Category: Witz

Aus der Reihe: Qualifizierte Entgegnungen in Diskussionen

author | 30. April 2011

Diesmal ist die Antwort schon ein paar Monate alt. In einer facebook-Diskussion über wichtige Dinge hatte ich in drei längeren Beiträge meine eigene Ansicht aus mehreren Perspektiven versucht zu schildern. Der inhaltsreichste Beitrag meiner Diskussionspartnerin:

Wo nimmst Du das Wissen her, das alles beurteilen zu können? Ich glaube, Du weißt nicht, wovon Du sprichst. Das kannst Du doch nicht wirklich beurteilen. Aber wir leben in einem freien Land. Du hast wie jeder andere Mensch auch die Möglichkeit, Dich einzubringen! Nicht mehr und nicht weniger.

Das ist doch mal ein Diskussionsbeitrag…

P.S. die Antwort ist zur Unkenntlichmachung verändert.

Deutschland lacht sich schlapp

author | 28. Oktober 2010

Es ist nicht bei jedem angekommen: Thilo Sarrazin liegt in seinen sensationellen Aussagen falsch. Damit müsste die sachliche Diskussion beendet sein. Kommen wir zum lustigen Teil:

Und wer von der Integrationsdebatte nicht genug hat, der schaut sich die Regeln eines Integrationskurses an – dann ist er wieder bei der Bildungsmisere Deutschlands!

Hahahaha, Hohohoho, Hihihihi, Hahahahahaha
Deutschland schafft sich nicht ab
Deutschland lacht sich grad schlapp
Aber bitte lieber Thilo sei nicht traurig
ich frag dich nicht ab

Denn laut deinem eigenem Käse
ich mein’ deiner eigenen These
bist du doch selbst ausgestattet
mit gescheiteren Genen

Also nutz sie doch auch denk nach
du musst die Frage deduzieren
darf man Menschen durch Statistiken
auf paar Zahlen reduzieren?

‘Türlich Thilo dachte der Mensch ist nur ne Zahl im System
und du bist die Nummer Eins auf ‘ner Skala bis Zehn

Das Arabergen steckt in mir
trotzdem bin ich kein Gemüsehändler
Selbst wenn es so wär
ist ehrenhafter als du Krisenbanker

Ex-Banker wollte ich sagen
Sechstklässler kommen mich fragen
sag mir mal, wieso riskiert dieser Bettnässer
Kopf und Kragen

Er kann doch nix dafür
ihm fehlen diese Hammergene
denn Herr Sarrazin stammt ja selbst
von den Sarrazenen

Und die Sarrazenen haben dumme Gene – sie sind Araber.
Wenn ich so recht überleg’ sind Thilos krumme Pläne echt makaber.

Denn ginge es nach ihm, wär er zu viel für dieses Land
Also raus von hier Thilo, du muslimischer Migrant!

Und wer immer noch nicht genug zu lachen hat, der schaut sich noch diverse Beiträge der heute show zur Integrationsdebatte an.

Verband demokratisch-europäischer Muslime übt sich in Selbstkarikatur

author | 30. Mai 2010

Anfang des Monats hat sich der “Verband demokratisch-europäischer Muslime” (VDEM) gegründet und als wäre die neuerliche Wahl der gar zusammengesetzten Adjektive im Namen nicht Belustigung genug1, liefert der Verein in seinen ersten Veröffentlichungen eine Selbstkarikatur, die glauben macht, dass der Verein nur satirisch gemeint ist. Nun könnte ich mir den Abend mit dem Versuch einer konstruktiven Kritik nicht nur am Verein, sondern auch an der neumuslimischen Entdeckung der sprießenden Vereinsgründungen2 (und offensichtlich der Vertretung der vielbeschworenen ‘schweigenden Mehrheit’), verderben, aber ich entscheide mich lieber für die sehr viel einfachere und um einiges belustigendere Art der Selbstheilung durch Veralberung. Mehr hat schließlich kein Verein verdient, der Bassam Tibi3 und Necla Kelek4 als Mitglieder vereint.

