Neue Artikel: 7. June 2010
Neue Artikel für den 7. June 2010: Custom Feed: Israel Withdraws Islamophobic Claim that Flotilla Linked to Terrorists
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Zu wenig Zeit, um näher darauf einzugehen. Deshalb drei Artikel:
The people who peddle the recent Swedish bull don’t see the terrain of the battle over public opinion. They think they can win by playing the game Israel wants them to play, the trading of unsubstantiated claims. The name of this strategy is shooting yourself in the foot.
Deutschland Radio strahlte eben gerade folgendes Interview mit dem Historiker und Buchautor Daniel Cil Brecher.
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Es geht im Interview um die kürzlich bekannt gewordenen Bekenntnisse von israelischen Soldaten, die im Gaza-Krieg teilgenommen haben und entweder gegen eigene oder gegen Gewaltexzesse von Kameraden gegen Zivilisten ausgesagt haben. Leider noch nicht verschriftlicht, deshalb nur ein kleiner Ausschnitt daraus:
Herr Brecher, eigentlich decken sich die Berichte der Veteranen doch mit den Darstellungen auf palästinensischer Seite und Völkerrechtlern. Warum ist die Bevölkerung jetzt erst schockiert?
Brecher: Die israelische Bevölkerung geht davon aus, dass all das, was Palästinenser sagen erst einmal als Propaganda behandelt wird und mit einer Prise Salz genossen werden muss. Die Aufregung, die jetzt entstanden ist, geht auch darum, dass die israelischen Soldaten selbst das Nest beschmutzen. Das ist auch ein Teil der Debatte im Moment.
Der folgende Artikel ist von der Politologin Ivesa Lübben und basiert auf einer fundierten politikwissenschaftlichen Recherche der Ereignisse und Hintergründe, die zum Gaza-Krieg führten – ein Diskussionsbeitrag, der nachdrücklich zum Lesen empfohlen wird. Der Text ist in mehrere Seiten unterteilt, kann aber auch auf einer Seite betrachtet werden.
Im ersten Abschnitt wird die Dämonisierung der Hamas untersucht, dann wird auf die Frage der Verantwortung für den Raketenbeschuss eingegangen. Frau Lübben beschreibt dann grob die Lage im Gaza-Streifen unter der Blockade. Kernpunkt des Aufsatzes ist Aufzählung die Vergehen des Waffenstillstands und warum dieser zum Scheitern verurteilt war, um dann auf die tatsächlichen Ereignisse seit der Verkündung des Waffenstillstands detailliert einzugehen. Besondere Aufmerksamkeit kommt dem ‘Zwischenfall’ am 5. November 2008 zu. Schließlich endet der Artikel in der generellen Fragestellung sowohl nach der Bereitschaft der Hamas zur Friedensschließung, wie auch nach den Konsequenzen des Gaza-Kriegs für den nahen Osten.
Sie bombardierten den zentralen Gemüsemarkt in Gaza-Stadt vor zwei Stunden. 80 Verletzte, 20 Tote. Alle wurden hier zum Shifa (-Krankenhaus) gebracht. Hades! Wir waten in Tod, Blut und Amputationen. Viele Kinder. Schwangere Frauen. Ich habe noch nie etwas so fürchterliches gesehen. Nun hören wir Panzer. Verkündet es, sagt es weiter, schreit es. TUT ETWAS! TUT MEHR! Wir leben jetzt in den Geschichtsbüchern, wir alle!
Mads Gilbert
3.1.09 13:50
Gaza, Palästina
Originalmeldung wurde im Norwegischen von einem norwegischen Anästhesisten an seinen Freund geschickt, der diese auf Englisch auf seinem Blog veröffentlichte. Aus guten Gründen verweigert das israelische Militär Berichterstatter den Zutritt nach Gaza..
Ich versuche mich mal wieder an der Übersetzung eines Artikels. Der Originalartikel wurde von Amira Hass in Israel geschrieben und von Haaretz unter dem Titel “No humanitarian crisis in Gaza?” veröffentlicht. Den Tipp habe ich von der “Arab Woman Progressive Voice” bekommen, die weitere interessante Artikel hat.
Drei Stunden nachdem die IDF ihre Militäroperation im Gaza-Streifen begann, um etwa 22:30 Samstag nachmittag, schlug eine Granate oder Rakete im Haus von Hussein al-Awaidi und seinen Brüdern ein. Einundzwanzig Leute leben in diesem isolierten Haus, das in einem landwirtschaftlichem Gebiet des Gaza-Viertels Zeitoun liegt. Fünf dieser Leute wurden durch den Anschlag verletzt: Zwei Frauen in ihren Achtzigern (seine Mutter und seine Tante), sein 14-jähriger Sohn, seine 13-jährige Nichte und sein 10-jähriger Neffe.
Herr Alan Dershowitz schlägt vor, den Begriff “Zivilist” im anhaltenden Krieg in Libanon zu relativieren.
We need a new vocabulary to reflect the realities of modern warfare. A new phrase should be introduced into the reporting and analysis of current events in the Middle East: “the continuum of civilianality.” Though cumbersome, this concept aptly captures the reality and nuance of warfare today and provides a more fair way to describe those who are killed, wounded and punished.
Es geistert eine Nachricht in den tiefen des Internets herum, nach der Israel im Gaza-Streifen chemische Waffen benutzt [oder hier]:
The Palestinian ministry of health revealed on Monday that the Israeli army has used a new type of explosive in its offensive on the Gaza Strip. These explosives contain toxics and radioactive materials which burn and tear the victim’s body from the inside and leave long term deformations.
Oft habe ich mir anhören müssen, dass man liebend gerne “die da unten” (gemeint sind Palästinenser und Israelis) einschliessen sollte, bis sie sich gegenseitig umgebracht hätten oder zu einem friedlichen Ergebnis gekommen wären, dann könnte man wieder aufmachen. Die Argumentation, die in Anlehnung an die vermutete Radikalität und Brutalität beider Verhandlungs- oder Konfliktpartner. Ich gewinne in letzter Zeit immer mehr den Eindruck, dass die Radikalität eher etwas externes zu diesem Konflikt ist. Speziell Europa spielt hierbei eine sehr unrühmliche Rolle, wenn es um die Rechtfertigung jeglicher israelischer Praxis geht.