Posts tagged: Berichte

The first victim of a riot is the news – London’s burning

author | 10. August 2011

In der letzten Zeit bin ich ja ein wenig beschäftigt und kann mich dementsprechend nicht um Nachrichten kümmern, wie ich es mir wünschen würde ((ich weiss, damit lasse ich meine werten Besucher stets unterinformiert ;-) )). Natürlich habe ich mitbekommen, dass in England des Nachts Vandale betrieben wird und da ich nicht dumm sterben wollte, habe ich mich an den Nachrichtenlieferanten par excelence in Deutschland gerichtet: die Tagesschau.

Das war ein Fehler!

The Bride Who Crawled Through a Tunnel

author | 30. Oktober 2009

Wozu die Tunnel zwischen dem Gaza-Streifen und Ägypten alles gut sind, verdeutlicht ein neuer Artikel bei Spiegel Online, in dem es um eine Braut geht, die durch einen Tunnel zu ihrem Mann kriecht. Sie kommt aus dem Westjordanland und er ist im Gaza-Streifen. Die Gefahren, die mit dem Tunnelschmuggel verbunden sind, hängen nicht nur aber [...]

Karim El-Gawhary: Muslime sind immer die Täter

author | 26. Oktober 2009

In der taz bringt es Karim El-Gawhary auf den Punkt:

Bei der Berichterstattung rund um den Prozess, der am Montag in Dresden beginnt, könnte es darum gehen, wie eine antiislamische Stimmung in Deutschland, angeheizt von vielen Schreibtischtätern, dem Mörder Alex W. zugearbeitet hat. Stattdessen aber dreht sich alles um die Sicherheitsvorkehrungen im Prozess: die 200, das Gericht schützenden, Polizisten und das extra angebrachte Panzerglas, die den Prozess vor muslimischen Racheaktionen schützen soll.

Die Moooooslime kommen!

author | 17. Oktober 2009

Dieser Artikel ist im Original im Englischen auf huffingtonpost.com erschienen. Dean Obeidallah ist seit dem 11. September ein Comedian, der in den USA aufgewachsen ist.


Nicht nur sind Muslime auf dem Vormarsch, sie möchten sogar Amerika ((lies: Deutschland, Frankreich, Europa …)) übernehmen! Zumindest ist es das, was vier republikanische Abgeordnete Kongressabgeordnete heute behauptet haben.

Hanna H., in Köln ermordet. Eine Artikelsammlung

author | 16. Oktober 2009

Beileid ist meist nutzlos. Es kommt zu spät und stellt nichts wieder her, was bereits verändert wurde. Aber zumindest drückt es Empathie aus. Ich möchte deshalb der Familie von Hanna H. mein Beileid ausdrücken – ganz besonders ihren drei Kindern. Inzwischen wurde ihr tatverdächtiger Ehemann gefasst, der sich scheinbar über den Brüsseler Flughafen ins Ausland absetzen wollte.

Hanna H. und ihr Ehemann lebten bis Juni diesen Jahres in der gemeinsamen Wohnung in Köln Bilderstöckchen. Er soll gewalttätig gewesen sein und wurde deshalb von der Polizei für 10 Tage aus der Wohnung verbannt. Anschließend hat Hanna H eine einstweilige Verfügung erwirkt, die ihm verbietet sich ihr weniger als 200 Meter zu nähern. Vor einem Monat (im September 2009) soll zum ersten Mal dagegen verstoßen haben und seine Ehefrau angegriffen haben. Das berichten auch Nachbarn des Opfers. Ob dies der Polizei gemeldet wurde, ist nicht ersichtlich. Am 13.10.2009 soll er sie zum zweiten Mal zwischen Wohnung und angrenzendem Spielplatz angegriffen haben. Dabei hat er sie mit einem Messer so erheblich verletzt, dass sie im Krankenhaus ihren Blutungen erlag.

Palästinenser und Juden erzählen sich ihre Lebensgeschichten

author | 10. September 2009

Sehr gute Idee! In Hannover haben sich Juden und Palästinenser getroffen und haben exemplarisch Geschichten der jeweils anderen sich angehört. Die Palästinensische Gemeinde und die Jüdische Gemeinde haben das gemeinsam organisiert und scheinbar hat es auch ganz gut geklappt. Die HAZ hat darüber berichtet und ich hoffe, es findet öfters statt.

