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Udo Ulfkotte und die Meinungs- und Pressefreiheit

Mittwoch, 25. Juli 2007, 06:50

Udo Ulfkotte kennen viele durch diverse Fernsehauftritte, nicht zuletzt durch das Duell mit Christian Ströbele oder die Sendung Kulturzeit von 3Sat. Er hatte sich mit der Gründung einer neuen Partei gegen die “Islamisierung Europas” vorzugehen und formuliert dieses Vorhaben als “Europäischer Förderverein für Demokratie und Werte”.

Nun gehört zu den guten Werten, die auch Herr Ulfkotte stets zu verteidigen weiß, auch die Meinungs- und die Pressefreiheit. Aber offensichtlich gehören diese Werte nur vor Muslimen verteidigt, er darf sie missbrauchen oder praktisch anderen absprechen. Jochen Hoffbspw. hatte einen Artikel zu Udo Ulfkotte verfasst, der dem Ulfkotte nicht sehr gefiel. Daraufhin hat dieser ihm eine einstweilige Verfügung geschickt, wie es so unter guten Demokraten Sitte ist.

Ich möchte meiner verehrten Leserschaft mitteilen, das meinem Rechtsanwalt vor einiger Zeit zwei einstweilige Verfügungen zugegangen sind, die er mir freundlicherweise übermittelt hat. Seit Gestern liegen mir diese nach offizieller Zustellung auch vor.

[...]

Sobald diese Beiträge nach gerichtlicher Klärung wieder in vollem Umfang zugänglich sind, werde ich hier Mitteilung machen.

Hilfe in jedweder Form, vor allem Recherche ist natürlich willkommen.

Auch das noch frische Blog “watchblog Islamophobie” hat Post vom Ulfkotte bekommen.. Dort ist es lediglich ein Link, der auf Hoffs Artikel verweist, den Ulfkotte als Aufhänger benutzt. Der Verdacht ist meines Erachtens nicht nur begründet, sondern auch sinnvoll, dass Ulfkotte alle Kritiker mundtot machen möchte. Vor gut einem Jahr hatte er bereits den Islamwissenschaftler Henner Kirchner verklagt [via], außerdem klagt er derzeit gegen Knut Mellenthin, weil er in der jungen Welt einen kritischen Artikel zu Ulfkotte schrieb.

Inzwischen hat die Bloggosphäre angefangen, Solidarität zu zeigen. Hier eine Auflistung der Blogbeiträge zum Thema:

8 Kommentare

Kommentar von StoiBär

Made Mittwoch, 25 of Juli , 2007 at 08:49

Vielleicht steckt da auch ein anderes System dahinter. Vielleicht möchte man so die potentiellen Wähler vom rechten Rand aufmerksam machen.

Kommentar von Omar

Made Mittwoch, 25 of Juli , 2007 at 08:53

Das mag ja auch sein, aber ich hatte selbst beim Schreiben dieser kurzen Nachricht das Gefühl, ich müsste jedes zweite Wort umdrehen, um ja nicht die Betroffenheit von Ulfkotte zu provozieren.. Ich glaube, es geht tatsächlich darum, Kritiker auszuschalten.. Ich frag mich nur, warum er nicht gegen die Macher der “Kulturzeit” vorgeht..

[...] Too Much Cookies: Udo Ulfkotte und die Meinungs- und Pressefreiheit [...]

Pingback von Von Mir Nix & Dir Nix » Blog Archiv » Das wurde aber auch langsam Zeit…

Made Donnerstag, 26 of Juli , 2007 at 15:29

[...] Gedanken zur Einsweiligen Verfügung gegen den Bürgermeister von Entenhausen [...]

Kommentar von Ungläubiger

Made Samstag, 28 of Juli , 2007 at 20:35

Diebe bekommen die Hand abgehackt, Ehebrecher werden gesteinigt, Aussteiger werden getötet – und auch hier in Deutschland bekommen Kritiker Morddrohungen! Was für eine KRANKE Neandertaler-Religion!
Hätten die Amerikaner als Vergeltung für den 11. September nicht einen ferngesteurten Bomber in dieses schwarze Toilettenhäuschen in Mekka rasen lassen können?

