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	<title>Kommentare zu: Beiträge zum Thema &#8220;Professur Kalisch&#8221;</title>
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	<description>Das krümelige Weblog - live aus der Parallelgesellschaft ..</description>
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		<title>Von: Hans-Peter Mueller</title>
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		<dc:creator>Hans-Peter Mueller</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Nov 2008 20:54:20 +0000</pubDate>
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		<description>Noch was zum Thema: 
http://aliqapoo.wordpress.com/2008/11/02/a-%e2%80%98road-to-damascus%e2%80%99-experience-of-the-special-kind/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Noch was zum Thema:<br />
<a href="http://aliqapoo.wordpress.com/2008/11/02/a-%e2%80%98road-to-damascus%e2%80%99-experience-of-the-special-kind/" rel="nofollow">http://aliqapoo.wordpress.com/2008/11/02/a-%e2%80%98road-to-damascus%e2%80%99-experience-of-the-special-kind/</a></p>
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		<title>Von: microgod</title>
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		<dc:creator>microgod</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Nov 2008 06:53:57 +0000</pubDate>
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		<description>es gibt nichts, was die existenz von göttern beweist, es sei denn unsere vernunft, durch die es möglich ist, mit ihnen in gesellschaft zu leben

von cicero und den stoikern kann man sich auch heute noch was abgucken...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>es gibt nichts, was die existenz von göttern beweist, es sei denn unsere vernunft, durch die es möglich ist, mit ihnen in gesellschaft zu leben</p>
<p>von cicero und den stoikern kann man sich auch heute noch was abgucken&#8230;</p>
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		<title>Von: Omar</title>
		<link>http://www.toomuchcookies.net/archives/1676/beitrage-zum-thema-professur-kalisch.htm/comment-page-1#comment-33520</link>
		<dc:creator>Omar</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2008 23:15:47 +0000</pubDate>
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		<description>@Serdar: hab gerade den Hauptteil des Textes von Herrn Kalisch gelesen und komme immer mehr zum Ergebnis, dass er Vernunft bei sich voraussetzt, aber nicht wirklich besitzt. Meine Bemerkungen auf die Schnelle:

1. Er geht nur auf schiitische / zaiditische Argumentationen ein. Aus der Sicht der Mehrheit der Muslime ist die Quellenlage schiitischer Imamat-Vorstellung nicht nur &quot;problematisch&quot;, wie er das mit vielen Worten sagt, sondern in vielen Punkten erfunden. Dass also die Rückführung vieler Familien auf eine Prophetenlinie angeht, so ist das ein Punkt, mit dem sunnitische Gelehrte selten argumentieren. Ich sehe in seiner Forschung sehr viel seiner eigenen und sehr persönlichen Sinn-Suche. Er hat - das kann man auch nach dieser Lektüre sagen - nicht die geforderte Distanz zu seinem Forschungsobjekt. Außerdem glaube ich, dass er nicht in der Lage ist, über &quot;den Islam&quot; zu forschen, da seine eigenen Lehren (also die quasi-Schiitische Lehre, der er ausgesetzt war) im Wege stehen. Ich hätte ansonsten angenommen, dass er sunnitische Lehrmeinungen heranzieht, wenn er die islamischen Quellen als unbeweisbar hinstellen möchte..

