Posts tagged: irak

Blackwater: In den USA hat mal wieder big money gewonnen!

author | 2. Januar 2010

Der “Verfahrensfehler” in der Beweisaufnahme für den Fall gegen die Ex-Mitarbeiter von Blackwater in den USA bestand in der Androhung von Jobverlust! Jobverlust! Der Rechtsstaat USA sieht vor, dass eine unter Druck erwirkte Aussage nicht vor Gericht verwendet darf, deshalb kann der Fall nicht weiter bearbeitet werden (die Zeugenaussagen sind da vollkommen irrelevant offensichtlich!). Es ist schon komisch, wann so ein Rechtsstaat überhaupt bedient wird…

Artikelübersicht für den 3.6.2009

author | 3. Juni 2009

214056 Stunden nach dem Ende des Titeljahres eines im Jahre 1949 erschienen Romans erscheint diese Artikelübersicht. Sie handelt von Medien, dem Nahen Osten, Rassismusbekämpfung und Muslimen..

Frauenbeauftragte bietet Rückkehr zu ihrem Amt an

author | 10. März 2009

Ich schrieb vor Kurzem über die irakische Frauenbeauftragte Nawal Samarai, die ihr Amt niedergelegt hatte, da dieses von der Regierung nicht ernst genommen wurde. Die Washington Post berichtet nun, dass Frau Samarai das Amt wieder aufzunehmen sucht. Der Grund ist nicht etwa, dass die Regierung Fehler eingesehen hätte, sondern vielmehr, dass die Geschichte rund um ihre Resignation einen solchen Wirbel hervorgerufen hatte, dass nun internationale Organisationen ihr Hilfe angeboten haben. Zusätzlich haben sich mehr als 50 irakische Frauen bereit erklärt gemeinnützig im Amt auszuhelfen.

Noch steht scheinbar noch aus, wie die irakische Regierung auf Frau Samarais Ersuchen reagieren wird.

Same old MessOPotamia

author | 4. März 2009

Jon Stewart über den nicht wirklich großen Unterschied zwischen der Irak-Strategie von Barak Obama und der Bush-Strategie.

Artikel für den 23. Februar 2009

author | 24. Februar 2009

Leider bin ich derzeit zu beschäftigt, um komplette Artikel selbst zu schreiben. Trotzdem möchte ich einige Artikelempfehlungen loswerden.

Inland:

Sich als Exotin in den jungengeprägten Klassen des Binger Stefan George Gymnasiums zu behaupten, das würde kein Zuckerschlecken. Das wusste die Familie. Doch das katholische Mädchengymnasium nebenan nahm das Mädchen mit Kopftuch und Spitzennoten nicht auf. “Inzwischen hat sich aber die zweite Wahl als Glücksgriff erwiesen.” Mit stänkernden Jungs hat Nada keine Probleme.

Irak:

Mit Erschrecken und Entsetzen lese ich in letzter Zeit Artikel über den Zustand im Irak. Sie beschreiben fast alle eine zerrüttete Gesellschaft, die vor allem von Rechtlosigkeit regiert wird. Der neuste Artikel behandelt das Thema Witwen. Dass die irakische Regierung innerhalb der “grünen Zone” als Antwort auf die Verbreitung des Bettel-Phänomens nur die Inhaftierung der Bettelnden hat, ist mehr als nur tragisch. Dass daneben die USA nicht zu stattlichen Reparationszahlungen zu zwingen ist, ist ein weiteres Unrecht, das man den Witwen antut.. Wer zählt schon..

Among Iraqi women aged 15 to 80, 1 in 11 are estimated to be widows, though officials admit that figure is hardly more than a guess, given the continuing violence and the displacement of millions of people. A United Nations report estimated that during the height of sectarian violence here in 2006, 90 to 100 women were widowed each day.

In large cities like Baghdad, the presence of war widows is difficult to ignore. Cloaked in black abayas, they wade through columns of cars idling at security checkpoints, asking for money or food. They wait in line outside mosques for free blankets, or sift through mounds of garbage piled along the street. Some live with their children in public parks or inside gas station restrooms.

Officials at social service agencies tell of widows coerced into “temporary marriages” — relationships sanctioned by Shiite tradition, often based on sex, which can last from an hour to years — to get financial help from government, religious or tribal leaders.

