Posts tagged: recht

Laying blame for the past

author | 6. Mai 2009

Barack Obama:

“Nothing will be gained by spending our time and energy laying blame for the past.”

Like the brother said

The only rationale for not holding the previous administration accountable is the own fear of being held accountable one day.

Gefolterte Gedächtnisse in den USA?

author | 21. April 2009

Wo war Obama eigentlich die letzten acht Jahre??

“Was die Vereinigten Staaten auszeichnet, und was auch Sie so auszeichnet, ist die Tatsache, dass wir unsere Werte und Ideale nicht nur dann aufrecht erhalten, wenn es leicht ist – sondern gerade auch dann, wenn es schwierig ist, wenn wir besorgt sind und uns bedroht fühlen.” ((an die Mitarbeiter der CIA gerichtet))

Die USA – und gerade die CIA – haben ja gerade bewiesen, dass sie diese Werte und Ideale relativ leicht fallen lassen.

B’Tselem und Al-Haq erhalten Menschenrechtspreis

author | 5. März 2009

Die beiden Menschenrechtsorganisationen die palästinensische Al-Haq und die israelische B’Tselem erhalten am 13. März gemeinsam den niederländischen Menschenrechtspreis “Geuzenpenning” der “Stiftung Geuzen-Widerstand 40-45″. Möglicherweise wird allerdings der Vertreter der Al-Haq – Shawan Jabarin – nicht anwesend sein können, weil ihm derzeit noch die Ausreise durch Israel verwehrt wird.

Der Umgang mit Muntadhar al-Zaidi

author | 17. Dezember 2008

Nach Aussagen des Bruders des irakischen Journalisten Muntadhar al-Zaidi hat dieser bereits eine gebrochene Hand, eine gebrochene Rippe und leidet unter internem Bluten und einer Verletzung des Auges, nachdem er bei der Pressekonferenz offenbar von Sicherheitsbeamten und Kollegen geschlagen, getreten und an den Haaren gezerrt wurde. Ein Video im Guardian verdeutlicht vor allem die Behandlung des Journalisten nach seinem handgreiflichen Einsatz. Dazu gehört z.B., dass irakische Sicherheitsmänner die Abschaltung jeglicher Kameras gefordert hatten. Das Video aus den hinteren Reihen des Raumes zeigt, wie ein Mann Muntadhar al-Zaidi tritt, während andere Männer ihn an den Haaren aus dem Raum zerren. Ein Englisch sprechender Mann drückt seine Verwunderung lautmalerisch über die Behandlung aus.

Endlich rechtsfreie Moderne-Erziehung!

author | 18. November 2008

Mann muss mit Nicht-Jungfrau verheiratet bleiben:

Ein muslimischer Informatiker in Frankreich, der seine Ehe hatte auflösen lassen, weil seine Frau keine Jungfrau mehr war, muss vorerst doch mit ihr verheiratet bleiben. Das hat das Berufungsgerichts im nordfranzösischen Douai entschieden. Der Anwalt des Mannes nannte die Entscheidung “sehr beunruhigend”. Die Freiheit des Einzelnen sei dadurch in Gefahr.

Da Lügen in der Wahlwerbung kein Grund darstellt, einen Gewählten des Amtes zu verweisen, kann natürlich Lügen vor der Ehe kein Grund zur Annullierung dieser Ehe sein! So oder so ähnlich kann man sich ja das Urteil erklären..

Telekommunikationsdaten dürfen gespeichert, aber seltenst weitergegeben werden

author | 19. März 2008

Das Bundesverfassungsgericht gibt bekannt: Der Eilantrag gegen die Vorratsdatenspeicherung ist teilweise erfolgreich:

Aufgrund eines Abrufersuchens einer Strafverfolgungsbehörde hat der Anbieter von Telekommunikationsdiensten die verlangten Daten zwar zu erheben und zu speichern. Sie sind jedoch nur dann an die Strafverfolgungsbehörde zu übermitteln, wenn Gegenstand des Ermittlungsverfahrens eine schwere Straftat im Sinne des § 100a Abs. 2 StPO ist, die auch im Einzelfall schwer wiegt, der Verdacht durch bestimmte Tatsachen begründet ist und die Erforschung des Sachverhalts auf andere Weise wesentlich erschwert oder aussichtslos wäre (§ 100a Abs. 1 StPO). In den übrigen Fällen ist von einer Übermittlung der Daten einstweilen abzusehen.

