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	<title>Kommentare zu: Zum offenen Streit zwischen dem Koordinationsrat der Muslime und Professor Kalisch</title>
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	<description>Das krümelige Weblog - live aus der Parallelgesellschaft ..</description>
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		<title>Von: Wolfgang A. Schmidt</title>
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		<dc:creator>Wolfgang A. Schmidt</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 08:34:42 +0000</pubDate>
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		<description>Herrn Kalisch und andere aus der deutschen Muslimszene verfolge bzw. beobachte ich schon seit Jahren. Und ich muss gestehen, dass Herr Kalisch die gefährlichste Mission zu bewältigen hat. Die bisherigen, wie z.B. sollten die muslimische Szene nur beobachten, doch Kalisch soll direkt eingreifen und den Kern ändern. In dieser Hinsicht ist er kein normaler Muslim, wie die meisten Konvertiten zum Islam, sondern wurde eigens dafür ausgebildet. Die letzten 150 Jahre der islamischen Geschichte ist voll von solchen Menschen seiner Art. Top ausgebildete englische und deutsche Agenten verkleidet als Scheichs haben viele Aufstände überall in der islamischen Welt im Namen des Islam organisiert. Deswegen sind sowohl geborene, als auch konvertierte Muslime sehr skeptisch, was die Person Kalisch angeht. Liest man seinen Artikel (den einzigen seiner Art) &quot;Perspektiven islamischen Denkens in Europa&quot;, in: Zukunft der Religionen in Europa, LIT Verlag, 2007, wird unschwer zu erkennen sein, was sein Auftrag ist. Kurzgefasst ist er zusammen mit einigen anderen damit beauftragt den Islam so zu gestalten, dass er von den Auftraggebern von Kalisch noch mehr deformiert werden kann. Er tritt als Reformer auf, doch ist er ein Deformer, denn nur deformiertes kann auch reformiert werden, aber Muslime gehen von der Unverfälschtheit des Qur&#039;an aus, also braucht auch nichts reformiert werden. Ein Knick in der Pupille vieler Islam-Reformer ist der Grund für solch ein Vorhaben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herrn Kalisch und andere aus der deutschen Muslimszene verfolge bzw. beobachte ich schon seit Jahren. Und ich muss gestehen, dass Herr Kalisch die gefährlichste Mission zu bewältigen hat. Die bisherigen, wie z.B. sollten die muslimische Szene nur beobachten, doch Kalisch soll direkt eingreifen und den Kern ändern. In dieser Hinsicht ist er kein normaler Muslim, wie die meisten Konvertiten zum Islam, sondern wurde eigens dafür ausgebildet. Die letzten 150 Jahre der islamischen Geschichte ist voll von solchen Menschen seiner Art. Top ausgebildete englische und deutsche Agenten verkleidet als Scheichs haben viele Aufstände überall in der islamischen Welt im Namen des Islam organisiert. Deswegen sind sowohl geborene, als auch konvertierte Muslime sehr skeptisch, was die Person Kalisch angeht. Liest man seinen Artikel (den einzigen seiner Art) &#8220;Perspektiven islamischen Denkens in Europa&#8221;, in: Zukunft der Religionen in Europa, LIT Verlag, 2007, wird unschwer zu erkennen sein, was sein Auftrag ist. Kurzgefasst ist er zusammen mit einigen anderen damit beauftragt den Islam so zu gestalten, dass er von den Auftraggebern von Kalisch noch mehr deformiert werden kann. Er tritt als Reformer auf, doch ist er ein Deformer, denn nur deformiertes kann auch reformiert werden, aber Muslime gehen von der Unverfälschtheit des Qur&#8217;an aus, also braucht auch nichts reformiert werden. Ein Knick in der Pupille vieler Islam-Reformer ist der Grund für solch ein Vorhaben.</p>
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		<title>Von: Hans-Peter Mueller</title>
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		<dc:creator>Hans-Peter Mueller</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 18:51:59 +0000</pubDate>
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		<description>Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, aber Menschen glauben, was sie nicht wissen. Ich glaube nicht, dass wir hier fuer Abraham oder Moses die mangelnde Historizitaet dieser Personen, so es sie tatsaechlich gegeben hat, weiter begruenden muessen. Die Evangelien wurden etwa eine Generation nach Jesus geschrieben (nicht eine Zeile stammt von ihm persoenlich). Die Briefe von Paulus (dem Jesus nur in einer Vision begegnet ist) und Petrus sind etwas aelter. Was Muhammad betrifft, stammt die Biographie von Ibn Ishaq sogar lediglich aus dem 8. Jahrhundert (2. Jahrhundert AH). 