Kommentar von Fragensteller

Made Donnerstag, 2 of August , 2007 at 11:41

Eins würde ich mal gerne wissen, Omar:

Warum gehört ein einigermaßen intelligentes, eloquentes Bürschchen wie du ausgerechnet einer Religion wie dem Islam an? Zwangsfixierung seit frühester Kindheit? Religiöse Schuldgefühle bei dem bloßen Gedanken an einem Austritt? Angst vor Glaubensgenossen, die dir bei einem solchen Austritt EVENTUELL an den Kragen gehen würden?

Womit das entscheidende Stichwort gegeben wäre:

Durch deine bloße Mitgliedschaft in dieser Religion unterstützt du eine Ideologie, die hier alle Rechte fordert (am liebsten wohl noch die Einführung der Scharia, wenn es nur ginge), aber SELBST keine Religionsfreiheit in unserem Sinne kennt. Oder wie erklärst du es dir, dass unter

http://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam (sehr interessante Seite für alle Nichtmuslime, die noch an den islamischen Weihnachtsmann glauben!)

eine Fatwa ausgerechnet von Al-Azhar zu lesen ist, die die Tötung von Glaubensabtrünnigen ausdrücklich bejaht(!)?

Dass die freie Religionsausübung in diesem und anderen Punkten hierzulande strafbar wäre, macht es dabei auch nicht besser – solange viele Muslime aufgrund ihrer religiösen Prägung das auf den Menschenrechten beruhende Grundgesetz innerlich oder auch offen ablehnen und ihr ideologisches Futter im Übrigen aus dem Scharia-Ausland beziehen, anstatt sich hier DAUERHAFT für eine Wende in der islamischen Theologie in Richtung eines menschenrechtskompatiblen EURO-Islam zu engagieren, der selbst für den Fall noch mehrheitsfähig wäre, dass Muslime eine starke Minderheit oder gar Mehrheit in Europa stellen würden!

Kommentar von Omar

Made Donnerstag, 2 of August , 2007 at 12:03

@”Ungläubiger”, “Fragensteller”: hast du denn nichts zum Thema zu sagen? Wie findest du die Vorgehensweise von Herrn Ulfkotte? Deine Gedanken an mich und meine freie Religionsausübung sind rührend, aber ich kann dir nur versichern, dass deine Gedanken besser angelegt wären, zu überlegen, was du mit deinem Leben machst. Möge Gott dir dabei helfen.

Und wenn dich nun ein Anflug von “Ich-muss-beleidigen” überfällt, dann denk immer daran, dass du nicht nur deine Zeit vergeudest, sondern die anderer Menschen. Verschone uns!

Kommentar von Fragensteller

Made Donnerstag, 2 of August , 2007 at 14:15

“Und wenn dich nun ein Anflug von “Ich-muss-beleidigen” überfällt”:

Na, wenn es eine “Beleidigung” für dich ist, wenn man dich mit den dunklen Seiten deiner Religion konfrontiert, dann sagt das sehr viel über deine verschrobenen Maßstäbe aus! Und dann wirst du innerhalb unserer pluralistischen Gesellschaft noch sehr viel leiden müssen - denn wenn nur 1% der Befragten in einer jüngsten Umfrage den Islam für die friedlichste aller Religonen hält (wahrscheinlich kam diese Aussage von befragten Muslimen), dann sagt das einiges aus über die Sympathiewerte für diese Beduinen-Welteroberungsideologie in religiösem Gewand. Und diesen “Sympathien” wird auf einer wachsenden Anzahl von Internetseiten immer deutlicher Ausdruck verliehen - nimm allein mal Politically Incorrect! (Schon mal über Auswanderung nachgedacht?)*lol*

Und um noch mal an dein “Skandal”-Beispiel von neulich anzuknüpfen: Muslime im Anmarsch zur Freitagsversammlung werden “Opfer” polizeilicher Kontrollen. Bei Christen oder Buddhisten auf dem Weg zu ihren Versammlungsorten habe ich dies noch nie erlebt. Zufall? “Diskriminierung”? NEIN, Realitätssinn des Staates!

P.S.: Verschonen werde ich hier niemanden mit irgend etwas, solange bei uns MEINUNGSFREIHEIT herrscht und nicht die menschenverachtende Scharia!

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