MPACUK hat eine Umfrage unter den britischen Moscheen durchgeführt, die darauf abzielt, Anstrengungen dieser Moscheen, gegen Extrimismus vorzugehen, zu dokumentieren. Das Ergebnis ist leider ernüchternd. Folgende Fragen wurden den Moscheevorständen oder Predigern (/Vorbetern) gestellt:
- Wurden Sie oder Ihre Gemeinde seit dem 7.7.(2005) mit Islamophobie konfrontiert?
- Sprechen Sie über Extremismus in Ihrer Freitagspredigt?
- Halten Sie Ihre Freitagspredigt auf Englisch?
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Noch immer werden Muslime sowohl in Europa als auch in den USA als Fremde gesehen. Der Status der Migrantenreligion haftet dem Islam etwa in Deutschland an, wo die Mehrheit der Muslime türkischer Herkunft sind, aber eben nicht unbedingt im Ausland geboren und aufgewachsen sind. Erst letztens hat die hannoversche Landesbischöfin Frau Margot Käßmann im FR-Interview folgenden markanten Satz gebracht:
Wir sagen immer, bei uns ist Christus zu Hause und Allah zu Gast.
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Ab heute und bis Sonntag findet eine Tagung zum Thema “Islam in den Medien – Für eine Kultur des Dialogs jenseits des Karikaturenstreits” in der evangelischen Akademie Loccum statt. Referenten sind u.a. Mounir Azzaoui vom Zentralrat der Muslime in Deutschland, Selma Öztürk für die Schura Niedersachsen e.V., Dr. Sabine Schiffer vom Institut für Medienverantwortung, Henner Kirchner von der Uni Gießen, sowie Christoph Schultheis vom Bildblog. Im Programm finden sich recht interessante Beiträge.
Da ich teilnehmen werde, werde ich höchstwahrscheinlich über das Wochenende nicht sehr viel schreiben können. Ich hoffe aber danach mit frischen Themen diesbezüglich wiederzukommen.
Die NRW-Lehrerin, Frauenbeauftragte und stellvertretende Vorsitzende des ZMDs Maryam Brigitte Weiß hat einen Kommentar zur Burka-Debatte aus Bonn geschrieben. Sehr lesenswert.
Der Zentralrat der Muslime war von Anfang an an einer vorsichtigen Entschärfung der Situation in Bonn interessiert und hat viele Gespräche zur Sache geführt. Natürlich haben sie ein Recht, in der Öffentlichkeit außerhalb der Schule den Niqab zu tragen. Aber in der Schule sollte von ihrer Seite aus Rücksicht genommen werden aus den oben genannten Gründen. Der Niqab ist kein notwendiger Bestandteil der islamischen Kleidung. Das Streben nach Wissen allerdings schon. Deshalb wäre der empfehlenswerte Weg der Mitte in diesem Fall der Besuch der Schule mit einem Kopftuch und entsprechender Kleidung.
Ich habe nicht vergessen, dass mir der Vorwurf anhängt, ich hätte “Bezüge zur Muslimbrüderschaft”. Ich hatte nur leider die letzte Woche keine Zeit, mich damit zu beschäftigen. Habe heute beim Innenministerium angerufen und nachgefragt und die Dame im Sekretariat wusste nicht weiter also hat sie mich gebeten, das ganze schriftlich an die private Sekretärin des Ministers Herrn Schünemann zu schicken.
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Dr. Condoleezza Rice wurde wieder ausgeladen, nachdem eine Moschee in Blackburn, England sie eingeladen hatte, sich ein Bild von der Moschee zu machen. Rice will not visit mosque: The Committee at Masjid Al Hidayah Mosque on Millham Street, Blackburn, in conjunction with Muslim Scholars from Blackburn and Preston, have withdrawn their invitation to Rice to [...]
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Sehr lesenswerter Artikel über die ‘Liberalisierung’ der Union. Die These (die ich unterstütze): Die Union nimmt eine immer liberalere Einstellung ein, um sich von Muslimen abzusetzen. Das passiert, wenn man sich nur über ein Feindbild (“das bin ich nicht!”) definiert – die eigenen Werte gehen flöten.. oder man verstrickt sich in Widersprüchen!
Die Muslim-Paranoia der Union:
Seit den 68ern hat nichts die Union stärker liberalisiert als die Muslime.” So sprach diese Woche Ali Kizilkaya, der Vorsitzende des Islamrats. Recht hat er. Die Christdemokraten misten derzeit ihre letzten konservativen Reste aus, ja, sie erleben eine kleine Kulturrevolution, einen Liberalisierungsschub aus antiislamischem Geiste.