Kalisch ist im Alter von 15 Jahren (also in der Pubertaet) zum Islam konvertiert, und zwar zu einem mehr als merkwuedrigen Zweig der Zaydiyyah (Fuenfer-Shi&#039;a), dem man sonst nur noch im Yemen begegnet. Wenn er jetzt Zweifel an der Historizitaet der Propheten des Islam auf der Basis der vorliegenden Forschungsergebnisse bekommt, stellt sich doch die Frage, woran kann er dann noch glauben? Mich haben vor etwa 30 Jahren aehnliche Zweifel befallen. Aber bei uns ist das einfach. Man erklaert sich zum Agnostiker und lebt seine humanistischen Ideale. Muslime koennen nicht so einfach die Glaubensgemeinschaft verlassen.

Ich halte Kalisch nicht fuer glaubwuerdig. Sie hatten zurecht auf seine eher duerftige wissenschaftliche Basis als Islamwissenschaftler hingewiesen. Andere Deutsche Islamwissenschaftler mit erheblicher internationaler Bedeutung sind uebrigens keineswegs Muslime, fuer mich eine Voraussetzung, sich ernsthaft wissenschaftlich (&#039;ergebnisoffen&#039;) mit dem Islam, seiner Geschichte und seiner immensen kulturellen Bedeutung zu beschaeftigen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, aber Menschen glauben, was sie nicht wissen. Ich glaube nicht, dass wir hier fuer Abraham oder Moses die mangelnde Historizitaet dieser Personen, so es sie tatsaechlich gegeben hat, weiter begruenden muessen. Die Evangelien wurden etwa eine Generation nach Jesus geschrieben (nicht eine Zeile stammt von ihm persoenlich). Die Briefe von Paulus (dem Jesus nur in einer Vision begegnet ist) und Petrus sind etwas aelter. Was Muhammad betrifft, stammt die Biographie von Ibn Ishaq sogar lediglich aus dem 8. Jahrhundert (2. Jahrhundert AH). </p>
<p>Kalisch ist im Alter von 15 Jahren (also in der Pubertaet) zum Islam konvertiert, und zwar zu einem mehr als merkwuedrigen Zweig der Zaydiyyah (Fuenfer-Shi&#8217;a), dem man sonst nur noch im Yemen begegnet. Wenn er jetzt Zweifel an der Historizitaet der Propheten des Islam auf der Basis der vorliegenden Forschungsergebnisse bekommt, stellt sich doch die Frage, woran kann er dann noch glauben? Mich haben vor etwa 30 Jahren aehnliche Zweifel befallen. Aber bei uns ist das einfach. Man erklaert sich zum Agnostiker und lebt seine humanistischen Ideale. Muslime koennen nicht so einfach die Glaubensgemeinschaft verlassen.</p>
<p>Ich halte Kalisch nicht fuer glaubwuerdig. Sie hatten zurecht auf seine eher duerftige wissenschaftliche Basis als Islamwissenschaftler hingewiesen. Andere Deutsche Islamwissenschaftler mit erheblicher internationaler Bedeutung sind uebrigens keineswegs Muslime, fuer mich eine Voraussetzung, sich ernsthaft wissenschaftlich (&#8216;ergebnisoffen&#8217;) mit dem Islam, seiner Geschichte und seiner immensen kulturellen Bedeutung zu beschaeftigen.</p>
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		<title>Von: Omar</title>
		<link>http://www.toomuchcookies.net/archives/1559/zum-offenen-streit-zwischen-dem-koordinationsrat-der-muslime-und-professor-kalisch.htm/comment-page-1#comment-33360</link>
		<dc:creator>Omar</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 01:13:58 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Die Frage ist tatsaechlich, kann man Muslim sein und gleichzeitig neuere Forschungsergebnisse (historisch, archaeologisch) akzeptieren, falls es die ueberhaupt gibt?&lt;/blockquote&gt;

Warum nicht? Herr Kalisch befindet sich in nicht deswegen in einm Schlammassel. Tatsächlich fußen seine Annahmen nicht von handfesten &quot;Ergebnissen&quot;, denn diese Arbeit der historischen Textanalyse geschieht nicht an seinem Institut. Dazu sollte man sich am besten die &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,578513,00.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Erkenntnisse&lt;/a&gt; der Forschergruppe &quot;Corpus Coranicum&quot;. 

Was die Wissenschaftlichkeit der Aussage Kalischs darzustellen, würde es reichen, zu überprüfen, ob &lt;a href=&quot;http://www.islam.de/10806.php&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;die Aussage von Frau Kaddor&lt;/a&gt; wahrheitsgemäß ist, dass nämlich Hr. Kalisch an die &quot;mehrfache Wiedergeburt&quot; glaubt - die naturwissenschaftliche Begründung einer solchen Aussage würde mich brennend interessieren. Auf mich macht er eher den Eindruck des &quot;new-agey&quot;-Gehabes.

