Dialogdefizite und der Moslem als solcher

Peinlich: Abt Notker Wolf, ranghöchster Repräsentant des Benediktinerorden präsentiert seine ganze Bandbreite an Dialogerfahrung, denn

Erst wenn die Menschen unterschiedlichen Glaubens an der Basis anfangen, miteinander zu leben, wird sich etwas bewegen. Es nützt überhaupt nichts, wenn Theologen diesen Dialog führen, der doch aber an den Menschen völlig vorbeigeht.

Es nützt nichts, deshalb muss Herr Wolf das auch nicht machen! Sich dazu aber äußern, wie “der Moslem” ist, mit dem er den Dialog nicht selbst zu pflegen braucht, das möchte er sich dann doch nicht nehmen lassen:

Wenn ich an den Durchschnittsmoslem denke, für den ist Politik und Religion dasselbe. Und das zu trennen, wie wir es tun, ist für ihn Blasphemie. Der Islam ist getrieben von dem Willen, sich durchzusetzen.

Fragt sich, über welche Basis er diesen “Durchschnitt” gebildet hat.. Und wieweit Christen zwischen Religion und Politik trennen, beweisen ja die katholische Kirche und diverse katholische Medien vorzüglich am Beispiel der Abtreibung. In Deutschland mischen sich christliche Geistliche sowieso nicht in laufende politische Debatten ein. Der Moslem aber…

Dann folgendes:

Wenn ich sage: Du darfst bei uns eine Moschee bauen, wenn ich bei dir eine Kirche bauen darf, dann sagt ein Moslem: Nein, ich muss bei dir die Moschee bauen, aber du darfst bei uns keine Kirche bauen. Denn das ist Gottes Gebot. Der Moslem kennt keinen abstrakten Religionsbegriff.

Klar.. diese Aussage muss sich ja auch genauso wenig an der Realität messen lassen wie die Frage des Moderators, der unbeirrt behauptet:

In den meisten islamisch geprägten Ländern ist der Bau von Kirchen verboten.

Nennen Sie zehn Beispiele bitte! Ich kann mehr als zehn Beispiele nennen, wo es nicht verboten ist und wo Kirchen tatsächlich stehen.

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