Der Verein gibt sich “neuzeitlich”, ist aber stark von der partikularen Substanz von – wie ich es nenne – “Blubb” gefüllt. Hier ein Beispiel:

Der Generalsekretär Herr Schmidt-El Khaldi erklärt: „Es wird Zeit, dass in das Bewusstsein der Muslime in der Gesamtheit auch Ansichten Eingang finden, die nicht nur einzig auf Traditionen, sondern genauso auf modernen Erkenntnissen fußen.“

Ich hab jetzt mehrere Arten formuliert und wieder weggestrichen, wie ich mich über diesen inhaltslosen und wirklichkeitsverstellenden Satz lustig machen könnte. Die meisten Formulierungen waren so kompliziert, dass kein anderer sie verstanden hätte und die restlichen bestanden aus einer abartigen Unzahl an “Duh!”s, die also nur das Offensichtliche nennen.

Wie gesagt, das meiste ist “Blubb” und es finden sich nur wenig konkrete und praktische Sätze in der Gründungsmittelung, der Präambel oder dem Plädoyer, die derzeit auf der Internetseite des Verbands veröffentlicht sind, um den Verein gegen andere Vereine abgrenzen zu können – etwa dem angehenden “Verein liberaler Muslime”, aber natürlich auch den meisten anderen muslimischen Verbänden. Der Verband hat aber offenbar schon ein ganz konkretes Ziel:

Der VDEM erklärt sich bereit an der Islamkonferenz teilzunehmen, falls der Ruf aus Berlin käme.

Der “Ruf” des Innenministers zur Islamkonferenz wird also nicht unerhört bleiben. “Wir sind die willfährigen Muslime, die Ihr gesucht habt, Euer Durchlauchter.” Alle anderen muslimischen Organisationen, die ihre opportunistische Ergebenheit formulieren, können diesem Verein in der Devotheits-Disziplin nicht das Wasser reichen. Im Deutschlandradio Interview formuliert das der Vizepräsident Reza Hajatpour selbst nach der blamablen Fragestellung des Moderators, der die “Selbsteinladung” des Vereins ausspricht.

Pokatzky: Sie haben Ihren Verband ganz kurz ja vor der jüngsten Islamkonferenz gegründet, und Sie haben in Ihrer Gründungspressemitteilung auch am Ende Ihre Bereitschaft erklärt – das war quasi so eine Art Selbsteinladung schon fast -, an der Islamkonferenz teilzunehmen. Sie sind, es war ja auch sehr kurzfristig, nicht eingeladen worden. Hoffen Sie denn darauf, in Zukunft bei der Islamkonferenz dabei zu sein?

Hajatpour: Ja, das hoffen wir, gerne sogar.

Pokatzky: Ist Ihnen da schon was signalisiert worden aus der Politik, dass Sie eingeladen werden?

Hajatpour: Nein, das war sehr kurzfristig.

Wird den Leuten denn das Peinliche an dieser Situation nicht klar?

Jedenfalls hat der Verband nun einige Zeit, die er anderweitig füllen muss, um nicht vollends in der Versenkung zu landen. Zeit, sich selbst zu finden, so ziemlich direkt nach der Gründung! Hier:

Als nächstes wird der Verband eine Grundsatzkommission bilden, in der Experten und Kompetenzträger theologische, gesellschaftliche und politische Fragestellungen zum Islam analysieren und ausarbeiten werden.

Was wollte der Verein denn bei der DIK sonst vorstellen, wenn er noch nicht einmal eine Grundsatzkommission besitzt, geschweige denn dass diese zu irgendwelchen verwertbaren Ergebnissen gekommen ist? Was red’ ich da? Die Grundsatzkommission hat nur vor, Fragestellungen zu “analysieren” und vor allem “auszuarbeiten”. Keiner spricht hier von Ergebnissen oder gar von Ansätzen einer Beantwortung!

Naja, jetzt hat der Verband Zeit bis zur nächsten Staffel der DIK. Zeit, nicht nur um seine Ziele praxisrelevant festzulegen, sondern auch an den Deutschkenntnissen seiner Funktionäre zu arbeiten. Deren Grammatik und Satzbau machen neben dessen inhaltlichen Salat ihre Aussagen vollkommen unverständlich. Bei der Zeichensetzung und Rechtschreibung glaube ich schon fast, dass die tiefreligiöse Liberalität des Vereins durchgreift. Anders kann ich mir diesen Satz nicht erklären:

Alle Muslime zusammen unabhängig davon, ob der/die einzelne einen sunnitischen, schiitischen oder alevitischen Hintergrund hat, sind eingeladen einen Islam zu etablieren, der sich mit den Fragestellungen unserer Zeit beschäftigt und nicht versucht auswendig gelerntes blind anzuwenden.

