Barack Obama und sein Verhältnis zu Muslimen
Steve Clemons fasst mehrere Versagen in der Obama-Kampagne zusammen und warum Muslime abgeneigt sein könnten, ihn zu wählen:
- Im Juni wurden zwei muslimische Frauen mit Kopftuch davon abgehalten, sich in den für amerikanische Kandidaten üblichen Video-Hintergrund zu mischen.
The Washington-based Web site reported that Obama campaign volunteers said the women could not wear the hijabs behind the candidate, though they gave different reasons for the rule.
Er hat sich hinterher bei den beiden Frauen persönlich entschuldigt, allerdings war der Schaden bereits eingetreten.
- Gleich nachdem Hillary Clinton aus dem Rennen ausgestiegen war und somit feststand, dass Barack Obama der demokratische Kandidat ist, hat er eine dämliche Rede vor der israelischen Lobbygruppe AIPAC gehalten, in der er unter Anderem die Unteilbarkeit Jerusalems (und zwar ganz offensichtlich zugunsten Israels) forderte. Kritik an israelischem Siedlungs- oder Mauerbau war nicht zu hören.
- Den Berater Robert Malley hat er rausgeschmissen, als dieser angab sich im Rahmen seiner Arbeit an einer Think-Tank zur Lösung des Konflikts im Nahen Osten mehrmals mit Hamas-Leuten getroffen zu haben. Malley sagte zwar noch, dass diese Kontakte nichts mit seiner Beratertätigkeit für Obama zu tun hat, das hat ihm allerdings nicht viel geholfen und Obamas Sprecher bekräftigte, dass Malley nie wieder Berater für Obama sein wird!
- In Berlin sprach sich Obama für “eine Welt ohne Mauern” aus, bezugnehmend auf die Berliner Mauer. Nur kurz davor war er in Israel und schwieg sich dort sehr laut zur Mauer aus, die auf palästinensischem Boden errichtet wird und bereits jetzt viele von ihrem Lebensunterhalt trennt.
- In Israel hat Barack Obama etwa 30 Stunden verbracht, in denen er verschiedene auch umstrittene politische Persönlichkeiten traf und sich mit ihnen beratschlagt hat; Viele von denen sind radikale Siedlungsbefürworter. Für die palästinensische Seite hatte er gerade einmal 45 Minuten Zeit, in denen er sich mit nur einer Partei in Ramallah traf. Der Gaza-Streifen mit seiner Belagerung, Bel’in mit seinen unermüdlichen friedlichen Demonstranten gegen den Mauerbau und das mehrmals von israelischen Panzerdivisionen heimgesuchte Jenin hat er nicht für wichtig genug befunden. Auch die verschleppten palästinensischen Abgeordneten und Minister, die in israelischen Gefängnissen weilen, scheinen für ihn keine Rolle zu spielen.
- Und jetzt wird’s richtig interessant: Mazen Asbahi – der vor etwas mehr als einer Woche als “muslimischer Koordinator” in die Obama Kampagne freiwillig eingetreten ist hat gekündigt. Das kommt als Antwort auf folgende bizarre Anschuldigung: In 2000 war er für wenige Wochen Mitglied im Vorstand des “Dow Jones Islamic Index Fund”. Zur selben Zeit war ein Jamal Said auch Mitglied. Jamal Said ist Imam einer Moschee in Illinois. Das Justizministerium hatte Said als “Mitverschwörer” bei einem Verfahren gegen einige Spendensammler genannt, die angeblich für die Hamas Geld gesammelt hatten. Über so viel Ecken könnte man auch ‘beweisen’, dass John McCain buddhistischer Mönch ist..
Obama should say it. Convince the American public that he’s not setting up a zero sum game between Muslims on one side and Christians and Jews on the other.
Obama is a Christian. I get that. I’m a secularist hard core — but I won’t stand by to watch more good people be flushed down the political drain because they are Muslims trying to work for a balanced and level playing field in America.
This resignation by Asbahi stinks — and Obama and his team should immediately call him back and help him stand up to anti-Muslimism in America.
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Comments
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By Osama, 21. August 2008 @ 14:19
Ne ganz einfache allgemeine Festellung ist doch: “Was ist das besondere an dieser Wahl?”. Ich kenne weder von Obama noch von McCain die wahre politische Vorgeschichte. Mir ist die Wahl in den USA (wenn sie überhaupt stattfindet) sowas von egal. Der Fahrplan für die nächsten Monate und Jahre steht doch sowieso.