In der letzten Zeit bin ich ja ein wenig beschäftigt und kann mich dementsprechend nicht um Nachrichten kümmern, wie ich es mir wünschen würde ((ich weiss, damit lasse ich meine werten Besucher stets unterinformiert ;-) )). Natürlich habe ich mitbekommen, dass in England des Nachts Vandale betrieben wird und da ich nicht dumm sterben wollte, habe ich mich an den Nachrichtenlieferanten par excelence in Deutschland gerichtet: die Tagesschau.
Das war ein Fehler!
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Ich hab was gegen Vorurteile und bin auch nicht der Ansicht, dass man sie durch zur Schau gestelltes Negieren bekämpfen kann. Zum Einen beweist bekanntlich die Ausnahme stets die Regel, sodass das Zurschaustellen per se kontraproduktiv ist. Zum Anderen führt solches Zurschaustellen regelmäßig zur irreführenden Unterscheidung zwischen “gutem” und “bösem” [beliebige Minderheit einfügen]. Das hilft im Endeffekt nicht weiter.
Eine Gruppe von Muslimen hat sich im aktuellen Fall dazu entschlossen, viele verschiedene Bilder von Muslimen in “muslimischer Kleidung” zu portraitieren. Das Projekt “Pictures of Muslims wearing things” ist lustig und unterhaltsam. Aber was bringt das?
“Ein Widerstandsrecht gegen einen Bahnhofsbau gibt es nicht”. Danke für den Nachhilfeunterricht in “Demokratie”, Herr Rüdiger Grube.
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Die üblichen Gruppierungen rund um Pierre Vogel verschicken wieder Emails, nachdem die Schamfrist nach ihrem Debakel um den Fall der fünffachen Mutter Natalie Bracht scheinbar abgelaufen ist. Diesmal geht es um den Prozess des Mörders von Marwa El-Sherbini, der in der letzten Woche anlief und wohl bis Mitte diesen Monats zuende gebracht wird. In der Email wird zur Massenversammlung vor dem Gericht in Dresden aufgerufen, was ich zum Anlass nehme, mal Beweggründe zu hinterfragen.
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Claus Ludwig berichtet von einem weiteren misslungenen Versuch “Pro-Kölns”, eine populäre Demonstration gegen die Islamisierung Deutschlands, dem gutmenschlichen Miteinander, der Entweißefizierung der arischen Rasse oder irgend so etwas zu organisieren. Dieses ist ebenso wie die vorherigen zwei “Anti-Islam-Kongresse” ziemlich in die Hose gegangen. Knapp hundert bekannte Teilnehmer waren am Roncalliplatz in Köln anwesend und wurden durch diverse Aktivitäten der Gegendemonstranten gestört.
Die “Bürgerbewegung” hat nicht das Potenzial, die Bürger zu bewegen. Auf den Kundgebungen tummeln sich immer die gleichen 50 Anhänger von “Pro Köln”, manchmal ergänzt durch Leute von “Pro NRW” oder von den Verbündeten aus Belgien und Österreich. Dabei handelt es sich überwiegend um Rentner, dazu kommen einige jugendliche Möchtegern-Schlägertypen.
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Ein Mann hat eine Frau getötet. Das ist kein Grund durchzudrehen. Von Predigern, “Scheichs” und anderen Gemeindevorstehern ist zu erwarten, dass sie angesichts des Mordes an Marwa El-Sherbini in Dresden einen klaren Verstand bewahren und eventuelle Hitzköpfe beruhigen, statt sie noch weiter anzustacheln. Wenn ich schon höre, dass es eine Kundgebung in Berlin geben soll und unter den Video-Ankündigungen solch ‘nette’ Kommentare stehen wie
islamadogru Glaube mir, ihr habt ein fehler gemacht, wenn in den nächsten tagen und wochen, nur noch ein moslem verletzt wird, habt ihr einen riesen großen Problem, nicht mit mir aber mit denen
JudgiSemite wen noch sowas etwas passiert dann gehe ich persönlich zu herrn broder
und wenn dann noch einige Kommentatoren auf youtube unterstellen, dass der Staat am Mord beteiligt war oder ihn stillschweigend geduldet hat, dann glaube ich aufrichtig, dass diese Menschen vollkommen durchgedreht sind und Hass vor sich her versprühen.
