Neue Artikel: 19. May 2010
Neue Artikel für den 19. May 2010: Custom Feed: Pro und Contra Äpfel, Sculptris, Kurze Frage, Report: Israel preparing for possible reoccupation of Gaza
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Neue Artikel für den 22. April 2010: Custom Feed: Warum sie Palästina nicht sehen
214056 Stunden nach dem Ende des Titeljahres eines im Jahre 1949 erschienen Romans erscheint diese Artikelübersicht. Sie handelt von Medien, dem Nahen Osten, Rassismusbekämpfung und Muslimen..
Der Raketenbeschuss von Sderot und Ashkelon aus dem Gaza-Streifen müsse aufhören. Dies wird als Voraussetzung genannt, um die israelische Kriegsmaschinerie zum Stillstand zu bringen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier gingen so weit, der Hamas die alleinige Schuld am Ausbruch der Bombardierung zu geben. Nach deren Version hat die Hamas – im Gegensatz zu Israel – den Waffenstillstand nicht beachtet. Gerne werden dabei “Tausende” Raketen seit 2000 und 21 Tote auf israelischer Seite seit dem militärischen Abzug aus Gaza 2006 zitiert. Zuletzt sagte Außenminister a.D. Joschka Fischer in einem “ZEIT”-Interview zum chronologischen Ablauf der Eskalation:
Hamas hat den Waffenstillstand für beendet erklärt und den Beschuss Südisraels mit Raketen wieder aufgenommen. Das sind Tatsachen, über die ein internationaler Konsens besteht.
Was würde ein Staat tun, wenn er täglich von seinem Nachbarstaat bombardiert wird? Diese Frage wird gerne von denen gestellt, die glauben machen wollen, dass in Gaza ein unabhängiger Staat mit allen damit verbundenen Rechten existiert, die damit auch eine Legitimation für die massenhaften Morde Israels gefunden zu haben scheinen.
Es lohnt sich also, die Frage zu stellen, inwiefern die Prämisse dieser Legitimation stimmt: Was hat es also mit dem Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen auf sich?
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, aber diese Worte sagen weit mehr. Dem lieben Herrn Malte Lehming widme ich folgendes Zitat:
This quote is dedicated for Malte Lehming, who thinks we should just resist the urge of feeling mercy when we see palestinians suffer and die. Malte, you’re right! They should die, without causing us trouble.. So, this is to you..
These are just a couple of images that i’ve witnessed. In all the locations people are going through the dead terrified of recognizing a family member among them. The city is in a state of alarm, panic and confusion, cell phones aren’t working, hospitals and morgues are backed up and some of the dead are still lying in the streets with their families gathered around them, kissing their faces, holding on to them. Outside the destroyed buildings old men are kneeling on the floor weeping. Their slim hopes of finding their sons still alive vanished after taking one look at what had become of their office buildings.
At least 160 people dead in today’s air raid. That means 160 funeral processions, a few today, most of them tomorrow probably. To think that yesterday these families were worried about food and heat and electricity. At this point I think they -actually all of us- would gladly have Hamas sign off every last basic right we’ve been calling for the last few months forever if it could have stopped this from ever having happened.
Safa via Huffington Post
Etwa 24 Stunden nach dem Anfang der Invasion des Gaza-Streifens warte ich immer noch auf den Augenblick, an dem ich nicht mehr so sprachlos bin. Deshalb versuche ich für mich und für andere einige Reaktionen anderer festzuhalten in der Hoffnung, dass es einfacher wird, sich früher oder später einen Reim aus der Invasion zu machen. Ich musste natürlich eine Auswahl treffen derjenigen Kommentare, die ich hier vorstelle.
Der Gemässigte: Olmert: Israeli lives worth more than Palestinian ones:
Ehud Olmert, the Israeli Prime Minister, expressed “deep regret” for army operations that have killed 14 Palestinian civilians in Gaza in just nine days but said the lives of Israeli citizens threatened by Qassam attacks were “even more important”.
The deaths in three separate missile attacks overshadowed Mr Olmert’s first meeting with the Palestinian President, Mahmoud Abbas, since taking office, as grieving relatives gathered here to mourn the two latest civilian victims, Fatima Ahmed, a 37-year-old pregnant mother of two small children, and her brother Zakaria, 45.
René Bräunlich und Thomas Nitzschke – die beiden deutschen Ingenieure, die im Irak gefangengenommen wurden, wurden freigelassen und haben sich geäussert. Bräunlich beschrieb die Entführer als “Moslems mit großem Engagement”. Sie hätten fünfmal am Tag gebetet. “Sie haben uns, soweit es ging, über das Gute im Islam erzählt und oft im Koran gelesen. Aber fanatisch [...]