Leider hat das Gericht den Eilantrag bezüglich der Speicherungspflicht abgelehnt! Ich weiß nicht so recht, ob das ein Gewinn für die Datenschützer/bzw. Bürger ist..

Rowan Williams und Scharia – religiöse und säkulare Gerichte

author | 14. März 2008

Vor etwa einem Monat hat der anglikanische Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, laut Medienmeldungen gefordert, “die Scharia in bestimmten Fällen in Großbritannien anzuwenden”. Und genauso wie zu erwarten ist, dass sich so einige Muslime über Karikaturen aufregen würden, die vorgeben, den Propheten Muhammad (saws) darzustellen, war abzusehen, dass die Worte Rowan Williams Entrüstungswellen nach sich ziehen würden. ((Vielleicht ein besserer Vergleich: Die Regensburger Rede des Oberhauptes der katholischen Kirche, die die wenigsten Muslime gelesen hatten, die sich lauthals darüber aufgeregt hatten – denn dies trifft auch für die meisten Kritiker Williams zu..))

Das Thema ist so groß, dass ich mehrere Artikel darüber schreiben werde, in der Hoffnung ein wenig mehr Licht in dieses Thema zu bringen. Die wenigsten Menschen scheinen die Rede des Erzbischofs gelesen zu haben und die meisten Medien scheinen sie misverstanden zu haben. Deshalb fange ich mit einer Bestandaufnahme dessen an, was in der Rede zum Thema gesagt wurde.

Ein Dorn weniger – wikileaks

author | 20. Februar 2008

BBC berichtet, dass das kalifornische Gericht dem Hoster der Seite wikileaks.org – dynadot – angeordnet hat, die Seite offline zu nehmen, nachdem eine Schweizer Bank das Gericht angerufen hat.

Die Schweizer Bank Julius Baer hatte vor Gericht geklagt, da auf der Seite wikileaks.org Dokumente zu finden waren, die Geldwäsche- und Steuerhinterziehungsaktivitäten betreffen. Per Gerichtsbeschluss darf der Hoster den Domainnamen noch nicht einmal zum Umzug freigeben. Außerdem sollen Zugangsdaten zur Seite offen gelegt werden, wahrscheinlich um den Autor der Artikel zu identifizieren. Auf heise steht dazu:

Vorausgegangen war ein Rechtsstreit mit der Niederlassung des Schweizer Bankhauses Julius Baer auf den Cayman Islands. Wikileaks hatte im Januar mehrere hundert Dokumente veröffentlicht, die Steuerhinterziehung und Geldwäsche in dem Bankhaus belegen sollen. Darunter sind interne Schreiben, Korrespondenz und Kalkulationen. Die Wikileaks-Aktivisten geben an, dass sie die Daten an die entsprechenden Steuerbehörden weitergeleitet haben, damit die weitere Recherchen anstellen – meldet aber auch selbst Zweifel an der Korrektheit der Daten an. Die Wikileaks-Betreiber beschränken sich nicht auf die Veröffentlichung der Dokumente, sondern versuchen, kollektiv die Richtigkeit der Angaben zu überprüfen und durch weitere Informationen zu ergänzen.

Nein wirklich: Ausländer raus!

author | 22. Januar 2008

Statt des bisherigen Leiters der Intensivtäterabteilung in Berlin Roman Reusch, der zuletzt für seine diskrimatorischen Aussagen in die Schlagzeilen gekommen ist, wird nun mit einem ehemaligen stellvertretenden Landesvorsitzenden der Republikaner ersetzt! [via anders deutsch]

Nachdem Generalstaatsanwalt Ralf Rother am Mittwoch im Rechtsausschuss angekündigt hatte, den umstrittenen Leiter der Intensivtäterabteilung, Roman Reusch, abzulösen, sorgte am Wochenende eine weitere Personalie für Aufregung. Mit Rolf von Niewitecki soll ein ehemaliger stellvertretender Parteivorsitzender der rechtsextremen Republikaner in Reuschs Abteilung wechseln.