2. In vielen Fällen ist seine Argumentation nicht schlüssig. Ein schnelles Beispiel: Er spricht zum Ende über die Existenz eines Gottesbeweises.
&lt;blockquote&gt;Jeglicher Gottesbeweis als Beweis, der intersubjektiv verifiziert werden kann, ist gescheitert. Dies sieht man schon daran, dass nicht alle Menschen an Gott glauben, denn wäre die Existenz Gottes mittels eines Beweises intersubjektiv verifizierbar, so könnte sie kein vernünftiger Mensch abstreiten.&lt;/blockquote&gt;
Er bleibt den Beweis schuldig, dass alle Menschen vernünftig sind (und dementsprechend einen Beweis begreifen können, dass alle Menschen diesen Beweis auch vernommen haben und (vor allem), dass Menschen nicht trotz eines Beweises nicht an andere Dinge glauben können. Ein Beispiel hierzu scheint mir die Rundheit der Erdkugel zu sein: Der Beweis ist (mehrfach) erbracht, die Menschen werden sogar informiert und trotzdem wollen das einige nicht glauben! Heißt das nun, dass die Erde flach ist? Er kommt dann zum Schluß:
&lt;blockquote&gt;Gott kann nur aufgrund spiritueller Erfahrung für das Individuum subjektiv bewiesen werden&lt;/blockquote&gt;
Diese Äußerung bekräftigt mich im Denken, dass Herr Kalisch Rationalität gegen Hokuspokus-Religiosität ausgetauscht hat. Wem die &quot;spirituelle Erfahrung&quot; als (zwar nicht objektive, dennoch aber) haltbare Gotteserkennung gilt, der hat meines Erachtens wissenschaftlich abgedankt.

3. Am schönsten finde ich weiterhin seine Gegenüberstellung von Leuten, die seiner Meinung sind auf der einen Seite und &quot;Fundamentalisten&quot; auf der anderen Seite! Darin spiegelt sich seine missionarische Ader wider, die auf einen tatsächlichen Indoktrinationsversuch seiner Studenten (aber nicht nur dieser) hinweist:
&lt;blockquote&gt;Erkennt man den Charakter der Religion als Mythos, dann erkennt man als ihren Kern eine philosophia perennis. Erkennt man diesen Charakter nicht, dann besteht die Gefahr des Fundamentalismus mit all seinen Absurditäten und gefährlichen politischen Implikationen.&lt;/blockquote&gt;