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Wer wundert sich da? Frau Kelek bedient wieder einmal mit ihrem neuen Buch ein bestimmtes Klientel. Aus der Unkultur
Kelek erklärt Probleme einer sozialen Schicht für typisch muslimisch. Wenn sie dazu immer wieder versichert, daß niemandem die Verantwortung für das eigene Leben abgenommen werden kann, entläßt sie die Politik aus der Verantwortung. Deshalb hat sie hier so viele Freunde. »Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten«, spottet der Tempelherr in Lessings »Nathan der Weise«.
Man sollte nun aber nicht in erster Linie die Autorin angreifen, erklärte der Migrationsforscher Werner Schiffauer während der Diskussion am Mittwoch, sondern die hiesige Öffentlichkeit. Die Deutschen nämlich hätten nur auf jemanden wie Kelek gewartet, der all das bestätigt, was sie schon immer über Muslime gedacht haben.
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Die rechtsextreme Dänische Volkspartei (DVP) möchte Muslime provozieren und plant Anzeigen “bis zur Grenze des Erlaubten”. Diese Grenze widerum werden sie höchstwahrscheinlich selbst bestimmen. Es sei vorweg schon mal gewarnt: Das Recht auf freie Meinungsäusserung und das Presserecht lassen sich einfach nicht von rechtsextremen verteidigen!
Über die mögliche Verletzung religiöser Gefühle von Moslems durch die geplante Anzeigenkampagne sagte Espersen: “Mich interessieren die Gefühle von Leuten nicht. Was vielleicht deine Gefühle verletzt, berührt meine nicht.”
Hoffen wir, dass Muslime diesmal insgesamt reifer reagieren. Offensichtlich fällt den rechtsextremen nichts mehr ein, eigene Inhalte bringen ist ‘out’.
Ausserdem ein empfehlenswerter Artikel bei Dialog International: Honoring Hate: Leon De Winter Receives Medal in Berlin.
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Leserbrief von Michael Muhammad Abduh Pfaff zum Artikel “Die Neuerfindung des Islam” von Bassam Tibi im tagesspiegel
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bedaure, dass Sie mit dem Artikel von Herrn Professor Tibi vom 19.02.06 ein Dokument verletzter Eitelkeit als Beitrag zur Integrationsdebatte verstehen.
Der Schöpfer des “Leitkultur“ Begriffes beklagt, dass er keine Anerkennung dafür erhält, dass er und nicht Huntington der wahre Entdecker des “Krieges der Kulturen“ ist. Er beklagt, dass er als „Prophet im eigenen Lande“ nichts gilt.
Sein offensichtliches Selbstmitleid verstellt ihm jedoch den objektiven Blick auf die Tatsachen. Und Tatsache ist: Tibi irrt!
Sehr geehrter Herr Schäuble,
Ihnen ist offensichtlich aufgefallen, dass Muslime in Deutschland genauso gut oder schlecht reagiert haben, wie jeder andere Deutsche auch. Ich finde es auch ganz toll, dass sie die Reaktion der “Muslime in Deutschland” loben. Aber hätten Sie sich nicht an deutsche Muslime oder zumindest an “Muslime in Deutschland” wenden können mit diesem Lob? Stattdessen sprechen Sie mit dem türkischen Ministerpräsidenten darüber, was eigentlich nur impliziert, dass deutsche Muslime in Wirklichkeit Türken wären!
Wir wünschen uns, dass Sie in Zukunft integrationspolitische Fragen mit den hier lebenden Migranten führen würden. Vielleicht – vielleicht kommen sie ja hierüber zumindest mit einem Teil der deutschen Bevölkerung ins Gespräch und würden erkennen, dass die Strategie des Abhörens, Datenspeicherns und Bundeswehreinsetzens das Ziel verfehlt!
Ein interessanter Artikel auf islamonline.net, den alle Muslime – aber auch alle anderen – lesen sollten. Need It Be “Us and Them”? Muslims have been living among non-Muslims since the beginning of the Revelation. Sometimes Muslims were the rulers, sometimes they were not. As early as eighteen years after the death of the Prophet (peace [...]
Als ich mich heute nach der Uni durch meine Emails durchforstete, fiel mir eine Email mit dem Titel “Projekt „Den Islam einbürgern“” auf. Darin lädt mich ein gewisser Bodo L. zum Dialog auf und zwar zum Thema “Den Islam einbürgern”! Anbei der komplette Text seiner Email und meine Antwort.
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In mehreren vorwiegend muslimischen Ländern werden in letzter Zeit – und nach der Veröffentlichung der den Islam und den Propheten Muhammad (as) entstellenden Karikaturen in der dänischen Bild-Zeitung “Jyllands-Posten” – dänische Produkte boykottiert. Dem ging ein Protest voraus, den die Mitgliedsstaaten der OIC gegenüber der dänischen Regierung ausdrückten. Allein das half nicht, denn diese sieht offensichtlich die Karikaturen als ein Teil der Presse- oder Meinungsfreiheit und verweist darauf, dass Muslime notfalls zum nächsten Richter rennen dürfen.