Köhler unterschreibt Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung

author | 26. Dezember 2007

Bundespräsident Horst Köhler hat heute das “Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung und zur Telekommunikations-überwachung” unterschrieben. Damit ist eine weitere Hürde genommen in Richtung der totalen Überwachung. Köhler habe “keine durchgreifenden Gründe” gegen das Gesetz gefunden, obwohl ihm nicht nur vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung genügend Gründe genannt wurden.

Hausdurchsuchung in Bayern, Reloaded

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Vor einem Monat hatte die Sendung “Fakt” über einen Polizeieinsatz in Bayern berichtet, bei dem ein Haus einer Familie durchsucht, der Vater verhört und die Mutter von den Kindern getrennt wurde. Der Grund für die Durchsuchung waren Schmierereien auf dem Haus des Papstes und – so nimmt der Beschuldigte an – ein Gespräch in einer Arztpraxis, in dem er sich negativ über den Papstbesuch geäußert hatte. Der Aufmarsch der Polizisten war in keinem Fall angemessen, auch wenn man alles, was dem Mann vorgeworfen wurde berücksichtigt.

Nun wollte ich wissen, was aus dem Fall geworden ist und stieß über das Politblog auf eine Reaktion aus dem Altöttinger Wochenblatt, in der der Autor – Mike Schmitzer – den Fall relativiert und dem ARD vorwirft, schlecht recherchiert zu haben..

US-Zugriff auf SWIFT-Bankdaten wird überprüft

author | 26. Juni 2006

Belgien überprüft US-Zugriff auf Bankdaten:

Die belgische Regierung hat Ermittlungen gegen US-Behörden eingeleitet. Hierbei soll überprüft werden, ob mit den Recherchen in der belgischen Banken-Datenbank Swift gegen nationales Recht verstoßen wurde. Im Kampf gegen den Terror hat sich die US-Regierung nach dem elften September 2001 Zugriff auf die Datenbank verschafft, die weltweit den Finanzverkehr von etwa 7800 Geldinstituten in mehr als 200 Ländern abwickelt. Die USA verteidigt die Spionage als “lebensnotwendig im Krieg gegen den Terror”. Mit der Recherche wollte die USA Anhängern der Terrororganisation Al Kaida auf die Spur kommen.

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Sind wir noch zu retten? – Teil 2

author | 22. Juni 2006

Jugendliche filmen Vergewaltigung und verschicken Bilder per Handy:

Offenburg (dpa/lsw) – Nach der Vergewaltigung einer 17 Jahre alten Schülerin hat die Polizei im Ortenaukreis drei nahezu gleichaltrige Jugendliche festgenommen. Sie sollen sich an der 17-Jährigen auf einem öffentlichen Parkplatz nacheinander brutal vergangen haben, teilte die Polizei am Montag in Offenburg mit. Ein vierter Jugendlicher habe die Tat mit seinem Foto-Handy gefilmt und die Bilder anschließend an Freunde verschickt. Der Film diene der Polizei nun als Beweismittel.

Täter und Opfer seien erheblich betrunken gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Die mutmaßlichen Täter seien zwischen 16 und 18 Jahre alt. Nach der Tat sei das Mädchen liegen gelassen worden, ohne dass sich jemand um sich kümmerte. Die Jugendlichen kamen in Untersuchungshaft.

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Das Ende der freien Foren?

author | 16. April 2006

Im Gerichtsprozess zwischen dem Heise-Verlag und Universal Boards wurde vorgestern die Urteilsbegründung veröffentlicht, die in der Blogosphäre für einige Aufregung gesorgt hat.

