Der Umgang mit Muntadhar al-Zaidi
Nach Aussagen des Bruders des irakischen Journalisten Muntadhar al-Zaidi hat dieser bereits eine gebrochene Hand, eine gebrochene Rippe und leidet unter internem Bluten und einer Verletzung des Auges, nachdem er bei der Pressekonferenz offenbar von Sicherheitsbeamten und Kollegen1 geschlagen, getreten und an den Haaren gezerrt wurde. Ein Video im Guardian verdeutlicht vor allem die Behandlung des Journalisten nach seinem handgreiflichen Einsatz. Dazu gehört z.B., dass irakische Sicherheitsmänner die Abschaltung jeglicher Kameras gefordert hatten. Das Video aus den hinteren Reihen des Raumes zeigt, wie ein Mann Muntadhar al-Zaidi tritt, während andere Männer ihn an den Haaren aus dem Raum zerren. Ein Englisch sprechender Mann2 drückt seine Verwunderung lautmalerisch über die Behandlung aus.
Auf quasi-rechtlicher Seite wurde der Journalist einem Gericht vorgeführt, wo ihm sieben Jahre Haft drohen. Allerdings sprechen einige Stellen davon, dass das irakische Gesetz nur zwei Jahre Haft für “die Beleidigung eines fremden Staatschefs” und Juan Cole fragt sich, ob dieses Gesetz nicht ein Erbe der Herrschaftsjahre Saddam Husseins ist..
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