Steinmeier: Verschrottungsprämie für Autos!
Frank-Walter Steinmeier hatte gestern noch Kirchen- und Wirtschaftsvertreter zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen, um zwischen ihnen zu vermitteln, nachdem einige der Kirchenvertreter Banker in ihren Weihnachtsansprachen kritisiert hatten. Vielleicht winken ja den Kirchenvertretern einige großzügige Schecks, wenn sie solche Ansprachen in Zukunft sein lassen.
Heute allerdings hat Steinmeier eine neue brillante Idee: Um die Wirtschaft anzukurbeln, soll es eine Prämie für jedes verschrottetes Auto geben.
Eine “Abwrack- oder besser Umweltprämie gehört für mich ebenso dazu wie eine veränderte Kfz-Steuer, gestaffelt nach CO2-Ausstoß”, sagte Steinmeier.
Das ist zwar eine gänzlich neue Sicht auf Umweltschutz, den man offenbar durch mehr Müll erreichen kann, aber was soll’s!? Mutige Interpreten neuer politischer Methodik braucht das Land und dafür ist Steinmeier scheinbar richtig gut geeignet.
Ich habe noch eine Idee, um die Autowirtschaft anzukurbeln: Wir schicken Polizisten durch die Straßen und lassen sie auf herumstehende Autos schießen, damit ihre Eigentümer motiviert werden, neue Autos zu kaufen oder zumindest ihre Autos reparieren zu lassen – dann würden wir auch die Werkstattwirtschaft nebenbei auch auf die Beine helfen. Ich habe noch eine Idee: Können wir verschrottungsreifen Politikern nicht eine Prämie anbieten, damit sie uns erspart bleiben?
In einem Anflug von “verkehrte Welt” plädiert Bundespräsident Horst Köhler für Arbeitnehmerentlastungen.
“Insgesamt müssen wir unser Binnenwachstum stärken. Das hat auch mit dem privaten Konsum zu tun”, sagte Köhler der “Bild am Sonntag”. Vor allem müssten dabei “all jene motiviert werden, die sich an die Gesetze halten und ihre Steuern zahlen”.
Laut Köhlers Einschätzung wird die Krise “uns bestimmt noch in das Jahr 2010 hinein beschäftigen”. In einer zweiten Amtszeit werde er sich dafür einsetzen, “dass die Krise systematisch aufgearbeitet” werde. Es brauche einen klaren Ordnungsrahmen, der Freiheit mit Verantwortung verbinde und durchgesetzt werde. Kritik übte der Bundespräsident erneut an den Bankern, die “mehr Schaden für die Soziale Marktwirtschaft angerichtet haben, als uns lieb sein kann”.
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By Fellow Passenger, 30. Dezember 2008 @ 23:02
Auf Autos zu schießen ist gar nicht nötig. Die Feinstaubplakette erledigt das viel eleganter. Jeder, der mit seinem Auto irgendwann in die Stadt fahren möchte, manch einer lebt ja dort, muß sich eben neues kaufen.
Genützt hat es der Autobranche offenbar aber nicht viel. Vielleicht kann sich am Ende doch nicht jeder Betroffene ein neues Auto leisten.
Weil bei der Herstellung eines Autos wohl weit mehr CO2 in die Luft geblasen wird, als es im Betrieb je einsparen könnte, ist der augenblickliche Zustand aus Umweltsicht geradezu ideal. Kein Geld, kein Auto, kein CO2.