Demnach handelt es sich bei Webforen um eine “besonders gefährliche Einrichtung”. Derjenige, der eine solche Gefahrenquelle betreibe, sei einer verschärften Haftung unterworfen.

Indes lässt die Urteilsbegründung viele Fragen offen .. weiterlesen..

Skript zu Internetrecht veröffentlicht

author | 18. Januar 2006

Prof. Dr. Thomas Hoeren vom münsteraner Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht hat ein Skript zum Thema “Internetrecht” onlinegestellt. Meiner Meinung nach könnte das Skript als Grundlage eines Blogger-Zusammenschlusses werden, wie er hier angedacht wurde (mein Eintrag).

[via netzpolitik und Ehrensenf]

Blogger-Rechtsschutzversicherung

author | 2. Januar 2006

Ich wäre auch dabei! elfengleich schlägt vor, eine Rechtsschutzversicherung speziell für Blogger einzurichten. Ich glaube auch, dass genügend Blogger mitmachen würden.

Schließlich sind es doch immer die gleichen Probleme im Marken- und Namensrecht sowie Kritik an Unternehmen, die uns in Schwierigkeiten bringen können. Und auch wenn wir im Recht sind, braucht es häufig einen Anwalt, um dieses durchzusetzen. Wer traut sich schon zu, selbst juristisch korrekt auf solche Schreiben zu antworten? Abgesehen davon, daß die Gegenseite einen ohne anwaltliche Vertretung auch nicht ernst nimmt und bisher darauf vertrauen konnte, daß Privatleute aus Kostengründen lieber klein beigeben, als vor Gericht zu gehen.

Regionalgruppe Transparency International Niedersachsen

author | 28. Dezember 2005

Gerade gefunden:

Regionalgruppentreffen Niedersachsen

Die Regionalgruppe [Transparency International] Niedersachsen lädt zu ihrem 4. Treffen ein für Freitag, 13. Januar 2006 in Hannover von 17 bis 19 Uhr im Hotel “Loccumer Hof”: Kurt-Schumacher-Straße 14/16 (Tel 0511 12640); Nähe Hbf; Raum: “Luthers Lesekemenate”; begrenzt Parkmöglichkeit nach tel. Vorklärung.

Wenn sich Politik in die Rechtsprechung einmischt…

author | 27. Dezember 2005

Nach “was ist Folter?” kommt nun “was ist Verschleppung?”. Laut Generalbundesanwalt Kay Nehm können Demokratien nicht verschleppen – oder sie tun es nicht! Vielmehr ist Verschleppung die Vorgehensweise von totalitären Regimen bzw. Diktaturen. Deshalb ist es abwegig zu behaupten, dass Khalid Al-Masri verschleppt wurde.

Weil hier aber keine Diktatur, sondern wahrscheinlich die US-Stellen die Täter sind, deutet die Bundesanwaltschaft das Merkmal “politische Verfolgung” im Lichte des Asylgrundrechts. Das trifft auf jene zu, die wegen Rasse, gesellschaftlicher Gruppe, Religion oder politischer Überzeugung belangt werden.

Leben und bespitzeln lassen

author | 23. Dezember 2005

Die Bespitzelungsaffäre in den USA nimmt komische Formen an, wo jetzt die Republikaner versuchen, das Handeln ihres “Commander-in-Chief”s zu rechtfertigen.

Coulter: “The government should be spying on all Arabs, engaging in torture as a televised spectator sport, dropping daisy cutters wantonly throughout the Middle East and sending liberals to Guantanamo”

Urheberrecht-Pauschale auf Stifte erhoben!

author | 20. Dezember 2005

Begründung: Meine Damen und Herren, stellen Sie sich vor, dass es jedem Bürger mittels eines einfachen Utensils möglich ist, sämtliche grossen Werke, Enzyklopädien, Romane und Sachbücher zu kopieren.

Das Münchner Oberlandesgericht hat der “Verwertungsgesellschaft Wort” das Recht gegeben, davon auszugehen, dass die von ihr vertretenen Werke geklaut werden und dafür alle PC-Käufer vorab zu bestrafen!