Der Aussage, dass die genannten Personen nicht &quot;historische&quot; Personen sind, folgt erstaunlicherweise kein Beweis. Warum nur? Naja, vielleicht verlange ich zu viel in diesen unseren heutigen Zeiten, in denen es &quot;in&quot; zu sein scheint, Aussagen in den Raum zu werfen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die Frage ist tatsaechlich, kann man Muslim sein und gleichzeitig neuere Forschungsergebnisse (historisch, archaeologisch) akzeptieren, falls es die ueberhaupt gibt?</p></blockquote>
<p>Warum nicht? Herr Kalisch befindet sich in nicht deswegen in einm Schlammassel. Tatsächlich fußen seine Annahmen nicht von handfesten &#8220;Ergebnissen&#8221;, denn diese Arbeit der historischen Textanalyse geschieht nicht an seinem Institut. Dazu sollte man sich am besten die <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,578513,00.html" rel="nofollow">Erkenntnisse</a> der Forschergruppe &#8220;Corpus Coranicum&#8221;. </p>
<p>Was die Wissenschaftlichkeit der Aussage Kalischs darzustellen, würde es reichen, zu überprüfen, ob <a href="http://www.islam.de/10806.php" rel="nofollow">die Aussage von Frau Kaddor</a> wahrheitsgemäß ist, dass nämlich Hr. Kalisch an die &#8220;mehrfache Wiedergeburt&#8221; glaubt &#8211; die naturwissenschaftliche Begründung einer solchen Aussage würde mich brennend interessieren. Auf mich macht er eher den Eindruck des &#8220;new-agey&#8221;-Gehabes.</p>
<p>Der Aussage, dass die genannten Personen nicht &#8220;historische&#8221; Personen sind, folgt erstaunlicherweise kein Beweis. Warum nur? Naja, vielleicht verlange ich zu viel in diesen unseren heutigen Zeiten, in denen es &#8220;in&#8221; zu sein scheint, Aussagen in den Raum zu werfen.</p>
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		<title>Von: Hans-Peter Mueller</title>
		<link>http://www.toomuchcookies.net/archives/1559/zum-offenen-streit-zwischen-dem-koordinationsrat-der-muslime-und-professor-kalisch.htm/comment-page-1#comment-33269</link>
		<dc:creator>Hans-Peter Mueller</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Sep 2008 18:01:30 +0000</pubDate>
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		<description>Die Frage ist tatsaechlich, kann man Muslim sein und gleichzeitig neuere Forschungsergebnisse (historisch, archaeologisch) akzeptieren, falls es die ueberhaupt gibt (Ahadith wuerde ich als &#039;Beweis&#039; fuer irgendetwas getrost vergessen)? Ich nehme an, nein. Herr Kalisch befindet sich somit in einem ziemlichen Schlamassel. 

Weder Abraham, noch Moses, Jesus oder Muhammad waren &#039;historische&#039; Personen, insbesondere nicht die beiden ersten. Der Tanakh wurde im Wesentlichen im 6. Jahrhundert BC geschrieben, eine Art Gruendungsmythos eines um seine Bedeutung stets ringenden kleinen Volkes, das ein Vasall des Persischen Grossreiches war, Yehud eben.

Mein Verdacht: Herr Kalisch koennte sogar eine Art undercover agent sein. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass er so sehr ausgewiesen in Islamkunde ist, um so mir nichts dir nichts mit 38 als Priv. Doz. gleich einen Lehrstuhl in Muenster zu erhalten. Muss aber gestehen: ich kenne ihn nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage ist tatsaechlich, kann man Muslim sein und gleichzeitig neuere Forschungsergebnisse (historisch, archaeologisch) akzeptieren, falls es die ueberhaupt gibt (Ahadith wuerde ich als &#8216;Beweis&#8217; fuer irgendetwas getrost vergessen)? Ich nehme an, nein. Herr Kalisch befindet sich somit in einem ziemlichen Schlamassel. </p>
<p>Weder Abraham, noch Moses, Jesus oder Muhammad waren &#8216;historische&#8217; Personen, insbesondere nicht die beiden ersten. Der Tanakh wurde im Wesentlichen im 6. Jahrhundert BC geschrieben, eine Art Gruendungsmythos eines um seine Bedeutung stets ringenden kleinen Volkes, das ein Vasall des Persischen Grossreiches war, Yehud eben.</p>
<p>Mein Verdacht: Herr Kalisch koennte sogar eine Art undercover agent sein. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass er so sehr ausgewiesen in Islamkunde ist, um so mir nichts dir nichts mit 38 als Priv. Doz. gleich einen Lehrstuhl in Muenster zu erhalten. Muss aber gestehen: ich kenne ihn nicht.</p>
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