Israel – Palästina:

Der Krieg im Gaza-Streifen geht weiter. Eine Zusammenfassung der Ereignisse hält der wöchentliche Bericht vom Palestinian Centre for Human Rights bereit. Wenn man schon dort ist, sollte man sich auch den zusammenfassenden Bericht für den Gaza-Krieg.

Ansonsten sind die Verhandlungen bislang ergebnislos.. Die Regierung im Gaza-Streifen bietet dagegen einen langfristigen (1,5 Jahre) Waffenstillstand gegen die Aufhebung der Belagerung. Die Freilassung des Soldaten Gilad Shalit stellen sie gegen die Freilassung einiger palästinensischer Häftlinge aus israelischen Gefängnissen in Aussicht. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Haltung des israelischen Unterhändlers in Ägypten, der nun deswegen auch abgesetzt wurde:

Israel kritisiert nun Amnesty International, da dieses die Dinge beim Namen nennt:

In a report released today, Amnesty International listed the weapons used and called for an immediate arms embargo on Israel and all Palestinian armed groups. It called on the US president, Barack Obama, to suspend military aid to Israel.

Amnesty said Israel’s armed forces carried out “direct attacks on civilians and civilian objects in Gaza, and attacks which were disproportionate or indiscriminate”.

Israel scheint den demographischen Kampf nicht nur durch – teils grausame – Tötung, sondern auch durch vermehrte “richtige” Geburten gewinnen zu wollen. Tut mir leid für den Link auf eine nationalistische Seite..

Good news for Jewish demographics in Israel: the latest statistics released by the Central Bureau of Statistics shows a rising birth rate in the Jewish sector. However, Jewish family sizes are still smaller than those in the Arab population.

Guantanamo:

Hier ist besonders der neu entlassene Guantanamo-Häftling zu erwähnen, der nach eigenen Aussagen auch in Marokko gefoltert wurde. Es wird interessant sein zu erfahren, welche Versprechen er unterschreiben musste, um aus dem Gefängnis freizukommen.

Frauenbeauftragte: It’s not a real ministry, it’s just an office

author | 12. Februar 2009

Nawal Samarai war die erste (?) irakische Frauenbeauftragte – ein Job, der fast überall auf der Welt vor allem für den direkten Zweck der Anhebung der Frauenquote geschaffen wurde. In Irak ist man viel ehrlicher als in den meisten anderen Staaten und deswegen stieß Frau Samarai schnell an die Grenzen dessen, was sie mit diesem Amt tatsächlich anstellen konnte, wie ein Artikel in der LA Times beschreibt:

“I tried. I tried hard, but every time I asked for authority they’d tell me it’s not a real ministry, it’s just an office,” the former parliament member said Monday, four days after submitting her resignation as minister of state for women’s affairs.

Kotz, Ekel und Brechreiz

author | 19. Dezember 2008

Mehr kann ich derzeit beim Thema Steinmeier und Mitwirkung Deutschlands beim Irakkrieg nicht empfinden. Über Herrn Steinmeier habe ich mich ja bislang mehrfach ausgelassen. Dass dieser von einer Mehrheit in der SPD zum nächsten Kanzlerkandidaten gewählt wurde ist unverständlich und kann nicht mit angeblichem taktischem Denken entschuldigt werden. Wer heute noch ernsthaft hinter Steinmeier steht, ist für mich entweder ein verlogener Mensch, ein ehrlicher Menschenfeind oder ein Naivling. Die SPD darf sich nicht wundern, wenn sie die nächsten Wahlen noch schlechter abschneiden, als sie es bislang taten.

Unterschriften für die Freilassung Muntather Al-Zaydi

author | 17. Dezember 2008

Eine symbolische Unterschriftenliste für die Freilassung Muntather Al-Zaydis.

Der Umgang mit Muntadhar al-Zaidi

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Nach Aussagen des Bruders des irakischen Journalisten Muntadhar al-Zaidi hat dieser bereits eine gebrochene Hand, eine gebrochene Rippe und leidet unter internem Bluten und einer Verletzung des Auges, nachdem er bei der Pressekonferenz offenbar von Sicherheitsbeamten und Kollegen geschlagen, getreten und an den Haaren gezerrt wurde. Ein Video im Guardian verdeutlicht vor allem die Behandlung des Journalisten nach seinem handgreiflichen Einsatz. Dazu gehört z.B., dass irakische Sicherheitsmänner die Abschaltung jeglicher Kameras gefordert hatten. Das Video aus den hinteren Reihen des Raumes zeigt, wie ein Mann Muntadhar al-Zaidi tritt, während andere Männer ihn an den Haaren aus dem Raum zerren. Ein Englisch sprechender Mann drückt seine Verwunderung lautmalerisch über die Behandlung aus.