Die rechtsextreme Gruppierung “Pro Hannover” hatte schon letztes Jahr einen “Tag der Freiheit” organisiert. Gekommen war dann keiner. Jedenfall stand auf dem Internetauftritt der Gruppe, dass nur Gruppenmitglieder anwesend waren. Auch dieses Jahr sind sie wieder am Planen und Veranstalten. Ort der Versammlung ist geheim und wird nur nach emailtechnischer Rücksprache verraten. Vielleicht melde ich mich ja einfach mal an, um zu schauen, wie sie darau reagieren.. Ich würde dann natürlich einen urdeutschen Namen wählen.. Andererseits wäre es sogar noch einfacher jemanden hinzuschicken, den ich kenne, der weder seinen Namen noch sein Aussehen verändern muss, um bei einer solchen Veranstaltung anwesend sein zu dürfen..
Nachdem die Demonstration der Rechtsextremen am 1. Mai gescheitert war, planen Rechtsextreme wieder eine Demonstration in Hannover und zwar am 12. September. Angemeldet hatte die Demonstraiton der Landesvorsitzende der NPD, Adolf Dammann, der mit etwa 300 Teilnehmern rechnet. Ein breites Bündnis in Hannover erwägt die Möglichkeit und Notwendigkeit einer Gegenveranstaltung.
Es war schon eine schöne Veranstaltung, die hier in Hannover durchgeführt wurde. Am Freitag, den 1. Mai haben sich zwischen 15.000 und 20.000 Menschen auf dem Klagesmarkt versammelt, um neben den alljährlichen Demonstrationen und Kundgebungen gegen wirtschaftliche Ausbeutung und für stärkere Arbeitnehmerrechte auch gegen Rechtsextremismus und Rassismus zu kämpfen. Verschiedenste Organisationen von den Gewerkschaften, über Migrantenorganisationen, Kirchen, Stadtverwaltung, Stadtteilvertretungen, politischen Parteien, Hochschulen, (teils spontanen) Künstlervereinigungen usw. usf. nahmen am “Fest der Demokratie” teil.
Es war sehr gut, dass man nicht nur auf das Verbot oder die Einengung der Demonstration hingearbeitet hat, sondern sich inhaltlich damit auseinandergesetzt hat und durch das demonstrative Zusammensein gezeigt hat, wer “das Volk” ist und wer sich in der Minderheit befindet – ein Eigenschaft, die sich der rechte Rand – durch eine verständliche Selbst-Ghettoisierung ((verständlich ist die Ghettoisierung vor allem rückwärts: rassistisches Gedankengut kann nur dann aufrecht erhalten werden, wenn man es wie eine Monokultur pflegt)) – oftmals zuschreibt. Dass sich dabei beispielsweise lokale pro-palästinensische und pro-israelische Organisationen auf einen gemeinsamen Aufruf einigen konnten stößt Radikalen – Namen werden aus Angst vor Klagen nicht genannt – durchaus negativ auf, ist aber im Zentrum des Anliegens: Der Aufruf gegen Rassismus besitzt eine breite Konsensfähigkeit – und das ist gut so.