Aus einem mir unerklärlichen Grund habe ich heute die Neue Presse statt der Hannoverschen Allgemeine bekommen. Da ich nur ein Test-Abo “fahre”, werde ich es ihnen verzeihen, aber wenn mir noch einmal dieses Klopapier von Zeitung in den Briefkasten kommt, werde ich — ich werde freundlich nachfragen, was ich den Menschen von madsack getan habe, [...]
Seit nun mehr als 40 Tagen hat Israel die einzige Handelsgrenze zum Gaza-Streifen geschlossen, im Versuch die Bewohner für die Wahl einer politischen Vertretung zu bestrafen. Laila El-Haddad, die Bloggerin hinter “Raising Yousuf: A diary of a mother under occupation”, beschreibt die Situation im Artikel Bread runs out in face of Israeli closure wie folgt:
Walking around Gaza today, one would have thought there was a war looming (well, I guess we are in a perpetual state of low-intensity war, but still). Most bakeries throughout the city were closed by mid-afternoon, with the only remaining ones jam-packed with customers, lines extending out to the streets till late at night.
The reason: flour stocks have officially run out in Gaza due to a 44-day and going-strong Israeli-imposed closure of the only commerical crossing for goods and humanitarian supplies.
Neuerdings scheint es verboten in Deutschland über die Besatzung des Iraks zu sprechen. Oder wie soll man folgende Nachricht interpretieren??
Berliner LKA erteilt Redeverbot für irakische Besatzungsgegner:
Am Nachmittag des 11. März wurde der “Internationale Freundschafts- und Solidaritätsverein” in der Berliner Silbersteinstraße von einer Hundertschaft der Bereitschaftspolizei umstellt. Hintergrund dieser massiven Drohgebärde war die geplante Veranstaltung mit Awni Al Kalemji von der Irakischen Patriotischen Allianz.
Gegenüber der vor Ort anwesenden Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke erklärten zwei Beamte des Landeskriminalamtes, dass sie Awni Al Kalemji ein Schriftstück übergeben wollen, das ihn zwingt, öffentlich nicht aufzutreten und keine öffentlichen Reden zu halten – andernfalls müsste er festgenommen werden. Das heißt, Awni Al Kalemji wäre überhaupt keine Gelegenheit gegeben gewesen, gegen dieses “Schriftstück” rechtlichen Widerspruch einzulegen, da es ihm erst wenige Minuten vor Veranstaltungsbeginn übergäben worden wäre.
Hinzu kommt, dass sich die beiden Beamten gegenüber der Bundestagsabgeordneten anfänglich als Mitarbeiter einer “Gewerbeaufsicht ausgaben. Damit wurden vorsätzlich falsche Tatsachen vorgespielt. Mehr noch: Die Beamten weigerten sich sowohl, Ulla Jelpke den Grund ihres Einsatzes zu nennen, als auch, den Namen des Einsatzleiters zu nennen.
Freie Meinungsäusserung? Ja, aber nur wenn es darum geht, gegen Muslime zu hetzen.
[Original bei freace.de]
Wie beispielsweise der österreichische ORF am Mittwoch berichtete, sind auch als Geiseln genommene Kinder von US-Soldaten im Irak “üblicherweise” gefoltert worden, um Angehörige “zum reden” zu bringen.
Dun Dun Dun DuDuDun DuDuDun, Duuun Duun Duuuun, Dun DuDun Dun DuDuun,
Es ist zu befürchten, daß der Konflikt sich nun auf dem Gleis befindet, auf das die US-Regierung ihn schon seit drei Jahren zu schieben versucht. Sollte sich bewahrheiten, daß auch Rußland darauf setzt, den Iran durch Bildung einer möglichst breiten internationalen Front in die Knie zu zwingen, stehen die Chancen für eine politische Einigung sehr schlecht, auch wenn die Führung in Teheran diesen Weg immer noch ausdrücklich offen hält. Auf der anderen Seite haben iranische Politiker angekündigt, daß die Einschaltung des UNO-Sicherheitsrats, mit welcher Formulierung auch immer, als Zäsur angesehen würde. Iran würde in diesem Fall, einem Parlamentsbeschluß vom vorigen Jahr folgend, alle freiwilligen Zugeständnisse zurückziehen. Angefangen bei der Wiederaufnahme der seit November 2003 unterbrochenen Arbeiten an der Urananreicherung.
Jacques Chirac und Angela Merkel hören sich scheinbar gerne gegenseitig mit den Säbeln rasseln. Während Frau Merkel noch mit politischen Waffen rasselt, schwingt Chirac die grossen Bomben und droht mit Atomschlägen. Frau Merkels Antwort: “Würd’ ja auch gerne!“
Das Interessante ist folgendes: Warum bedrohen wir den Iran? Bedroht er uns? Will er uns angreifen? Hat er uns schon angegriffen? Will er irgendwen angreifen?