Schuhewerfen als arabisches Kulturgut?!

author | 16. Dezember 2008

Ja, auch ich habe das Video aus dem Irak gesehen, in dem George W. Bush mit einem Paar Schuhen des Reporters Muntadar al-Zaidi beworfen wird. Ich denke, dass es eine sehr effektive Art und Weise war, seiner Meinung Freiheit zu verschaffen und dem Propaganda-Geschwafel Bushs eine realistische Perspektive zu verleihen. Da Bush selbst stets darauf vertraut, dass erst die Geschichtsbücher über sein Handeln urteilen werden, hoffe ich nun, dass wenigstens dieses Ereignis in die Geschichtsbücher als inoffizielles Urteil einfließen wird – es sei denn es ergeht einmal ein richtiges Urteil über die Verbrechen Bushs.

Interessant an der Berichterstattung über den Vorfall finde ich persönlich die explizite Kennzeichnung der Tat als “arabisch”. Den Reigen fing – so glaube ich doch – die BBC an:

Showing the soles of shoes to someone is a sign of contempt in Arab culture.

Ein Gericht des Westens gegen Nicht-Westler

author | 20. Juli 2008

Frank dokumentiert einen offenen Brief von Jürgen Todenhöfer an den Chefankläger am Internationalen Strafgerichtshofes in den Haag Luis Moreno Ocampo, der zunächst in der Berliner Zeitung abgedruckt wurde. Darin plädiert Todenhöfer für die Verklagung der für den Irakkrieg verantwortlichen Personen: Als früherer Richter erlaube ich mir jedoch die Frage, warum Sie nicht mit derselben Härte [...]

Warum tötest du, Zaid? – erste Eindrücke

author | 25. März 2008

Nachdem Kathrin nun das Buch durchgelesen hat und eine Rezension soweit abgearbeitet hat, darf ich mir das Buch “Warum tötest du, Zaid” von Jürgen Todenhöfer schnappen und habe die ersten paar Seiten gelesen. Noch bin ich mitten in der Geschichte vom jungen Iraker Zaid und wie ihn Herr Todenhöfer im Irak trifft und zum Interviewtwerden bewegt.

Der junge Zaid ist Widerstandskämpfer im Irak – und nicht Terrorist! Diese Unterscheidung ist eigentlich trivial, denn bei einer Besatzung wird es immer Freiheitskämpfer geben und daneben gibt es heutzutage politisch gesondert motivierte Terroristen, die im Falle des Iraks sogar zum größten Teil aus dem Ausland kommen. Es ist trotzdem beruhigend, dass der Author auch diesen Aspekt nicht unerwähnt lässt, da sich bei einigen Zeitgenossen der Eindruck erhärtet hat ((auf der Grundlage der gängigen Berichterstattung)), dass alle Gegner der US-Politik per se Terroristen sind.

The Daily Show – Irak?

author | 18. Februar 2008

The Daily Show erinnert US-Amerikaner wieder an den Irak.

Zitate:

You’re talking about Al-Qaida like it’s a brand!

Dann, die Bewerbungstipps zum Al-Qaida-Job:

Step Two, make you Interview an Interv-You. … Don’t be afraid to open up. Who are some of your favorite scapegoats. And don’t just say ‘the Jews’! That’s like saying your favorite hobby is reading.. Be specific: Sunnis, Shiites, Kite runners, people who just happen to be outside..

Political Consequences

author | 7. Dezember 2007

The elections in Russia weren’t really an example for extraordinarily ‘well done’ democratic elections. Actually, the whole Putin-era hasn’t been definable as a democratic rein either. Be it elections or media censorship – Russia simply shouldn’t be used as a shining example to demonstrate democracy!

But when some people demand ‘political consequences‘ [via] i have to ask myself: What for? Helle Dale has written a nice editorial in which she compares Russian elections to those held under Saddam Hussein’s dictatorship. To the end, she cites Angela Merkel:

By international standards, Russia cannot be called a democracy anymore — as German Chancellor Angela Merkel remarked to her credit. She knows something about political repression, having grown up in East Germany. There should be consequences.