Kein Grund für Berichterstattung: Leben im Westjordanland

author | 5. September 2009

Während bei uns der Eindruck entstehen kann, dass es derzeit recht ruhig ist im Westjordanland und dem Gaza-Streifen, ist der Alltag der Menschen dort vom Widerstand gegen diverse Ungerechtigkeiten geprägt. Der Widerstand in Bil’in stellt geradezu das Ideal der Forderungen aus westlichen Staaten an die Palästinenser dar: der gewaltfreie Widerstand. Jeden Freitag marschieren hunderte Bewohner zusammen mit ausländischen Sympathisanten und einigen wenigen Medienvertretern in Richtung der Absperrungen, die sich auf palästinensischem Boden befinden. Jede Woche werden sie von israelischen Soldaten erwartet, die keineswegs gewaltfrei auf die Proteste antworten und teilweise mit Tränengas und teilweise mit nächtlichen Razzien in Bil’in antworten ((interessant ist auch die grüne Flüssigkeit, von der im zweiten Bericht die Rede ist)). Dieser wöchentliche Kampf ist für die hiesigen Medien weiter unwichtig – zumindest nicht so wichtig wie die Proteste im Iran. Hier zwei Videos von Al-Jazeera.

Israels Eskalation im Gaza-Streifen und dem Westjordanland

author | 2. August 2009

Davon werden wir nichts hören. Wann wir wieder von den Palästinensern hören werden, ist wenn sie wieder anfangen sollten Raketen auf Israel zu schießen. Das Nachfolgende ist nur eine schnelle Auswahl an alltäglichen Erfahrungen, die Palästinenser sowohl im Westjordanland, als auch im Gaza-Streifen erdulden müssen, währen die Weltgemeinschaft mit der rassistischen israelischen Regierung verhandelt. Wie immer bieten die wöchentlichen Berichte des “Palestinian Centre for Human Rights” detailliertere Informationen.

Kritische Berichterstattung? Keine Spur in Bremen

author | 7. Juli 2009

Bis heute warte ich noch auf einen kritischen Bericht über die Razzia am Wochenende im Bremer “Kultur- und Familienverein”. Google news spuckt nicht viel aus. Da gibt es eine kurze Notiz in der taz und einen inhaltsgleichen Artikel in der NWZ. Der ausführlichste Artikel ist weiterhin der Artikel bei radiobremen. “BILD online” ‘berichtet’ auch über den Fall – unter der Überschrift “Wie gefährlich ist die Bremer Islam-Gruppe?”. Daneben gibt es zwei Pressemitteilung der Polizei Bremen – eine vor dem Zugriff und eine zum Ende des Zugriffs.

Areligiöse Terroristen

author | 10. März 2009

Die Beobachtung zur Berichterstattung über den Anschlag in Antrim in der Nähe der nordirischen Stadt Belfast kann ich nur reiterieren:

Es ist interessant zu sehen, wie unterschiedlich europäische Medien über Terroranschläge berichten, je nachdem ob sie von Christen oder von Muslimen ausgeführt werden. Hier wird nicht über Christentum und Gewalt debattiert. Der Konflikt wird als politischer Konflikt diskutiert.

Kinder kehren in Gaza zu ihren Schulen zurück

author | 5. Februar 2009

Noch ein kleiner Einblick in das Zurückfinden der Menschen in Gaza in den Alltag: UNICEF berichtet über die Rückkehr der Schulkinder zu “ihren” Schulen im Gazastreifen.

Elmar Brok auf Israelmission – Voreingenommenheit hat einen Namen

author | 15. Januar 2009

Update: Die Frage habe ich verkürzt an Herrn Brok im Abgeordnetenwatch gestellt. Bitte meldet euer Interesse an der Frage, damit er sie auch tatsächlich beantwortet..

Herr Elmar Brok,

in der letzten Woche haben Sie als Parlamentarier im Europäischen Parlament zwei Tage auf Kosten des Steuerzahlers in Israel verbracht, um sich einen Einblick in die Situation zu verschaffen. Sie haben sich dazu mit verschiedenen israelischen Politikern, Wissenschaftlern, Militärs und Offiziellen – teilweise in privater Atmosphäre – getroffen. Während Sie sich Sderot persönlich angeschaut haben und nun von einem Raketeneinschlag berichten konnten, haben Sie wie ein Kriegstourist nur von einem weiten Besichtigungspunkt am Erez-Übergang den Gaza-Streifen gesehen. Das Leiden der Menschen darin blieb Ihnen offensichtlich verborgen. Noch am selben Tag haben Sie zwar verwundete israelische Soldaten persönlich getroffen, aber auf der anderen Seite lediglich mit den israelischen Ärzten gesprochen, die verwundete Palästinenser behandelt haben sollen. Wieder haben Sie also eine Chance vertan, das Leiden und die Aussagen der vom Krieg betroffenen Palästinenser anzuhören.

Jimmy Carter: Ein unnötiger Krieg

author | 8. Januar 2009

Noch eine Übersetzung. Dies ist ein Artikel vom früheren US-Präsidenten Jimmy Carter, der vor allem ein wenig mehr Einblick hinter die Kulissen vor dem Waffenstillstand und kurz vor Ende des Waffenstillstands liefert. Erstveröffentlichung der englischen Version war in der Washington Post.