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Ich wurde gebeten folgenden Artikel der jüdischen Organisation Neturei Karta zu veröffentlichen, was ich hiermit auch tue:
Nachdem bekannt wurde, dass die belgische Regierung sechs zum Teil schwer verletzte Kinder aus Gaza nach Brüssel eingeflogen hatte, um sie dort in verschiedenen Krankenhäusern unterzubringen, haben sich einige orthodox-jüdische Rabbiner aus Palästina, den USA, Kanada und England auf den Weg gemacht um diese Kinder dort zu besuchen. Vor dem beabsichtigten Besuch fand in Brüssel eine gemeinsame zweistündige Pressekonferenz der Arab-European League (AEL) Belgien und den Niederlanden mit den Rabbinern von Neturei Karta statt. Nach dieser sehr erfolgreichen und stark besuchten Pressekonferenz fuhren die beiden Delegationen zu einem der Kinder. Man hatte Geschenke dabei und übergab dem Vater des 10jährigen Jungen, dessen Familie allein 30 Verwandte während des Massakers des zionistischen Staates in Gaza verloren hatte, eine Solidaritäts- bzw. Erinnerungserklärung an diesen Besuch.
Lala Süsskind soll tatsächlich das menschenverachtende Zitat der Terroristin Golda Meir genutzt haben, mit der diese und die Generationen an israelischen Poltikern nach ihr das Abschlachten von Palästinensern gerechtfertigt haben:
„We can forgive the Arabs for killing our children. We cannot forgive them to force us to kill their children. We will only have peace with the Arabs when they love their children more than they hate us.”
Wir können den Araber vergeben, dass sie unsere Kinder töten.
Wir können ihnen nicht vergeben, dass sie uns zwingen, ihre Kinder zu töten.
Wir werden erst Frieden mit den Arabern haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen.
Eine Unverschämtheit ist es, den Opfern des Angriffs die Schuld daran zu geben. Sich selbst von jeglicher Verantwortung freizusprechen, indem man – einem Vergewaltiger ähnlich – sagt, dass das Opfer einem gezwungen hätte. Die vollständige Rede von Lala Süsskind findet sich auf den Seiten der jüdischen Gemeinde zu Berlin. Auf die Rede bin ich über einen Artikel von Daniel Bax in der taz gestossen.
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Ich bin – Gott sei Dank – nicht der einzige, dem der eigenartige Gebrauch der Zuweisung “moderat” im Zusammenhang mit arabischen Staaten auffällt. Es folgt einem Muster, das man nicht mit den Handlungen der jeweiligen Staaten – auch nicht im Vergleich mit den anderen Staaten – erklären kann. Hier ein Auszug aus einer Aussage des israelischen Analytikers ((sprich: Propagandist)) Meir Javedanfar:
Ebenso unterstützt der Iran die Hamas, um seinen Stand gegenüber Ägypten und anderen moderaten arabischen Staaten zu verbessern.
Allein die Aussage “Ägypten und andere moderate arabische Staaten” ist eine Vergewaltigung des Begriffs “moderat”…
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Am Samstag, den 17.1. gibt es wie versprochen wieder eine Demonstration gegen den Krieg in Gaza. Treffpunkt ist um 14:30 wieder am Opernplatz. Hier der Ankündigungstext der Veranstalter:
Wir wollen keine Mittäter sein!
Seit mehr als zwei Wochen hält das Morden in Gaza an. Stündlich verlieren Menschen ihr Leben. Bis heute tötete Israel 264 Kinder unter 15 Jahren. 1456 Kinder wurden unheilbar verletzt. Der 9-jährige Mohamad verlor neben seinem Arm auch sein Augenlicht dank der von Israel eingesetzten und international geächteten Phosphor-Bomben.
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Am Samstag, den 10.01.2009 findet wieder eine Demonstrantion in Hannover gegen den Krieg im Gaza-Streifen. Treffpunkt ist wieder am Opernplatz um 14:30 Uhr. Tut mir leid, dass ich das erst jetzt ankündige (trotz der vielen Nachfragen), allerdings wurde mir erst heute nachmittag zugesichert, dass die Demo genehmigt ist.
Also, man sieht sich am Samstag!