Well, what she seems to neglect is that this is one of Angela Merkel’s few often-used statement-capsules: “I know something about political repression, having grown up in East Germany.” She uses those to warm up the air around her – not more (via Pispers)…

Erfolg des “War on Terror”

author | 13. August 2007

Eben gerade gab es im Deutschland Funk eine Diskussionsrunde im Journal am Vormittag zum Thema “Irak, Afghanistan, Pakistan – Ist der Anti-Terrorkampf gescheitert?”. Eingeladen wurden Rolf Clement (Sicherheitsexperte Deutschlandfunk), Michael Lüders (Publizist und Nahost-Experte) und Rolf Mützenich (SPD-MdB, Mitglied im Auswärtigen Auschuss). Die Stimmung schwankte zwischen teilweise fehlendem Idealismus und auf der anderen Seite Resignation in Blick auf die derzeitigen Ergebnisse der Kämpfe. Vor allem die Anrufer waren – soweit ich das mithören konnte – gegen die Kämpfe und gegen weitere Interventionen von “Westmächten”.

Leider gibt es keine Aufzeichnung der Sendung bei Deutschlandradio zum herunterladen, allerdings konnte ich Teile der Sendung selbst aufnehmen.

Was unterscheidet die USA von einer Diktatur?

author | 24. Mai 2007

Was nützen einem das Prinzip der Gewaltenteilung oder die verschiedenen Kontrollinstanzen, wenn man dem US-Präsidenten so viel Macht gibt? Nachdem der US-Kongress dem Präsidenten George Bush eine Auflage machen wollte, nach der er einen Termin für den Abzug aus dem Irak anzugeben hat, um im Gegenzug einen Zuschuss für seinen Krieg zu bekommen, wurde gestern angekündigt, dass der Kongress nun ganz den “Wünschen” des Präsidenten entsprechen wird. Der demokratische Mehrheitsführer Steny Hoyer erklärte seine politische Impotenz folgendermaßen:

Der Präsident hat sehr deutlich gemacht, dass er keine Abzugsfristen gegenzeichnen wird. Wir können gegen sein Veto keine Fristen durchbringen.

Olmert und Bush – die furchtlosen Verantwortlichen

author | 2. Mai 2007

Fast kein Kommentar!

Jon Stewart talking about Olmert and Bush

One Million and counting..

author | 25. März 2007

Der Irakkrieg hat nach Angaben von Dr. Gideon Polya (Australien) bereits zwischen 800.000 und 1.000.000 (in Worten: eine Million!) Menschenleben gekostet. Die Zahlen beruhen auf Hochrechnungen der nach Anfang des Krieges gestiegenen Sterberate im Irak. Vor Anfang des Irakkriegs soll die Durchschnittssterberate im Irak bei 5,5/1000 Toten pro Jahr betragen haben. Danach beträgt sie 13,3/1000 pro Jahr. Das ergibt durch Hochrechnung auf die vier Jahre Invasion eine Summe von 842.400 durch den Krieg erzeugten Sterbefällen.

Eine Million Tote durch den Irakkrieg

The rape of Sabrine

author | 6. März 2007

Kein Kommentar!

As I write this, Oprah is on Channel 4 (one of the MBC channels we get on Nilesat), showing Americans how to get out of debt. Her guest speaker is telling a studio full of American women who seem to have over-shopped that they could probably do with fewer designer products. As they talk about increasing incomes and fortunes, Sabrine Al-Janabi, a young Iraqi woman, is on Al Jazeera telling how Iraqi security forces abducted her from her home and raped her. You can only see her eyes, her voice is hoarse and it keeps breaking as she speaks. In the end she tells the reporter that she can’t talk about it anymore and she covers her eyes with shame.

Weltweites Wählen?

author | 23. Februar 2007

Das EUblog stellt ein interessantes Konzept unter der Überschrift “Mehr Demokratie wagen” vor. Dabei geht es darum, das Internet als Abstimmungsmedium zu benutzen und somit ein weltweites Wählen zu ermöglichen.

Wie sollen wir künftig wählen? Vielleicht verdient diese Frage über Frankreich hinaus ein wenig Nachdenken. Ziemlich weit mit dem Nachdenken ist hier bereits Joel Marsden. Er ist dabei, ein Global Vote, die erste weltweite Abstimmung aufzubauen, mit Hilfe des Internet, aber auch mit einem in Cambridge entwickelten, elektronischen Abstimmungscomputer, den er unlängst bei den Wahlen im Kongo getestet hat – und das auch in entlegenen und umkämpften Gegenden ohne jede Telefon- oder Internetverbindung. Satelliten waren die Lösung.