Ich wurde gebeten folgenden Artikel der jüdischen Organisation Neturei Karta zu veröffentlichen, was ich hiermit auch tue:
Nachdem bekannt wurde, dass die belgische Regierung sechs zum Teil schwer verletzte Kinder aus Gaza nach Brüssel eingeflogen hatte, um sie dort in verschiedenen Krankenhäusern unterzubringen, haben sich einige orthodox-jüdische Rabbiner aus Palästina, den USA, Kanada und England auf den Weg gemacht um diese Kinder dort zu besuchen. Vor dem beabsichtigten Besuch fand in Brüssel eine gemeinsame zweistündige Pressekonferenz der Arab-European League (AEL) Belgien und den Niederlanden mit den Rabbinern von Neturei Karta statt. Nach dieser sehr erfolgreichen und stark besuchten Pressekonferenz fuhren die beiden Delegationen zu einem der Kinder. Man hatte Geschenke dabei und übergab dem Vater des 10jährigen Jungen, dessen Familie allein 30 Verwandte während des Massakers des zionistischen Staates in Gaza verloren hatte, eine Solidaritäts- bzw. Erinnerungserklärung an diesen Besuch.
Wann hört ein altgewordenes Kind damit auf, auf einem Ameisenhaufen zu trampeln, wenn ihm keiner gesagt hat, das man das nicht tut? Dementsprechend ist der Satz “Einseitige Lösungen politischer Probleme haben in der israelischen Politik Tradition” zu verstehen: Mit Ameisen wird nicht über das Ende der Trampelaktion diskutiert; Jedes Ende ist ein einseitiges und findet statt, wenn das Kind des Mordens müde geworden ist.
Die Anzahl der ermordeten Ameisen beläuft sich inzwischen auf mehr als 1000, davon mehr als 750 Zivilisten, mehr als 150 zivile Polizisten, sieben medizinische Hilfskräfte und drei Journalisten. Kann man erwarten, dass die Eltern oder zumindest die Nachbarskinder dem Kind endlich mit klaren Worten erklären, dass man das nicht tut?
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Während einer Fernsehsendung, in der ein israelischer Journalist saß, wurde dieser von einem befreundeten palästinensischen Arzt aus dem Gaza-Streifen angerufen, der ihm aufgeregt erzählte, dass das israelische Militär seine Wohnung bombardiert hat und drei seiner Kinder getötet hatte. Daran ist – gemessen an den letzten 20 Tagen – nichts wirklich besonders, bis auf die Tatsache, dass das israelische Publikum diesen Anruf mit seiner Dramatik mitbekam – eine seltene Gelegenheit.
Eigentlich müsste man der israelischen Zivilgesellschaft und einigen der hier beheimateten Kriegsbefürworter nur mehr dieser “Zwischenfälle” wünschen – nicht zuletzt Herrn Elmar Brok natürlich. Natürlich hat die israelische Regierung nach einer so peinlichen Panne ihren Soldaten befohlen, die betroffene Familie aus dem Gaza-Streifen in ein israelisches Krankenhaus zu bringen. Der Normalfall scheint ja derzeit der zu sein, dass Ambulanzen die Verletzten nicht erreichen können. Ob den Zuschauern bewusst ist, dass das bei weitem nicht die einzige zerbombte und massakrierte Familie ist?
Die Tagesschau hat eine Zusammenfassung der Ereignisse und auf youtube gibt es das Originalvideo mit englischen Untertiteln.
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