  1. “aufgeklärt-überregional”, “progressiv-postmodern” (auch Propo-Muslime) oder “rechtstaatlich-dadaistisch” hätten es doch auch getan[]
  2. nach dem Motto viel-hilft-viel[]
  3. ist er nicht ausgewandert??[]
  4. ja, wirklich, DIE Necla Kelek![]

US modifies Pledge of Allegiance to include Jack Bauer

author | 26. Mai 2010

In the wake of the end of the two-hour season- and series-finale of the hit-series “24″, the US pledge of allegiance has been modified in a swift move through a bipartisan move and across the two houses to include an allegiance to Jack Bauer, the hands-on counter-terrorist protagonist. The new pledge of allegiance which will henceforth be sworn across the country reads as follows:

I pledge allegiance to the Flag of the United States of America, to the Republic for which it stands and to aworld protector Jack Bauer, judge, jury and prosecutor.

The first draft of a pledge of allegiance including Jack Bauer still included the previous phrase “one Nation under God, indivisible, with liberty and justice for all” but was quickly deemed too long. Within the hour the draft was corrected.

Asked for his motivation to vote for the bill, one republican senator had this to say: “Duh! Jack Bauer is cool, man.” A more detailed answer was to be had from his colleague across the aisle:

Listen, Jack Bauer not only saved the world like a million times over by saving the US, he also brought down his own agency and defied on numerous accounts other government agencies that had been compromised by terrorists. He also brought down at least three corrupt presidencies with his righteousness and stopped two fraudulent vice-presidential takeovers as well as give some dozen foreign countries and terrorist organisations a run for their money.

He added: “.. also, he is really uber-cool.”

The (current) president of the United States of America didn’t comment on the new pledge. In fact, he didn’t answer his phone since the hit-series ended, which has been excused to the bitterness, that the series-finale had brought with it. Knowing that from now on, and after the head of the counter-terrorist unit and friend of Jack Bauer Chloe O’Brian had ordered the drone looking at Bauer to be shut down, nobody will really know where Jack Bauer is and what his days look like, has devastated the country and even brought some communities to complete standstill.

But skeptics have argued that the president is actually afraid to leave his bunker because he is nervous about what Bauer would do to him if he knew about his sins. One commentator who wished to stay anonymous argued, that this new climate would frighten any US president to start a war unjustly or for that matter make peace unjustly..

Integriert und Vollintegriert

author | 21. Mai 2010

In Deutschland sind bekanntermaßen alle Menschen willkommen, natürlich auch Muslime. Ob sie mit Leib und Seele voll integriert sind oder lediglich “integriert”, spielt dafür keine große Rolle. AggroMigrant hatte festgestellt, dass die 18-Jährige Selbstdarstellerin Autorin Melda Akbas vom deutschen Spiegel höchstrichterlich eine Auszeichnung zugute kam, die hier zu finden ist. Fälschlich nimmt er an, dass Frau Akbas “voll integriert” sei. Das stimmt natürlich nicht, hat er aber – auf der positiven Seite – die Nachfrage in Facebook angeregt, was denn der Unterschied sei zwischen “integriert” und “voll integriert” sei.

Es gibt einen Unterschied.

Wer abends nach der Arbeit1 ein Bierchen schluckt und dabei Fußball guckt und – bitte schön – nicht ans Kinderkriegen denkt2, der kann sich zumindest schon auf die unterste Stufe des “Integrationsgipfels” setzen. Beispiele gibt es viele, die wenigsten schaffen es zu mehr Ruhm als ein paar Zeilen in einer Lokalzeitung. Manche – wie Melda Akbas – schaffen es ein wenig weiter, aber wenn sie daneben nichts anzubieten haben, bleibt es dabei.

“Voll integriert” ist ein Markenzeichen – so in etwa wie ein Bundesverdienstkreuz3 -, das zwar Spiegel und Co. ausstellen könnten, das aber vornehmlich von Innenministern und anderen Ministern ausgestellt werden kann. Was muss man dazu tun? “Volle Integration” ist abstammungsabhängig. Ein Muslim4 muss sich auf jeden Fall von seinen Mitmuslimen aufs Schärfste und pauschal distanzieren. Er muss jederzeit einsatzbereit sein, wenn es darum geht, anderen Muslimen auf den Kopf zu hauen und die “Aufnehmergesellschaft”5 zu loben, sowie die gedachte “Leitkultur” zu verteidigen.

