In der letzten Zeit bin ich ja ein wenig beschäftigt und kann mich dementsprechend nicht um Nachrichten kümmern, wie ich es mir wünschen würde ((ich weiss, damit lasse ich meine werten Besucher stets unterinformiert ;-) )). Natürlich habe ich mitbekommen, dass in England des Nachts Vandale betrieben wird und da ich nicht dumm sterben wollte, habe ich mich an den Nachrichtenlieferanten par excelence in Deutschland gerichtet: die Tagesschau.
Das war ein Fehler!
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Es ist wieder die Zeit des Jahres, an der Wirtschaftsprognosen von Waisen1 veröffentlicht oder zumindest vorhergesagt oder deren Vorhersagen approximiert werden. Gefühlt findet das ja ständig statt. Ständig werden Prognosen mit unterschiedlichen Indikatoren aufgestellt und man fragt sich zwangsläufig – vor allem, da die Prognosen rückblickend selten einen tatsächlichen Rückhalt in der Wirklichkeit finden – [...]
Also: Öffentlich-Rechtliche Sender sind (zurecht) erbost, dass sie ihre Archive offline stellen müssen, dann taucht die Seite depub.org auf, die die ‘geleakten’ Archive veröffentlicht. Das ist schon verdächtig, da die Inhalte sogar lückenlos erscheinen. Aber jetzt machen die Öffentlich-Rechtlichen auch noch mehrfach für die Seite Werbung, die eigentlich ja deren Urheberrechte verletzen!! Wenn da mal nicht jemand das Recht selbst in die Hand nimmt…
Trotzdem gute Aktion: http://depub.org/
Ich vermute ja immer noch, dass Politikern nicht gerade am öffentlichen ‘Gedächtnis’ gelegen ist. Es ist viel leichter, wenn der Pöbel auf sein Kurzzeitgedächtnis reduziert werden kann. Ein periodisches Löschen von ‘Inhalten’ jede 24 Stunden würde uns ja so einige Peinlichkeiten ersparen..
Islamfeindlichkeit Sarrazin, Jones, Steinbach: Die Rechte kriecht weltweit für den Krieg hervor Zwei Meinungen über die Meinungsfreiheit Media rife with anti-Muslim rhetoric in weeks leading up to 9-11 anniversary | Media Matters for Am Opponents of the Murfreesboro mosque say it’s not about religion. Their Muslim neighbors aren’t buying it Kein zweiter Sarrazin: Hessischer Arzt [...]
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Aus Sorge vor einer Schädigung des Ansehens der deutschen Islamkonferenz (DIK) hat der Bundesinnenminister Thomas de Maizière der christdemokratischen Partei CDU eine ruhende Mitgliedschaft an ebendieser Konferenz angeboten. Es sei nicht mehr hinnehmbar, dass eine Partei, gegen deren Mitglieder in finanziellen Angelegenheiten ermittelt würde, offiziell an der Islamkonferenz teilnehme. Dies senke die Glaubwürdigkeit der Ergebnisse einer solchen Konferenz und ist für Staatsvertreter aus Landes- und Bundesebene gleichermaßen nicht hinnehmbar.
Ich hatte ja der CDU gesagt: Solange die erheblichen strafrechtlichen Ermittlungen gegen einzelne Mitglieder laufen, kann ich mich mit Vertretern der CDU nicht an einen Tisch setzen.
Die nicht zufriedenstellend abgeschlossenen Ermittlungen gegen zentrale Mitglieder der Union auf Bundesebene und die neuerlichen Ermittlungen gegen weitere Mitglieder in Rheinland-Pfalz und Hamburg stellen unüberwindbare Hürden für einen glaubhaften Dialog dar. Mit einer Stellungnahme der CDU-Führung wird innerhalb der nächsten Tage gerechnet. Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff hatte aber schon angekündigt, den Ausschluss der christlichen Partei aus der Islamkonferenz auf die Tagesordnung zu setzen.
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Soldaten, die im Auftrag Deutschlands im Ausland tätig seien, dürften nicht mit staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen konfrontiert werden. Franz Josef Jung legt seine Sicht eines Rechtsstaats vor. Er hätte auch gleich sagen können, wer im Dienste seines Landes mordet, der darf nicht belangt werden. Er sichert also noch zu, dass der deutsche Oberst Georg Klein sich nicht [...]
Dass der Sozialstaat unterschiedlich verstanden werden kann, merkt man nicht nur daran, wie Politiker drüber reden, sondern auch und vor allem, wie der moderne Sozialstaat – und vor allem die Aufgaben eines solchen Staates – in anderen Ländern verstanden wird:
Was tun, wenn es in der Beziehung kriselt, gar über Scheidung nachgedacht wird? Der malaysische Staat bietet solchen Paaren jetzt eine Hilfe der besonderen Art: Er finanziert den Paaren einen zweiten Flitterurlaub. So soll die Scheidungsrate in dem Land gesenkt werden. [mehr]
You didn’t, did you?