Frau Merkel fordert, dass eine “abgestimmte Vorgehensweise” dazu dienen soll, dass “eine breite Mehrheit” gegen den Iran im Gouverneursrates der Internationalen Atomenergiebehörde entsteht. Aber warum muss sich der Iran irgendwem beugen? Fakt ist, dass der Iran vollkommen berechtigt ist, atomare Energie zu nutzen und in einem geschlossenen Kreis zu produzieren. Was der Iran laut Atomwaffensperrvertrag nicht darf, ist die Nutzung (Besitz?) von Atomwaffen! Ob wir dem Iran glauben mögen, dass er sich an den Vertrag hält oder nicht, ist zunächst einmal vollkommen ohne Belang, denn wir würden unsere Nutzung der Atomenergie auch nicht aufgeben wollen, nur weil der Iran uns nicht vertraut (genügend Grund hätte er inzwischen ja).
Unter der Überschrift “Gedanken zum Iran-Krieg” beschreibt Professor Georg Meggle in einem Artikel auf Telepolis den anstehenden Irankrieg sehr ausführlich. Er beschreibt zwar die Gründe für die USA und Israel, Iran anzugreifen, es wird aber nicht klar, warum wir – Deutschland – uns an einem solchen Angriffskrieg beteiligen müssen. Auch Professor Mohssen Massarrat von der Universität Osnabrück hat eine Analyse zum Irankrieg bei der AG Friedensforschung an der Uni Kassel veröffentlicht.
Die Zeichen stehen auf Krieg. Warum wollen wir den Iran angreifen? Unsere Politiker wollen uns weismachen, wir “müssten” den Iran angreifen, es bleibt uns gewissermassen keine andere Möglichkeit. Ein wirklicher Grund wird nicht genannt ausser, dass der Iran angeblich Atomwaffen produzieren will. Wer das glaubt, muss schon echt kein Gedächtnis mehr haben.
Weiterlesen kann man auf Flying Imam, Jalan-Jalan oder Lenin’s Tomb.
Dass Frau Merkel nicht – wie es in Russland heute der Fall war – in den USA mit Menschenrechtsorganisationen gesprochen hat, kann nur mit dem nötigen Hintergrund erklärt werden. Jedes Staatsoberhaupt, das was aus sich hält wünscht sich offensichtlich einen Krieg, den er/sie für sich in der Geschichte verbuchen kann. Frau Merkel muss zu den Jublern gezählt werden, wenn es um die Kriegsvorbereitung gegen den Iran geht.
Da Russland der Kriegserklärung gegen den Iran noch nicht ganz so zugeneigt ist, wie es Deutschland, Gross Britannien, Frankreich und natürlich die USA sind, musste Angela Merkel mit zwei Akten gleichzeitig ins Land rücken, denn wie sonst kann sie Putin unter Druck setzen?
Norwegen hat aus ethischen Gründen seine Anteile an sieben Konzernen verkauft, die an der Herstellung von Teilen für Atomwaffen beteiligt sind.
Wie Finanzministerin Kristin Halvorsen mitteilte, hat der staatliche Ölfonds seine bisherigen Beteiligungen an den Unternehmen, darunter auch Boeing und Honeywell, in Höhe von 3,3 Milliarden norwegischen Kronen (415 Millionen Euro) veräußert. Mit dem Ölfonds legt Norwegen Einnahmen aus der Öl- und Gasförderung zur Sicherung künftiger Pensionszahlungen im Ausland an.
Zu Spät? Keineswegs!
Griechisch-orthodoxe, syrisch-orthodoxe und koptische Christen feiern Weihnachten am 6./7. Januar. Während in der russischen Region das Weihnachtsfest als religiöser “Opium” verboten wurde und nur im Geheimen – wenn überhaupt – gefeiert wurde, sind die koptischen Weihnachten in Ägypten, Äthiopien oder etwa Eritrea seit langem Nationalfeiertage. Nur am Rand: Obwohl die Mehrheit der syrischen Christen syrisch-orthodox sind, ist der offizielle Feiertag zu Weihnachten am 25. Dezember!
Gestern auf der Daily Show:

Dem armen George Bush wird eine Frage gestellt, der er nicht schnell genug ausweichen konnte:
Frage: Ich würde gerne wissen, warum Sie und andere in Ihrer Administration immer noch die Ereignisse vom 11. September (2001) mit der Invasion des Iraks verknüpfen, wenn bis heute kein respektierter Journalist oder Nahostexperte solch eine Verbindung bestätigen konnte.
Bush: Was, was hat sie gerade gesagt? .. Ich habe die Frage nicht verstanden .. tut mir leid. …. Ich hab nicht .. Entschuldigung, ich hab Sie nicht gehört .. wirklich!
Wow, das muss man erst mal schaffen!