Da nun im Gaza-Streifen eine weitere Eskalationsstufe erreicht ist, wird es in Hannover am heutigen Montag, den 5.1.2009, eine weitere Mahnwache geben. Diesmal ist der Treffpunkt der Ernst-August-Platz (vor dem Hauptbahnhof) um 17:00 Uhr. Es wird darum gebeten, Kerzen in Gläsern und möglichst palästinensische Tücher als Erkennungszeichen mitzubringen.
Die Palästinensische Gemeinde Hannover ruft zur Demonstration gegen den Krieg im Gaza-Streifen auf. Unter dem Motto “Stoppt das Massaker in Gaza” werden sich die Demonstranten am Samstag, den 3. Januar 2009 um 14:00 am Opernplatz treffen und gegen das Massaker im Gaza-Streifen demonstrieren. Aus dem Ankündigungstext:
Wir fordern von der Bundesregierung sowie der Europäischen Union Druck auf Israel auszuüben, um eine sofortige Einstellung des Mordens zu erreichen.
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Während eine größere Demonstration gegen das Vorgehen Israels in Hannover erst am Samstag geplant ist (ich höre noch nichts festes), werden die Hamburger und Schleswig-Holsteiner schon am Freitag, den 2. Januar ab 14.00 ab Steindamm, auf die Straßen gehen. Im Folgenden also der Aufruf, der von Schura Hamburg, der Schura Schleswig-Holstein und der palästinensischen Vereinigung Hamburg getragen wird. Ganz ausdrücklich sind auch Niedersachsen und Bremer eingeladen.
In Tel Aviv und Ost-Jerusalem gab es gestern schon gut besuchte Demonstrationen gegen die Angriffswelle der israelischen Armee, worüber in Deutschland keine Informationen zu finden sind. Die Alternative Informationszentrale berichtet, dass etwa 2000 Demonstranten sich relativ spontan in Tel Aviv zusammengefunden haben, um gegen den Angriff Israels auf den Gaza-Streifen zu demonstrieren.
The demonstration, initiated and organized by the Israeli Coalition against the Siege on Gaza, included a march of activists through central Tel Aviv, from the Cinemateque square to the Ministry of Defence. Demonstrators called for an immediate end to Israeli military attacks and the siege on Gaza, and criticized the center-left wing political party Meretz for supporting Israel’s attacks on Gaza.
…
AIC Programme Director Sergio Yahni, one of the main organiser’s of the demonstration in Tel Aviv, noted that “last night’s demonstration was substantially larger than the first demonstration we organized against Israel’s 2006 war on Lebanon. People were truly horrified by Israel’s military attack on Gaza yesterday, and went out to the streets to show this.”
Gerade habe ich mir den Bericht vom Tagesschau-Korrespondenten in Tel-Aviv ((einen Korrespondenten in den palästinensischen Gebieten braucht die ARD nicht!)) Oliver Mayer-Rüth über den “palästinensischen Widerstand am israelischen Sperrwall” angeschaut und bin ganz schön enttäuscht über die Oberflächlichkeit und teilweise Fehlinformation des Beitrags. Er stellt eine Fehlfunktion des Journalisten und der Redaktion dar. Bereits das Hintergrundbild der Anmoderation ist irreführend und setzt den Trend für den Bericht:

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Necla Kelek hatte in der FAZ vom 5.6. den Artikel “Das Minarett ist ein Herrschaftssymbol”, in dem sie dem Bau der Moschee unter anderem dadurch entgegenzustehen versucht, in dem sie verdeutlicht, dass in der Moschee nicht nur gebetet, sondern auch Alltägliches (Veranstaltungen, Unterricht etc.) stattfinden könnten. Daneben versucht sie sich auch noch als Architekturkritikerin…
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Es ist der 1. Mai und wie jedes Jahr geht eine zahlenmäßig abnehmende Gruppe von Menschen auf die Straße, um sich zu beschweren, dass sie oder irgendwelche andere keine oder eine zu gering bezahlte Arbeit haben. Heute morgen war ich am Hauptbahnhof, als die traurige Gruppe daran vorbeiging.