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schnell Geld fließen kann, wenn es nicht um soziale Einrichtungen oder gesamtgesellschaftliche Vorteile geht. In diesem Zusammenhang sehe ich die Geburtstagsfeier Ackermanns im Kanzleramt, dessen Kosten noch nicht abschätzbar sind und die ohne große vorherige Information vom Steuerzahler getragen werden.
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Hurra. In Afghanistan herrscht Demokratie! Von einer Wahlbeteiligung von 40 bis 50 Prozent ist die Rede – immerhin! Die Besatzer und Heilsbringer des Landes feiern sich selbst. Die Wahlgegner und Anschlagsandroher konnten fast die Hälfte der Wähler nicht davon abhalten, wählen zu gehen. Die Wahlkämpfer hierzulande übertreffen sich gegenseitig in der Hervorhebung dieses grandiosen Ereignisses, das auf der von uns für Afghanistan gezeichneten Geschichte einen weiteren Abschnitt markiert.
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Welcher Frechheit man sich bedienen können muss, um – wie der Gesandte Israels Ilan Mor im Deutschland Radio – zu behaupten, dass Israel den Gaza-Streifen nicht blockieren würde.. Er konkretisiert das wie folgt:
Solange die Hamas dort die Kontrolle haben, werden wahrscheinlich die 1,5 Millionen Palästinenser nicht 100 Prozent in der Lage sein, alles zu bekommen. Ich möchte etwas sagen, und zwar: es gibt keine Blockade. Es gibt Einschränkungen. Jede 24 Stunden werden diese Einschränkungen auf die Probe gestellt, gecheckt und bei Bedarf, wenn es die Sicherheitslage leistet, werden wir mehr und mehr Lebensmittel, Medikamente, fast 100 Prozent liefern können oder erlauben.
Das ist doch nett, oder? Der Tropf, an dem der Gaza-Streifen hängt, ist eben nicht immer verschlossen. Und um diesen ein Stückchen weiter zu öffnen, verlangt man ja nur, dass die Palästinenser ihre demokratisch gewählte Regierung stürzen. Das kann doch nicht zu viel verlangt sein…
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Wo war Obama eigentlich die letzten acht Jahre??
“Was die Vereinigten Staaten auszeichnet, und was auch Sie so auszeichnet, ist die Tatsache, dass wir unsere Werte und Ideale nicht nur dann aufrecht erhalten, wenn es leicht ist – sondern gerade auch dann, wenn es schwierig ist, wenn wir besorgt sind und uns bedroht fühlen.” ((an die Mitarbeiter der CIA gerichtet))
Die USA – und gerade die CIA – haben ja gerade bewiesen, dass sie diese Werte und Ideale relativ leicht fallen lassen.
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Wann hört ein altgewordenes Kind damit auf, auf einem Ameisenhaufen zu trampeln, wenn ihm keiner gesagt hat, das man das nicht tut? Dementsprechend ist der Satz “Einseitige Lösungen politischer Probleme haben in der israelischen Politik Tradition” zu verstehen: Mit Ameisen wird nicht über das Ende der Trampelaktion diskutiert; Jedes Ende ist ein einseitiges und findet statt, wenn das Kind des Mordens müde geworden ist.
Die Anzahl der ermordeten Ameisen beläuft sich inzwischen auf mehr als 1000, davon mehr als 750 Zivilisten, mehr als 150 zivile Polizisten, sieben medizinische Hilfskräfte und drei Journalisten. Kann man erwarten, dass die Eltern oder zumindest die Nachbarskinder dem Kind endlich mit klaren Worten erklären, dass man das nicht tut?
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Während einer Fernsehsendung, in der ein israelischer Journalist saß, wurde dieser von einem befreundeten palästinensischen Arzt aus dem Gaza-Streifen angerufen, der ihm aufgeregt erzählte, dass das israelische Militär seine Wohnung bombardiert hat und drei seiner Kinder getötet hatte. Daran ist – gemessen an den letzten 20 Tagen – nichts wirklich besonders, bis auf die Tatsache, dass das israelische Publikum diesen Anruf mit seiner Dramatik mitbekam – eine seltene Gelegenheit.
