Siegfried Buschlüter beendet Korrespondententätigkeit in Washington

Siegfried Buschlüter ist bisher der Washington-Korrespondent des Deutschlandradios und hat in dieser Position nicht nur Nachrichten auf den Punkt gebracht, sondern auch - und das hat mir stets gut gefallen - Analysen fernab von Amerika-bashing oder Amerika-Huldigung geliefert. Heute verabschiedete er sich und hat ein Interview gegeben, in dem es auch um das Qualifizierende an der Arbeit eines Auslandskorrespondenten vor allem in Angesicht der Informationsflut, die man inzwischen per Internet erhalten kann:

Informationsbeschaffung war früher mal eine der wichtigsten Aufgaben des Journalisten, und im Zeitalter des Internets, Sie haben es erwähnt, ist das kein Problem mehr. Informationen gibt es in Hülle und Fülle. Um so wichtiger ist natürlich, dass man die Informationen checkt, dass man sie überprüft. Ein Beispiel. Wenn Sie bei Wikipedia auf der Internetadresse unter “Meredith Gardner” nachschauen, den alten Mann, den ich eben erwähnte, dann finden Sie den 20. August 2002 als seinen Todestag. Er starb am 9. August. Wenn Sie das nicht gegengecheckt hätten, hätten Sie gleich einen fundamentalen Fehler begangen. Die Informationsflut führt natürlich auch dazu, dass die journalistischen Produkte so etwas wie verwechselbar werden.

Ich bin bei weitem kein Dauer-Radiohörer allerdings wurde ich stets wenn ich den Namen Buschlüter oder dessen unverwechselbare Stimme gehört habe hellhörig. Deshalb geht hier ein Dank an Herrn Buschlüter für die feine Arbeit, die er geleistet hat und mein Mitgefühl mit seinem Nachfolger, der große Schuhe zu füllen hat!

In diesem Sinne Herr Buschlüter: Machen Sie es gut, ich werde Sie vermissen.1

  1. Und wenn Sie mal über eine Internetseite publizisitisch werden sollten, dann sagen Sie bescheid![]

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Comments

  • By Frons, 10. Oktober 2007 @ 11:20

    Es war mir eine Ehre! Wo sind sind die Jahre hin. Morgens ab 5.00 Uhr darauf zu warten endlich die Stimme von Siegfried Buschlüter zu hören. Mit großer Dankbarkeit schaue ich auf diese Jahre zurück. Keiner hat hat mein Armerikabild so geprägt wie er.

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