Anfang des Monats hat sich der “Verband demokratisch-europäischer Muslime” (VDEM) gegründet und als wäre die neuerliche Wahl der gar zusammengesetzten Adjektive im Namen nicht Belustigung genug ((“aufgeklärt-überregional”, “progressiv-postmodern” (auch Propo-Muslime) oder “rechtstaatlich-dadaistisch” hätten es doch auch getan)), liefert der Verein in seinen ersten Veröffentlichungen eine Selbstkarikatur, die glauben macht, dass der Verein nur satirisch gemeint ist. Nun könnte ich mir den Abend mit dem Versuch einer konstruktiven Kritik nicht nur am Verein, sondern auch an der neumuslimischen Entdeckung der sprießenden Vereinsgründungen (und offensichtlich der Vertretung der vielbeschworenen ‘schweigenden Mehrheit’), verderben, aber ich entscheide mich lieber für die sehr viel einfachere und um einiges belustigendere Art der Selbstheilung durch Veralberung. Mehr hat schließlich kein Verein verdient, der Bassam Tibi und Necla Kelek als Mitglieder vereint.
In the wake of the end of the two-hour season- and series-finale of the hit-series “24″, the US pledge of allegiance has been modified in a swift move through a bipartisan move and across the two houses to include an allegiance to Jack Bauer, the hands-on counter-terrorist protagonist. The new pledge of allegiance which will henceforth be sworn across the country reads as follows:
I pledge allegiance to the Flag of the United States of America, to the Republic for which it stands and to aworld protector Jack Bauer, judge, jury and prosecutor.
In Deutschland sind bekanntermaßen alle Menschen willkommen, natürlich auch Muslime. Ob sie mit Leib und Seele voll integriert sind oder lediglich “integriert”, spielt dafür keine große Rolle. AggroMigrant hatte festgestellt, dass die 18-Jährige Selbstdarstellerin Autorin Melda Akbas vom deutschen Spiegel höchstrichterlich eine Auszeichnung zugute kam, die hier zu finden ist. Fälschlich nimmt er an, dass Frau Akbas “voll integriert” sei. Das stimmt natürlich nicht, hat er aber – auf der positiven Seite – die Nachfrage in Facebook angeregt, was denn der Unterschied sei zwischen “integriert” und “voll integriert” sei.
Der Vorstand der Schülerunion Deutschlands hat sich unerwartet laut in der Debatte um Geschlechtertrennung in Saudi-Arabien zu Wort gemeldet. Nach Meinung des Bundesvorsitzenden Younes Ouaqasse kann es nicht sein, dass die langjährige Tradition der Geschlechtertrennung in Saudi-Arabien aufgrund falsch verstandener Toleranz aufgeweicht werde: “Saudi-Arabien ist ein islamisch geprägtes Land und jeder, der das in Frage stellt, weiß nicht, wovon er spricht. In einem islamisch geprägten Land habe die ‘Durchmischung der Geschlechter’ nichts zu suchen!”
Zuvor hatte der saudische Gelehrte und Vorsitzende des “Komitees für die Propagierung von Tugend und Verhinderung von Sünde” (in Mekka) Ahmed Ben-Qassim Al-Ghamdi (أحمد بن قاسم الغامدي) die Meinung geäußert, dass eine strikte Geschlechtertrennung islamisch nicht rechtfertigbar sei ((ja, eigentlich eher neuzeitlich erst zum “Problem” wurde)) und selbst zu Zeiten des Propheten Muhammad nicht durchgeführt wurde. Younes Ouaqasse hatte erst jetzt von der Fatwa des Scheich Al-Ghamdi gehört ((die schon Dezember 2009 erschien)), da die deutsche Online-Zeitschrift “Spiegel Online” ganze fünf Monate gebraucht hatte, um selbst davon zu erfahren und einen “Brandbrief” aus der Fatwa ((man merke: im Deutschen ist “Fatwa” für Todesurteil reserviert, deshalb musste hieraus ein “Brandbrief” werden!)) des Gelehrten zu machen. “Ich kann ja nicht überall gleichzeitig darauf achten, wie Religion und Religionssymbolik aus der Öffentlichkeit zurückgedrängt werden.”