Nein, Frau Akbas ist nicht “voll integriert”. Ein gutes Beispiel für “voll integriert” ist etwa Hamed Abdel-Samad. Er hat zwar einen deutlichen Akzent und seine deutsche Sprache weist hier und da einige Schwächen auf, aber er benimmt sich so gut und macht sich für Minister unverzichtbar, die die wachsende Islamfeindlichkeit bedienen möchten. Necla Kelek ist ein weiteres Beispiel. Bis kurz nach ihrer Dissertation war sie mäßig integriert. Bildung ist tatsächlich überhaupt kein Indiz dafür, dass jemand integriert ist. Als sie aber ihr erstes populäres Buch veröffentlicht hatte, da galt sie schon fast als “voll integriert”. Das dürfte heute allemal der Fall sein.

Danke für die Aufmerksamkeit. Das nächste Mal ist der Unterschied zwischen “Banane” und “voll Banane” an der Reihe!

  1. “Arbeit” ist relativ. Es wird Verständnis für Türken und Russen gezeigt, die lediglich niedere Arbeiten verrichten. Das ist zwar ein Hindernis dafür, an vielen sozialen Aktivitäten geschweige denn am politischen Leben teilzuhaben, aber noch lange kein Hindernis fürs “Integriertsein”[]
  2. sowieso nicht ans Heiraten. Ein guter “Integrierter” hat gefälligst eine Freundin (aus demselben Kulturkreis wohlgemerkt) zu haben[]
  3. ja, manchmal tatsächlich so ein Teil[]
  4. ja, hier ist der “Türke” gemeint, wie Marokkaner bis Indonesier und alle, die sich ähnlich kleiden, genannt werden dürfen. Keiner hat Lust darauf zwischen Herkunft und Religion zu unterscheiden![]
  5. also die barm- und großherzigen, netten, lieben aber auch starken und ansonsten alle guten Eigenschaften vereinenden Toitschen[]

Younes Ouaqasse für die Beibehaltung der Geschlechtertrennung in Saudi-Arabien

author | 6. Mai 2010

Younes Ouaqasse - muslimischer Vorsitzender der Schülerunion

Younes Ouaqasse - muslimischer Vorsitzender der Schülerunion

Der Vorstand der Schülerunion Deutschlands hat sich unerwartet laut in der Debatte um Geschlechtertrennung in Saudi-Arabien zu Wort gemeldet. Nach Meinung des Bundesvorsitzenden Younes Ouaqasse kann es nicht sein, dass die langjährige Tradition der Geschlechtertrennung in Saudi-Arabien aufgrund falsch verstandener Toleranz aufgeweicht werde: “Saudi-Arabien ist ein islamisch geprägtes Land und jeder, der das in Frage stellt, weiß nicht, wovon er spricht. In einem islamisch geprägten Land habe die ‘Durchmischung der Geschlechter’ nichts zu suchen!”

Zuvor hatte der saudische Gelehrte und Vorsitzende des “Komitees für die Propagierung von Tugend und Verhinderung von Sünde” (in Mekka) Ahmed Ben-Qassim Al-Ghamdi (أحمد بن قاسم الغامدي) die Meinung geäußert, dass eine strikte Geschlechtertrennung islamisch nicht rechtfertigbar sei1 und selbst zu Zeiten des Propheten Muhammad nicht durchgeführt wurde. Younes Ouaqasse hatte erst jetzt von der Fatwa des Scheich Al-Ghamdi gehört2, da die deutsche Online-Zeitschrift “Spiegel Online” ganze fünf Monate gebraucht hatte, um selbst davon zu erfahren und einen “Brandbrief” aus der Fatwa3 des Gelehrten zu machen. “Ich kann ja nicht überall gleichzeitig darauf achten, wie Religion und Religionssymbolik aus der Öffentlichkeit zurückgedrängt werden.”

Auf die Argumente des Gelehrten angesprochen, wandte Ouaqasse ein, dass dieser seine “Kompetenzen überschritten” hätte und zwingend seiner Position enthoben werden müsste.

