Return of the Yellow Spies..
Freitag, 23. November 2007, 21:59
Wenn an dieser Stelle alle Muslime und irgendwie muslimisch aussehenden Menschen auf der Stelle tot umfallen würden, würde es entsprechend eingestellten Medienschaffenden nicht weiter schwer fallen, eine neue Bedrohung durch eine durch ihr Aussehen zu unterscheidende Gruppe finden. Das hat kürzlich der Spiegel bewiesen. Der Spiegel titelte in der Ausgabe 35/20071
“Die Gelben Spione”
Wie China deutsche Technologie ausspäht
Tja, was soll man sagen, der Angriff der “Gelben” geht weiter! Sie wagen es, unserem Rechtsstaat auf der Nase rumzutanzen und nutzen aktiv alle Möglichkeiten, die ihnen der Rechtsstaat gibt, um die Meinungs- und Pressefreiheit des Spiegels einzuschränken:
Nun hat die Vereinigung Chinesischer Akademischer und Studentischer Gesellschaften in Deutschland e.V (CASD) (sowie Einzelpersonen) einen Gang höher Geschaltet und gestern Strafanzeige gegen die Autoren der Titelgeschichte erstattet: “wegen Begehung der Straftat der Beleidigung nach §185 StGB, der üblen Nachrede nach §186 StGB, der Verleumdung nach §187 StGB, der Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen nach §166 Abs.1 StGB, der Volksverhetzung nach §130 StGB und der Verletzung von Flaggen und Hoheitszeihen ausländischer Staaten nach §104 StGB.”
Nach Angaben des Vorsitzenden Xing He war dem eine Demonstration am 10. November vor dem Hamburger Spiegelgebäude vorangegangen, bei dem ein Protestbrief überreicht worden war. Hans-Ulrich Stoldt vom Spiegel bestätigt gegenüber Spiegelkritik, dass es auf diesen Protestbrief von Seiten des Spiegel bisher keine Antwort gab - er wurde der Rechtsabteilung gegeben.
Leider ist die Seite des Vereins in Chinesisch gehalten, allerdings findet sich der Protestbrief des Vereins:
Wir sind keine „gelben Spione“, sondern einfach Menschen aus China!
Mit aufreißerischem und verhetzendem Titelblatt „Die gelben Spione“ und dem mit vielen unwahren Behauptungen und suggestiven Methoden geschriebenen Artikel „Prinzip Sandkorn“ in ihrer Ausgabe vom 27.August 2007 hat die Wochenzeitschrift »Der Spiegel« alle chinesischen Studenten, Wissenschaftler, Angestellten und Unternehmer in Deutschland faktisch als Wirtschaftsspione unter Generalverdacht gestellt.
Um antichinesische Stimmung bei den Lesern zu erzeugen und ihre auf unfundierter Berichtserstattung und unschlüssigen Mutmaßungen aufgebaute These zu bestärken, haben die verantwortlichen Redakteure und Titelblattdesigner nicht nur einen sehr an rassistische und koloniale Zeitalter erinnernden Titel „die gelben Spione“ gewählt, sondern haben die Autoren auch in ihrem Artikel sogar mit einem frei erfundenen Spruch des chinesischen Philosophen Konfuzius und durch das Zitat einer beleidigenden Anspielung auf die chinesische Staatsbezeichnung die chinesische Kultur zu einer Kultur mit Tradition und „mentaler Prägung“ der Verletzung des geistigen Eigentums erklärt und damit die Chinesen von der kulturellen Wurzel ausgehend herabgewürdigt. Die chinesische Wirtschaftsentwicklung als Resultat der Wirtschaftsspionage darzustellen, ist eine Beleidigung des Fleißes und der Intelligenz der Chinesen. Die Milliarden Gewinne der deutschen Unternehmen aus China-Geschäften wurden von den Autoren verschwiegen, und China zu einem „Pfefferkuchenhaus“ der Hexe à la „Hänsel und Gretel“ entstellt. Eine derartige Herabwürdigung chinesischer Kultur ist kein Freiheitsrecht einer zivilisierten Gesellschaft…
Außerdem finden sich detaillierte Auseinandersetzungen mit dem Spiegel-Artikel:
Hat Tip: Citronengras
- kurze Frage: wie kann man eigentlich so viel Stuss schreiben?? [↩]
Category: Ausland, Inland, Politik, Sprache, medien
Tags: china, diskriminierung, medien, Rassismus, Spiegel
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Kommentar von azadur
Made Dienstag, 27 of November , 2007 at 20:05
Wenn die Regierung und Firmen Daten per Internet statt USB Stick austauschen…
Oder noch besser per W-Lan damit jeder der vorbeifährt Datren klauen kann.
Kommentar von azadur
Made Dienstag, 27 of November , 2007 at 20:12
Während man aber selber daran arbeitet das Volk zu überwachen unter Vorwand dass Internet sonst “rechtsfrei” sei obwohl Musik und Film Industrie dann ja nie Klagen verschicken könnten.
Tatsächlich ist das meiste über das Internet in den Medien (wie der Cyberkrieg) wie damals die Fiktion und Übertreibung von Reisenden aus fernen Ländern um Menschen (käufer) damit zu begeistern.

