Und die Menschlichkeit nimmt kein Ende… (Shlomi Eldar, Dr. Az A-Din Abu al-Ayash)
Während einer Fernsehsendung, in der ein israelischer Journalist saß, wurde dieser von einem befreundeten palästinensischen Arzt aus dem Gaza-Streifen angerufen, der ihm aufgeregt erzählte, dass das israelische Militär seine Wohnung bombardiert hat und drei seiner Kinder getötet hatte. Daran ist – gemessen an den letzten 20 Tagen – nichts wirklich besonders, bis auf die Tatsache, dass das israelische Publikum diesen Anruf mit seiner Dramatik mitbekam – eine seltene Gelegenheit.
Eigentlich müsste man der israelischen Zivilgesellschaft und einigen der hier beheimateten Kriegsbefürworter nur mehr dieser “Zwischenfälle” wünschen – nicht zuletzt Herrn Elmar Brok natürlich. Natürlich hat die israelische Regierung nach einer so peinlichen Panne ihren Soldaten befohlen, die betroffene Familie aus dem Gaza-Streifen in ein israelisches Krankenhaus zu bringen. Der Normalfall scheint ja derzeit der zu sein, dass Ambulanzen die Verletzten nicht erreichen können. Ob den Zuschauern bewusst ist, dass das bei weitem nicht die einzige zerbombte und massakrierte Familie ist?
Die Tagesschau hat eine Zusammenfassung der Ereignisse und auf youtube gibt es das Originalvideo mit englischen Untertiteln.