Durch Aussagen wie jene von Herrn Al-Ghamdi verliert Saudi-Arabien ihre Glaubwürdigkeit und damit ihren Rückhalt in der Bevölkerung. Dieser Mann hat sein Kompetenzen überschritten, deshalb darf er nicht mehr in dieser sensiblen Position bleiben!

Damit erhebt Younes Ouaqasse schon im zweiten Staat den Anspruch, Ämter vergeben zu dürfen! Auf seiner Karriere zum “Weltführer” ist ihm noch alles Gute zu wünschen.

Alle angeblichen Zitate von Younes Ouaqasse wurden für diesen Artikel sorgfältig ihres Kontextes enthoben und für den Zweck der Satire neu zugeordnet. Auch seine Aktivitäten sind frei erfunden. Der Hintergrund zu diesem Schritt ist in diversen Meldungen zum Vorzeigemuslim der Union der letzten Zeit zu finden.

  1. ja, eigentlich eher neuzeitlich erst zum “Problem” wurde[]
  2. die schon Dezember 2009 erschien[]
  3. man merke: im Deutschen ist “Fatwa” für Todesurteil reserviert, deshalb musste hieraus ein “Brandbrief” werden![]

Innenminister Thomas de Maizière: Die CDU darf nicht in die Islamkonferenz

author | 5. Mai 2010

Aus Sorge vor einer Schädigung des Ansehens der deutschen Islamkonferenz (DIK) hat der Bundesinnenminister Thomas de Maizière der christdemokratischen Partei CDU eine ruhende Mitgliedschaft an ebendieser Konferenz angeboten. Es sei nicht mehr hinnehmbar, dass eine Partei, gegen deren Mitglieder in finanziellen Angelegenheiten ermittelt würde, offiziell an der Islamkonferenz teilnehme. Dies senke die Glaubwürdigkeit der Ergebnisse einer solchen Konferenz und ist für Staatsvertreter aus Landes- und Bundesebene gleichermaßen nicht hinnehmbar.

Ich hatte ja der CDU gesagt: Solange die erheblichen strafrechtlichen Ermittlungen gegen einzelne Mitglieder laufen, kann ich mich mit Vertretern der CDU nicht an einen Tisch setzen.

Die nicht zufriedenstellend abgeschlossenen Ermittlungen gegen zentrale Mitglieder der Union auf Bundesebene und die neuerlichen Ermittlungen gegen weitere Mitglieder in Rheinland-Pfalz und Hamburg stellen unüberwindbare Hürden für einen glaubhaften Dialog dar. Mit einer Stellungnahme der CDU-Führung wird innerhalb der nächsten Tage gerechnet. Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff hatte aber schon angekündigt, den Ausschluss der christlichen Partei aus der Islamkonferenz auf die Tagesordnung zu setzen.

Die heute-show zu früh ausgezeichnet

author | 11. März 2010

Die Satiresendung “heute-show” im zdf wurde mit dem Grimme-Preis im Bereich Unterhaltung ausgezeichnet. Das ist meines Erachtens viel zu früh. Die Sendung gibt es erst seit anfang des Jahres im wöchentlichen Rythmus (davor monatlich mit einigen Internet-Specials), der aber von zdf zumindest wegen der Karnevalsübertragung abgesetzt wurde und obwohl ich die Sendung genieße, fehlt ihr noch die Durchgängigkeit und die Seriosität der Satire. Was ich damit meine, erkennt man auch im von der Grimme-Jury gezogenen Vergleich mit der amerikanischen “the daily show” mit dem exzelenten Moderator und früheren MTVler Jon Steward: Seine Kritik ist zwar ab und an nicht von billigen Clownwitzen zu unterscheiden, aber recht häufig sind die Stücke von Jon Steward und seiner “besten News-Crew” sehr pointiert und inhaltsschwanger. Das fehlt der heute-show noch. Dafür ist sie noch zu sehr vom üblichen deutschen Comedy-Gehabe geprägt und versucht sich scheinbar von Flachwitzlern wie Stefan Raab, Harald Schmidt und Pocher zu messen.

