Landtagswahlen in Schleswig-Holstein

Ein Schnelles Wörtchen zu den Ergebnissen der Landtagswahl in Schleswig-Holstein. Es scheint, die CDU will aus den Beinahe-Gewinnen nicht lernen! Gestern um Mitternacht und nachdem Hochrechnungen eine Schwarz-Gelbe Koalition prophezeiten, wurde bekanntgegeben, dass keine der beiden typischen Koalitionen (Schwarz-Gelb (mir ist da fast der Tippfehler Schwarz-Geld passiert..) oder Rot-Grün) eine klare Mehrheit der Landtagssitze für sich beanspruchen kann. Damit bekommt der meist eher vernachlässigte Südschleswigsche Wählerverband eine zentrale Rolle zugewisen.
Dieser braucht sich aufgrund geschichtlicher Entwicklungen (dänische Minderheit) nicht um die 5%-Hürde zu kümmern. Dadurch bekommt er 2 Plätze im Parlament, die SPD kommt laut Endergebnis auf 29 Sitze (38,7%), die CDU auf 30 Sitze (40,2%), die Grünen und die FDP jeweils auf 4 Sitze (FDP: 7,6%, Grüne: 6,2%) [1].

CSUs Stoiber hat sofort den Zeigefinger in Richtung FDP erhoben und beklagt, dass die FDP ihre Wählerstimmen an die SPD verlor, obwohl Analysten davon ausgehen, dass hauptsächlich diese Stimmen der CDU zugute kamen.

Zur Zeit müssen sowohl CDU und FDP als auch SPD und Grüne um die Gunst der SSW. Dabei behält die SPD den Vorteil, dass die SSW meist mit ihnen einer Meinung sind und bereits angekündigt hatte, eine SPD-geführte Minderheitsregierung zu stützen.

Es bleibt spannend, was sowohl SPD als auch CDU aus dieser Wahl als Wegweiser mit auf den Weg zur Bundestagswahl mitnehmen.

Omar
[1] Wahlkrimi in Schleswig-Holstein

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