4. Er greift teils islamophobe, teils allgemein antireligiöse Scheinargumente auf, um seine Punkte zu unterstreichen. Das geschieht auf eine Art, die ziemlich unreflektiert ist. Das zeigt beispielsweise der Folgesatz des vorherigen Zitats:
&lt;blockquote&gt;Wenn man als Theologe ehrlich zu sich selbst ist, dann muss man eingestehen, dass der Gedanke, dass Gott Bücher verfasst und der Gedanke, es gebe eine allein wahre oder gültige Religion, der Menschheit enormes Leid, Elend und Verdummung gebracht haben und immer noch bringen.&lt;/blockquote&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Serdar: hab gerade den Hauptteil des Textes von Herrn Kalisch gelesen und komme immer mehr zum Ergebnis, dass er Vernunft bei sich voraussetzt, aber nicht wirklich besitzt. Meine Bemerkungen auf die Schnelle:</p>
<p>1. Er geht nur auf schiitische / zaiditische Argumentationen ein. Aus der Sicht der Mehrheit der Muslime ist die Quellenlage schiitischer Imamat-Vorstellung nicht nur &#8220;problematisch&#8221;, wie er das mit vielen Worten sagt, sondern in vielen Punkten erfunden. Dass also die Rückführung vieler Familien auf eine Prophetenlinie angeht, so ist das ein Punkt, mit dem sunnitische Gelehrte selten argumentieren. Ich sehe in seiner Forschung sehr viel seiner eigenen und sehr persönlichen Sinn-Suche. Er hat &#8211; das kann man auch nach dieser Lektüre sagen &#8211; nicht die geforderte Distanz zu seinem Forschungsobjekt. Außerdem glaube ich, dass er nicht in der Lage ist, über &#8220;den Islam&#8221; zu forschen, da seine eigenen Lehren (also die quasi-Schiitische Lehre, der er ausgesetzt war) im Wege stehen. Ich hätte ansonsten angenommen, dass er sunnitische Lehrmeinungen heranzieht, wenn er die islamischen Quellen als unbeweisbar hinstellen möchte..</p>
<p>2. In vielen Fällen ist seine Argumentation nicht schlüssig. Ein schnelles Beispiel: Er spricht zum Ende über die Existenz eines Gottesbeweises.</p>
<blockquote><p>Jeglicher Gottesbeweis als Beweis, der intersubjektiv verifiziert werden kann, ist gescheitert. Dies sieht man schon daran, dass nicht alle Menschen an Gott glauben, denn wäre die Existenz Gottes mittels eines Beweises intersubjektiv verifizierbar, so könnte sie kein vernünftiger Mensch abstreiten.</p></blockquote>
<p>Er bleibt den Beweis schuldig, dass alle Menschen vernünftig sind (und dementsprechend einen Beweis begreifen können, dass alle Menschen diesen Beweis auch vernommen haben und (vor allem), dass Menschen nicht trotz eines Beweises nicht an andere Dinge glauben können. Ein Beispiel hierzu scheint mir die Rundheit der Erdkugel zu sein: Der Beweis ist (mehrfach) erbracht, die Menschen werden sogar informiert und trotzdem wollen das einige nicht glauben! Heißt das nun, dass die Erde flach ist? Er kommt dann zum Schluß:</p>
<blockquote><p>Gott kann nur aufgrund spiritueller Erfahrung für das Individuum subjektiv bewiesen werden</p></blockquote>
<p>Diese Äußerung bekräftigt mich im Denken, dass Herr Kalisch Rationalität gegen Hokuspokus-Religiosität ausgetauscht hat. Wem die &#8220;spirituelle Erfahrung&#8221; als (zwar nicht objektive, dennoch aber) haltbare Gotteserkennung gilt, der hat meines Erachtens wissenschaftlich abgedankt.</p>
<p>3. Am schönsten finde ich weiterhin seine Gegenüberstellung von Leuten, die seiner Meinung sind auf der einen Seite und &#8220;Fundamentalisten&#8221; auf der anderen Seite! Darin spiegelt sich seine missionarische Ader wider, die auf einen tatsächlichen Indoktrinationsversuch seiner Studenten (aber nicht nur dieser) hinweist:</p>
<blockquote><p>Erkennt man den Charakter der Religion als Mythos, dann erkennt man als ihren Kern eine philosophia perennis. Erkennt man diesen Charakter nicht, dann besteht die Gefahr des Fundamentalismus mit all seinen Absurditäten und gefährlichen politischen Implikationen.</p></blockquote>
<p>4. Er greift teils islamophobe, teils allgemein antireligiöse Scheinargumente auf, um seine Punkte zu unterstreichen. Das geschieht auf eine Art, die ziemlich unreflektiert ist. Das zeigt beispielsweise der Folgesatz des vorherigen Zitats:</p>
<blockquote><p>Wenn man als Theologe ehrlich zu sich selbst ist, dann muss man eingestehen, dass der Gedanke, dass Gott Bücher verfasst und der Gedanke, es gebe eine allein wahre oder gültige Religion, der Menschheit enormes Leid, Elend und Verdummung gebracht haben und immer noch bringen.</p></blockquote>
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		<title>Von: Serdar</title>
		<link>http://www.toomuchcookies.net/archives/1676/beitrage-zum-thema-professur-kalisch.htm/comment-page-1#comment-33517</link>
		<dc:creator>Serdar</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2008 20:56:45 +0000</pubDate>
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		<description>Muhammad Kalisch hat einen &lt;a href=&quot;http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/religioesestudien/islam/_v/kalisch_islamische_theologie_ohne_historischen_muhammad.pdf&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Text&lt;/a&gt; verfasst um seine Thesen zu begründen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Muhammad Kalisch hat einen <a href="http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/religioesestudien/islam/_v/kalisch_islamische_theologie_ohne_historischen_muhammad.pdf" rel="nofollow">Text</a> verfasst um seine Thesen zu begründen.</p>
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