Nun, da viele Muslime dänische Produkte boykottieren – jetzt geht es ans Geld – scheint das die Eu-Kommission zu interessieren und keiner will was von “Freiheit” wissen – nicht die Freiheit der Beleidiger (namentlich die der dänischen Zeitung, sondern die der muslimischen Käufer!
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Auf Indymedia.org wird ein Video zum Download angeboten, in dem deutschen Passanten in einer Innenstadt die Einbürgerungsfragen der badenwürttembergischen Landesregierung gestellt werden. Für den ein oder anderen von uns werden die Antworten unerwartet sein:
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Heute ist das islamische Opferfest (oder Id-Ul-Adha (Eid Al-Adha, عيد الأضحى)). Ich wünsche allen Besuchern und Lesern ein frohes und gesegnetes Fest – auch wenn der im Büro verbracht werden muss oder erst gar nicht wahrgenommen wird..
Der Anlass des Opferfestes ist die Beendigung des Hajj (oder Hadsch) – der islamischen Pilgerfahrt nach Mekka. Man knüpft dabei an die Tradition des Propheten Abraham (as).
Ein Artikel im taz-Magazin zum Buch “Der Mord an Theo van Gogh.Geschichte einer moralischen Panik” vom niederländischen Bestsellerautor Geert Mak hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Darin vergleicht der Autor Theo Van Goghs “Submission” mit dem NS-“Dokumentarfilm” “Der Ewige Jude”.
Tatsächlich werde suggeriert, “dass alle moslemischen Männer ihre Frauen schlagen, indem in den Filmszenen die Misshandlungen immer wieder mit Korantexten unterlegt werden”. Und dann folgt jener Satz, der in den Niederlanden bis heute erregt: Wahrscheinlich unbewusst würde “mit demselben Schema gearbeitet, das von Joseph Goebbels 1940 in seinem berüchtigten Film ,Der ewige Jude’ doppelt verwendet wurde: abstoßende Bilder vom Judentum zu zeigen und daneben – in diesem Fall auch noch fingierte – Zitate aus dem Talmud”. Dieser subtile Propagandatrick funktioniere immer: “Mit dem Fehlverhalten einer Hand voll Menschen stellt man, mithilfe der Konfession, eine ganze Minoritätengruppe an den Pranger.”
Das Buch kommt beim Suhrkamp-Verlag raus, kostet nur 8,- € und wenn es in hoffentlich drei Tagen bei mir ist, kann ich Näheres dazu wiedergeben.
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Daß Islamisten die Weltherrschaft an sich reissen wollen, ist nichts Unbekanntes – genauso sehr wie sicher ist, dass Juden die Weltherrschaft an sich reißen wollten / wollen – zumindest unter den paranoiden unter uns..
Um dieses Ziel anzusteuern bedienen sie sich aller möglichen Methoden. Zuletzt wurde die Nachricht verbreitet, dass zwei Banken in Großbritannien (Halifax und NatWest) keine Sparschweine mehr verteilen oder in Werbungen verwenden, da Muslime das ansonsten anstössig finden. Dieser Nachricht haben sich alle diejenigen bedient, die den Untergang des abendländischen Europas und der christlich-jüdischen Kultur an die Wand malen, sobald einem Muslim das Recht auf Religionsfreiheit zugestanden wird.
freace.de[1]: Meldungen der Nachrichtenagenturen APA und dpa vom Donnerstag zufolge ist eine Muslima in der belgischen Gemeinde Maaseik zur Zahlung einer Geldbuße von 125 Euro verurteilt worden.
Die Frau hatte in der Öffentlichkeit eine Burka – ein islamisches Frauengewand, das den Körper vollständig verhüllt – getragen.
Then it comes to be that the soothing light at the end of your tunnel
Is just a freight train coming your way
Metallica : No Leaf Clover
Nach den Terroranschlägen in der britischen Hauptstadt vom 7.7.2005 konnte man einen nie dagewesenen Zusammenhalt der Briten miterleben. Vor allem Religionsgemeinschaften haben zusammengehalten und sich gemeinsam von den Anschlägen distanziert und ihre gemeinsamen Standpunkte festgelegt. Der britische Premier Tony Blair konnte angesichts dieser Tatsache nicht anders, als zwischen Terroristen und muslimischen Briten einen klaren Unterschied zu machen. Die Reaktionen auf die Terroranschläge wurden von so einigen Muslimen in Europa als Licht am Ende des Tunnels gewertet, als eine Hoffnung auf Zeiten, in denen sie nicht mehr dem Generalverdacht unterliegen oder sich ständig rechtfertigen müssen für Dinge, die sie nicht getan haben – Zeiten in denen sie ruhig ihrem Alltag nachgehen können.