Eigentlich müsste man der israelischen Zivilgesellschaft und einigen der hier beheimateten Kriegsbefürworter nur mehr dieser “Zwischenfälle” wünschen – nicht zuletzt Herrn Elmar Brok natürlich. Natürlich hat die israelische Regierung nach einer so peinlichen Panne ihren Soldaten befohlen, die betroffene Familie aus dem Gaza-Streifen in ein israelisches Krankenhaus zu bringen. Der Normalfall scheint ja derzeit der zu sein, dass Ambulanzen die Verletzten nicht erreichen können. Ob den Zuschauern bewusst ist, dass das bei weitem nicht die einzige zerbombte und massakrierte Familie ist?
Die Tagesschau hat eine Zusammenfassung der Ereignisse und auf youtube gibt es das Originalvideo mit englischen Untertiteln.
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Einen hervorragenden und dabei sehr kühlen Kommentar gibt Carsten Kühntopp auf der Tagesschau-Seite zum Besten.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Der Tiefpunkt war die Entscheidung, die Blockade des Gaza-Streifens mitzumachen. Anderthalb Millionen Menschen immer tiefer ins Elend zu drücken, war nicht nur unmoralisch und kriminell – es war dumm. Diese Menschen nur noch auf das Überlebensminimum zu reduzieren, machte den Nahen Osten immer noch unsicherer und instabiler. Den Scherbenhaufen, vor dem die Europäische Union nun steht, hat sie selbst mit angerichtet.
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Diesen Videobericht von Richard C. Schneider möchte ich den Lesern empfehlen. Grundaussage ist die, dass Israels Zielsetzung die ist, der Hamas “eine Lehre zu erteilen”, um dann die Bedingungen für einen nachfolgenden Waffenstillstand diktieren zu können. Herr Schneider spricht das alles sehr sachlich aus, allerdings braucht es nicht viel Sachverstand, um die tatsächliche Vorgehensweise Israels auszumachen.
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Wenn ein Terrorist einen Zivilisten umbringt
und kein Massenmedium die Nachricht überträgt..
..ist der Terrorist dann ein Terrorist?
Die gängige Aussage unter Islamophoben ist, dass nicht jeder Muslim ein Terrorist sei, aber jeder Terrorist ein Muslim sei. Diese Aussage beruht aber im Allgemeinen auf die Weigerung westlicher Medien, die Definition von “Terrorismus” von der vorgegebenen Religiosität des Betroffenen unabhängig zu machen. Ein Nichtmuslimischer Terrorist ist halt “nur” ein Amokläufer, ein Mörder, hat keine für den Nachrichtenwert interessante Religion oder ist schlicht nicht vorhanden – die Nachricht wird nicht gebracht.
Das Blog der Tagesschau hat eine interessante Zusammenstellung von Blogbeiträgen aus Gaza und Israel erstellt. anschauen
Ja, auch ich habe das Video aus dem Irak gesehen, in dem George W. Bush mit einem Paar Schuhen des Reporters Muntadar al-Zaidi beworfen wird. Ich denke, dass es eine sehr effektive Art und Weise war, seiner Meinung Freiheit zu verschaffen und dem Propaganda-Geschwafel Bushs eine realistische Perspektive zu verleihen. Da Bush selbst stets darauf vertraut, dass erst die Geschichtsbücher über sein Handeln urteilen werden, hoffe ich nun, dass wenigstens dieses Ereignis in die Geschichtsbücher als inoffizielles Urteil einfließen wird – es sei denn es ergeht einmal ein richtiges Urteil über die Verbrechen Bushs.
Interessant an der Berichterstattung über den Vorfall finde ich persönlich die explizite Kennzeichnung der Tat als “arabisch”. Den Reigen fing – so glaube ich doch – die BBC an:
Showing the soles of shoes to someone is a sign of contempt in Arab culture.
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Ein herrlicher Kommentar von Katrin Brand zur Auseinandersetzung um Georgien, der die Verlogenheit der Diskussion um das russische Eingreifen klar macht:
Wer Heuchler erleben möchte, kann sie dieser Tage in einem ihrer favorisierten Biotope beobachten: der Weltpolitik. Die eine Weltmacht simuliert Herzenswärme für die Rechte von Minderheiten, die andere Weltmacht glüht vor Sorge um das Selbstbestimmungsrecht aller Völker. Die Begriffe sind dabei austauschbar, denn nichts davon ist echt.
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Gerade habe ich mir den Bericht vom Tagesschau-Korrespondenten in Tel-Aviv ((einen Korrespondenten in den palästinensischen Gebieten braucht die ARD nicht!)) Oliver Mayer-Rüth über den “palästinensischen Widerstand am israelischen Sperrwall” angeschaut und bin ganz schön enttäuscht über die Oberflächlichkeit und teilweise Fehlinformation des Beitrags. Er stellt eine Fehlfunktion des Journalisten und der Redaktion dar. Bereits das Hintergrundbild der Anmoderation ist irreführend und setzt den Trend für den Bericht:

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