Ich weiß aus persönlicher Beteiligung, dass die verheerende Invasion des Gaza-Streifens durch Israel leicht hätte vermieden werden können.

Nachdem wir Sderot im letzten April besucht und den ernsthaften psychologischen Schaden gesehen hatten, der durch die dort einschlagenden Raketen verursacht wurde, haben meine Frau Rosalynn und ich den Beschuss aus dem Gazastreifen als unentschuldbar und terroristisch bezeichnet. Obwohl Opfer nur selten waren (drei Tote in sieben Jahren), war die Stadt durch die unvorhersehbaren Einschläge traumatisiert. Rund 3000 Einwohner sind zu anderen Kommunen umgezogen und die Straßen, Spielplätze und Einkaufszentren waren fast leer. Bürgermeister Eli Moyal versammelte eine Gruppe von Einwohnern in seinem Büro, um uns zu treffen und hat sich darüber beschwert, dass Israel die Raketen nicht gestoppt hat, weder durch Diplomatie, noch durch militärische Aktionen.

In der Kenntnis, dass wir bald Hamas-Anführer aus Gaza und Damascus sehen würden, versprachen wir Perspektiven auf einen Waffenstillstand zu erörtern. Vom ägyptischen Geheimdienstchef Omar Suleiman, der zwischen Israelis und der Hamas vermittelt hatte, lernten wir, dass eine grundsätzliche Differenz zwischen den beiden Seiten bestand. Die Hamas wollte einen allumfassenden Waffenstillstand in der Westbank, wie auch in Gaza, während die Israelis eine Diskussion über Gaza hinaus verweigerten.

Palästinenser = Terrorist, das soll der deutsche Michel glauben!

author | 6. Januar 2009

Und dafür sorgt offensichtlich die BILD-Zeitung. Das Bildblog hat einen interessanten Artikel zur Berichterstattung Geschichtenfälschung der BILD-Zeitung zum Krieg im Gaza-Streifen:

Jetzt führt Israel Krieg im Gaza-Streifen, und alles ist wie gehabt. Seit Tagen scheint es keine zivilen Opfer auf palästinensischer Seite zu geben, jedenfalls kommen sie in “Bild” nicht vor.

Es scheint, als gebrauche “Bild” das Wort “Terrorist” als Synonym für “Palästinenser” oder “Bewohner des Gaza-Streifens”.

Seid ihr noch normal??

author | 5. Januar 2009

Ich versuche mich mal wieder an der Übersetzung eines Artikels. Der Originalartikel wurde von Amira Hass in Israel geschrieben und von Haaretz unter dem Titel “No humanitarian crisis in Gaza?” veröffentlicht. Den Tipp habe ich von der “Arab Woman Progressive Voice” bekommen, die weitere interessante Artikel hat.

Drei Stunden nachdem die IDF ihre Militäroperation im Gaza-Streifen begann, um etwa 22:30 Samstag nachmittag, schlug eine Granate oder Rakete im Haus von Hussein al-Awaidi und seinen Brüdern ein. Einundzwanzig Leute leben in diesem isolierten Haus, das in einem landwirtschaftlichem Gebiet des Gaza-Viertels Zeitoun liegt. Fünf dieser Leute wurden durch den Anschlag verletzt: Zwei Frauen in ihren Achtzigern (seine Mutter und seine Tante), sein 14-jähriger Sohn, seine 13-jährige Nichte und sein 10-jähriger Neffe.

“Freegaza” schickt eiligst ein Rettungsschiff nach Gaza

author | 28. Dezember 2008

Das Schiff “dignity” soll am morgigen Montag schon in Richtung Gaza aufbrechen. Neben dringend benötigten Medikamenten und Nahrung werden wieder einige Persönlichkeiten an Bord sein – in der Hoffnung, dass die Medien Berichte aufnehmen und darüber berichten, damit Israel ein wenig ins Nichtversenken beschämt wird..

On board are four physicians, including Dr. Elena Theoharous, a surgeon and Member of Parliament in Cyprus. Also going are The Hon. Cynthia McKinney, former U.S. Congresswoman and Green Party presidential candidate, and Sami al-Hajj, an Al Jazeera reporter and former detainee at Guantanamo.

Libanon – Berichte

author | 31. Juli 2006

Seit einiger Zeit bekomme ich Berichte aus dem Libanon von der Organisation Flüchtlingskinder im Libanon e.V.. Ich habe nun auch die Erlaubnis bekommen, diese Berichte hier zu veröffentlichen. Hier fasse und in den nächsten drei Artikeln werde ich die Berichte der Kriegstage 15, 16 und 17 wiedergeben. Meine Arbeit wird sich dabei darauf beschränken, den Artikel zu formatieren (damit er leichter lesbar ist) und ab und zu Hervorhebungen oder Zwischenüberschriften einzubauen.

Artikel zum Tag 15 des Libanonkriegs lesen