommen kommt, weiß ich nicht, allerdings ist es ermutigend, dass es Menschen gibt, die sich darum kümmern. Menschenjagd im Käfig. Auch die UN-Generalversammlung befasst sich mit der Frage, ob es die Meinung des internationalen Gerichtshofes einholen sollte. Jens Berger vom Spiegelfechter argumentiert, dass die meisten Vorhaben am Veto der USA scheitern werden.
  • Ähnlich wie beim Apartheidsregime Südafrikas könnte ein konsequenter Boykott Israels das Ende der Besatzung erreichen.
  • Knut Mellenthien argumentiert, dass die Angriffe Israels auf den Gaza-Streifen kontraproduktiv seien, wenn das Endziel eine Einigung sei. Israel braucht Hamas, “um die Fiktion einer Existenzbedrohung zu nähren”.
  • Schließlich hält laut einer Umfrage im Auftrag von “Stern” die Hälfte der Deutschen Israel für aggressiv. Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland Charlotte Knoblauch glaubt dahinter eine “einseitige Wahrnehmung” und Ausdruck einer “gefährlichen Entwicklung”. Angesichts des medialen Aufwandes, den Israel und der Zentralrat der Juden unternehmen, um das Massaker an den Palästinensern zu rechtfertigen, muss es frustrierend sein, so wenig Erfolg vorweisen zu können. Anders sieht allerdings die Erfolgsquote unter Politikern aus. Was Angela Merkel und Charlotte Knobloch verstehen müssten ist, dass sich die wirklich gefährliche Entwicklung an den Zahlen der Toten im Gaza-Streifen sehen lässt – weniger, als wie das Töten dieser Menschen von Deutschen bewertet wird!

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Comments

  • By nils gutman, 16. Januar 2009 @ 11:08

    ich wohne in **** ************* **
    sc**iß gaza
    juden an die macht

    wieso gibst du deine Adresse an? Anm. Omar

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