Die Satiresendung “heute-show” im zdf wurde mit dem Grimme-Preis im Bereich Unterhaltung ausgezeichnet. Das ist meines Erachtens viel zu früh. Die Sendung gibt es erst seit anfang des Jahres im wöchentlichen Rythmus (davor monatlich mit einigen Internet-Specials), der aber von zdf zumindest wegen der Karnevalsübertragung abgesetzt wurde und obwohl ich die Sendung genieße, fehlt ihr noch die Durchgängigkeit und die Seriosität der Satire. Was ich damit meine, erkennt man auch im von der Grimme-Jury gezogenen Vergleich mit der amerikanischen “the daily show” mit dem exzelenten Moderator und früheren MTVler Jon Steward: Seine Kritik ist zwar ab und an nicht von billigen Clownwitzen zu unterscheiden, aber recht häufig sind die Stücke von Jon Steward und seiner “besten News-Crew” sehr pointiert und inhaltsschwanger. Das fehlt der heute-show noch. Dafür ist sie noch zu sehr vom üblichen deutschen Comedy-Gehabe geprägt und versucht sich scheinbar von Flachwitzlern wie Stefan Raab, Harald Schmidt und Pocher zu messen.
Wie sehr es in der Berichterstattung (in den USA mehr, in Deutschland noch nicht so sehr) um die Reporter und nicht um das Geschehen geht, stellt das “beste Nachrichtenteam” klar:
Jon Steward und der ‘senior black correspondant’ Larry Wilmore bearbeiten das Thema “Black Face” und streift nebenbei Wallraffs neuerliche Maskierung als Schwarzen:
Jon Steward: What if it’s done with the best of intentions? For instance in Germany, a reporter recently painted himself up as a black man to investigate the plight of black-skinned people in Germany. Is that permissible?
Larry Wilmore: Jon, it’s just stupid! Look, if you wanna learn about the black experience in Germany, ASK THE BLACK GUY SITTING NEXT TO YOU!
Frontal 21 hat ein schönes Video zur Frage von Rob Savelberg zusammengestellt. Damit ist zumindest die für Merkel unangenehme Frage in den öffentlichrechtlichen Sender ZDF gekommen – auch wenn nur in Form von Satire. Auf der einen Seite kann man mit Satire und Ironie so Einiges ausdrücken, was man ohne nicht ausdrücken könnte. Auf der anderen Seite sagt das ja nur, dass eine ernsthafte Behandlung und Nachverfolgung des Themas nicht machbar ist – und das sollte uns zu denken geben!
Ja, wir fühlen uns zu Obst und Gemüse hingezogen! Nur, uns fragt ja keiner. Viele fragen sich stattdessen: Wo sind die Araber und Türken der Hauptstadt? Wo bleiben die Reaktionen in Berlin? Die Sarrazinisten denken vermutlich sowieso, wir sind alle gerade damit beschäftigt, “neue kleine Kopftuchmädchen” zu produzieren. Die Mädchen kommen übrigens ohne Kopftuch zur Welt. Genauso wie andere Mädchen ihre Miniröcke tragen sie die Kopftücher erst später.
Aber solche Erklärungen bringen auch nichts. Es ist wie der Versuch, einem radikalen Imam zu erklären: Der Westen produziert nicht ständig neue kleine Bikinimädchen. Die kommen nackt zur Welt. “Eben!”, würde der Imam entgegnen, “FKK schon in der Wiege. Scham und Schande über die Ungläubigen!” Und dann würde der Imam noch etwas murmeln über die Schweinegrippe als Strafe für alle …
Bester Überfremdungsangst-Kommentar seit Langem, aufgeschnappt in einem Grünen-Forum, in dem die Aussagen von Thilo Sarrazin besprochen werden. Der Kommentator möchte scheinbar beweisen, dass er (zwangsweise) Migranten kennt:
Ich bin in einer Stadt aufgewachsen, deren gesamter Migranten Anteil bei weit über 30 % der Gesamtbewohner beträgt.
