Compare and contrast: Moscheebau öffentlich finanzieren?

Ein schneller Vergleich - auch unter der Gefahr mich als neidvoller Zeitgenosse darzustellen:

Niedersachsen - Land will bei Synagogenbau helfen

Das Land Niedersachsen möchte die wachsenden jüdischen Gemeinden beim Bau neuer Synagogen finanziell unterstützen. Bereits im Nachtragshaushalt 2007 sei Geld für den Synagogenbau vorgesehen, sagte Kultusminister Bernd Busemann (CDU) am Dienstag in Hannover. „Wir können staatlicherseits nicht abseits stehen, wenn die Juden wieder neue Einrichtungen und Synagogen bauen.” In der nächsten Zeit und „den nächsten Jahren” könne die jüdische Gemeinschaft auf die Unterstützung des Landes bauen. Hintergrund des Aufschwungs ist der Zuzug von Juden aus Osteuropa.

Neue Presse

Man vergleiche das bitte schön mit dem Bau einer Moschee! Während auf der einen Seite allein die “Tolerierung” des Baus einer Moschee schon ein politisches Debakel ist, so ist die Idee des finanziellen Zuschusses für eine religiöse Stätte für Juden nicht besonders Aufsehen erregend1.

Ich muss schon sagen, dem Herrn Fürst vom “Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen” - dem zumindest gönne ich das, denn obwohl ich ihn nur einmal “live” erlebet habe, hat er mich doch durch seine nüchterne Art2 überzeugt. Es ging damals um eine Anhörung zum Kopftuchverbot (ich nenne es immer noch so) im niedersächsischen Landtag und er hatte für die orthodoxen jüdischen Gemeinden gesprochen. Seiner Ansicht nach, sollte das Kopftuch nicht verboten werden, vor allem da er davon ausgeht, dass als Folge irgendwann auch (orthodox-)jüdische Kopfbedeckungen wie Kippa oder - bei den Frauen für mich vorher unbekannt - Kopftuch, Perücke oder andere Kopfbedeckungen verboten werden müssten. Vor allem bei der Nennung der Kopfbedeckung von jüdischen Frauen hat man den Anhörungsteilnehmern angemerkt, dass sie deutlich überrascht waren.

Busemann würdigte den jahrzehntelangen Einsatz von Fürst für das Judentum. „Sie stehen dafür, dass jüdisches Leben in Deutschland wieder gewachsen ist.” Der niedersächsische Landtagspräsident Jürgen Gansäuer (CDU) bezeichnete Fürst als einen „ständigen Brückenbauer innerhalb der jüdischen Gemeinden, zwischen den Kirchen und innerhalb unseres Landes”. Fürst habe stets für Toleranz und wechselseitiges Vertrauen geworben und ein emotionales Verhältnis zum Land Niedersachsen entwickelt.

Trotzdem bleibt ein bitterer Nachgeschmack..

  1. mal von Rechten abgesehen, die sicherlich noch ihre Sülze abgeben werden..[]
  2. und dem langen Schnauzbart ;-) []

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Comments

  • By Fragezeichen, 31. Mai 2007 @ 13:16

    Moscheebau öffentlich finanzieren?
    Warum in aller Welt sollten wir den Bau von Einrichtungen auch noch fördern, die potenziell DESintegrativ wirken, in denen gegen unsere Verfassung und FÜR den Dschihad gepredigt werden kann?

  • By Omar, 31. Mai 2007 @ 13:55

    @Fragezeichen: Wohlfühlfaktor: 10!

  • By maloXP, 31. Mai 2007 @ 21:22

    @ “?”:
    Der Djihad kann theoretisch überall gepredigt werden, nicht nur in Moscheen. Etwa: In Blogs. PI predigt ihn tagtäglich, aber er will - kruzitürken noch eimol - einfach nicht eintreten. ;)
    Ich bin für den Bau von sichtbaren(!) Moscheen, für ein Ankommen des Islam in der Gesellschaft. Das ist es, was Integration bedeutet, ein beidseitiger Prozess eben. Wollen wir doch mal sehen, ob islamistische Lehren in einem Prachtbau in deutschen Stadtzentren eine Chance haben…

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