Ich wurde gebeten folgenden Artikel der jüdischen Organisation Neturei Karta zu veröffentlichen, was ich hiermit auch tue:
Nachdem bekannt wurde, dass die belgische Regierung sechs zum Teil schwer verletzte Kinder aus Gaza nach Brüssel eingeflogen hatte, um sie dort in verschiedenen Krankenhäusern unterzubringen, haben sich einige orthodox-jüdische Rabbiner aus Palästina, den USA, Kanada und England auf den Weg gemacht um diese Kinder dort zu besuchen. Vor dem beabsichtigten Besuch fand in Brüssel eine gemeinsame zweistündige Pressekonferenz der Arab-European League (AEL) Belgien und den Niederlanden mit den Rabbinern von Neturei Karta statt. Nach dieser sehr erfolgreichen und stark besuchten Pressekonferenz fuhren die beiden Delegationen zu einem der Kinder. Man hatte Geschenke dabei und übergab dem Vater des 10jährigen Jungen, dessen Familie allein 30 Verwandte während des Massakers des zionistischen Staates in Gaza verloren hatte, eine Solidaritäts- bzw. Erinnerungserklärung an diesen Besuch.
- Michael Lüders: “Hamas militärisch nicht zu schlagen”
Eine dauerhafte Befriedung wird nur auf der Grundlage einer politischen Friedenslösung möglich sein. Dies schließt ein, dass die Palästinenser ihre Gewalt gegenüber Israel einstellen. Umgekehrt wird Israel klar benennen müssen, innerhalb welcher Grenzen es gewillt ist, einen unabhängigen, lebensfähigen palästinensischen Staat an seiner Seite entstehen zu lassen. Der neue Staat kann letztlich nur aus den von Israel besetzten Gebieten bestehen: dem Gazastreifen und dem Westjordanland mit Ostjerusalem als Hauptstadt.
Das Problem besteht darin, dass der israelische Siedlungskolonialismus im Westjordanland jeden unabhängigen palästinensischen Staat zur Illusion werden lässt. Die Siedler kontrollieren mittlerweile rund 50 Prozent des Westjordanlandes. Es gibt schlichtweg keinen Raum mehr für einen palästinensischen Staat. Die israelische Regierung ist nicht zu grundlegenden territorialen Zugeständnissen an die Palästinenser bereit. Das gilt sowohl für die derzeitige Kadima-Regierung, als auch für eine mögliche Likud-Regierung nach der kommenden Wahl.
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