Inzwischen dürfte er vermutlich aufgrund der demagogischen Entwicklung noch höher sein.
Ja, diese demagogische Entwicklung ist ja bei “Migranten” besonders rapide… Da kann die Demagogie eines Herrn Sarrazin kaum mithalten.
Ich habe den langen Artikel auf der Internetseite “katholischer Nachrichten” zuende gelesen, um diese Titel-Frage beantwortet zu bekommen. Allen anderen erspare ich den Artikel:
Besonders strenggläubige Moslems weigern sich während des Fastenmonats sogar, den eigenen Speichel zu schlucken.
Das führt zu einer zusätzlichen Schwächung der Fastenden, besonders am Nachmittag. Das Ausspucken des Speichels bewirkt außerdem eine beachtliche Verschmutzung der Böden.
Dass ich in keinem mehrheitlich muslimischen Land eine solche Verschmutzung des Bodens gemerkt habe und auch in Deutschland – etwa vor Moscheen oder anderen Zentren muslimischen Lebens – keine solche Verschmutzung zu sehen ist oder zumindest keine, die an die Böden von Bushaltestellen reicht, wird wohl an mir liegen. Die Autoren wissen es bestimmt besser.
Ein Fundstück bei w-w-w. Gerade hatte “Linda” beschrieben, wie ihr Bruder seinen ersten Wecker testweise auf 2:00 nachts gestellt hat, um zu sehen, “wie es nachts aussah”, da fragt “Elke”, ob es ein muslimischer Wecker war:
Wir reden nicht mehr mit den “Freunden”, die unseren beiden Söhnen je einen eigenen Moscheewecker geschenkt haben.
Ist ja auch eine komische Idee, einem Nichtmuslim einen Wecker zu schenken, der die fünf Gebete im Tag ankündigt…
Die G175 Nationen kamen zusammen, um darüber zu beratschlagen, wie die Dinge nicht schlimmer sein könnten
HARARE, ZIMBABWE – In einem Festsaal eines Hotels acht Meilen außerhalb von Simbabwes Hauptstadt trafen sich diese Woche Vertreter der 175 am wenigsten mächtigen Nationen der Welt, um darüber zu diskutieren, wie alles – von politischen Unruhen, unüberwindbaren Schulden bis zu blutigen sozialen Konflikten – nicht schlimmer werden könnte.
Die einflußlosesten Nationen der Welt versammelten sich, um das nächsten Jahr der großflächigen Dürre und Hungersnot zu skizzieren.
WASHINGTON, DC – Laut eines alarmierenden neuen Berichts des Verteidigungsministeriums, das ziviles, militärisches und kalendarisches Beweismaterial vereint, könnte der Iran weniger als neun Jahre vom Jahr 2018 entfernt sein. “Jeden Tag kommen sie einen Tag weiter,” sagte Verteidigungsminister Robert Gates während einer Pressekonferenz des Weißen Hauses am Dienstag. “Bei ihrer gegenwärtigen Geschwindigkeit werden sie 2018 zur selben Zeit erreichen wie die Vereinigten Staaten – und in Anbetracht ihrer geographischen Position zur internationalen Datumsgrenze, möglicherweise sogar früher.” Der Bericht empfiehlt, dass sich die USA in internationales kriegerisches Gehabe, waghalsige Politik und letztendlich einer überwältigenden Serie nuklearer Angriffe üben sollte, um Iran davon abzuhalten, diesen Meilenstein zu erreichen.
Szenario: Der deutsche Muslim mit türkischem Migrationshintergrund Ali Özgürk geht zum örtlichen McDonalds und bestellt einen Hähnchen-Döner ohne Zwiebeln aber mit einem Schuss Zaziki und einer “ordentlichen” Menge scharfer Soße.
Kann aus diesem Szenario eine Diskriminierung erwachsen?