Dabei sollte die Messlatte eher an Volker Pispers, “Neues aus der Anstalt” und inhaltlich am Bild-Blog angelegt werden. Letzteres würde auch dabei helfen, die noch stark unterrepräsentierte Medienkritik in den Vordergrund zu stellen. Manche mögen glauben, dass Medienkritik in den USA aufgrund von FOX und NBC stärker gebraucht wird, aber ehrlich gesagt, ist es in Deutschland sowohl im Print- aber vor allem im Fernsehbereich sehr wohl dringend notwendig, starke Kritik zu äußern und vielleicht – vielleicht – dabei zu helfen, diversen Medien einen Spiegel vorzuhalten. “The daily show” macht das fast jedes Mal. Etwa so:

Trotzdem. Ich wünsche dem heute-show-Team viel Erfolg und vielleicht sind sie ja in einem Jahr soweit, dass sie Kabarettisten die Möglichkeit geben, aktuelle Nachrichten zu kommentieren (Volker Pispers oder Marc-Uwe Kling könnte ich mir da sehr gut vorstellen) – und dann kann es ja sein, dass das zdf erkennt, dass eine tägliche Sendung Sinn machen würde..

US-invasion of Iraq .. a success story

author | 10. März 2010

Yeah, George W. Bush was right… Nice clip by the daily show.

Barack Obama – The Tiger Woods of Politics

author | 30. Dezember 2009

Barack Obama - The Tiger Woods of Politics

Barack Obama - The Tiger Woods of Politics

Ich fürchte, dass die US-Bevölkerung erst nach weiteren drei Jahren merken wird, dass Obama nicht geliefert hat, was sie von ihm verstanden hatten. Wieder einmal eine herrliche Karikatur von Amerikas meistgesuchten politischen Karikaturisten.

Daily Show behandelt Günter Wallraffs “black face”

author | 13. November 2009

Jon Steward und der ‘senior black correspondant’ Larry Wilmore bearbeiten das Thema “Black Face” und streift nebenbei Wallraffs neuerliche Maskierung als Schwarzen:

Jon Steward: What if it’s done with the best of intentions? For instance in Germany, a reporter recently painted himself up as a black man to investigate the plight of black-skinned people in Germany. Is that permissible?

Larry Wilmore: Jon, it’s just stupid! Look, if you wanna learn about the black experience in Germany, ASK THE BLACK GUY SITTING NEXT TO YOU!

Der beste Beitrag zum Mauerfall

author | 10. November 2009

Mich hat ja die heutige Überkonzentration und der ständige Selbstlob und das Selbstbelügen in Radio, Print und Fernsehen angenervt. Reflexion sieht deutlich anders aus! Der einzige wirklich gute Beitrag zum Mauerfall vor 20 Jahren erreichte mich über Spreeblick:

Volker Pispers: Stabilität unserer parlamentarischen Demokratie

author | 4. November 2009

Immer wieder gut. Volker Pispers zum ewigen Schauspiel im Bundestag.

Der Souverän kann entspann sein Kreuz wählen, weil er nichts falsch machen kann: Entweder die Einen beschließen den Mist und die Anderen regen sich auf oder die Anderen beschließen den Mist und die Einen regen sich auf. Das ist es, was unsere parlamentarische Demokratie so stabil macht.

Aktham Suliman – Imam Sarrazin

author | 24. Oktober 2009

Ein interessanter Artikel von Aktham Suliman:

Ja, wir fühlen uns zu Obst und Gemüse hingezogen! Nur, uns fragt ja keiner. Viele fragen sich stattdessen: Wo sind die Araber und Türken der Hauptstadt? Wo bleiben die Reaktionen in Berlin? Die Sarrazinisten denken vermutlich sowieso, wir sind alle gerade damit beschäftigt, “neue kleine Kopftuchmädchen” zu produzieren. Die Mädchen kommen übrigens ohne Kopftuch zur Welt. Genauso wie andere Mädchen ihre Miniröcke tragen sie die Kopftücher erst später.

Aber solche Erklärungen bringen auch nichts. Es ist wie der Versuch, einem radikalen Imam zu erklären: Der Westen produziert nicht ständig neue kleine Bikinimädchen. Die kommen nackt zur Welt. “Eben!”, würde der Imam entgegnen, “FKK schon in der Wiege. Scham und Schande über die Ungläubigen!” Und dann würde der Imam noch etwas murmeln über die Schweinegrippe als Strafe für alle …

Demagogische Entwicklung von Migranten

author | 23. Oktober 2009

Bester Überfremdungsangst-Kommentar seit Langem, aufgeschnappt in einem Grünen-Forum, in dem die Aussagen von Thilo Sarrazin besprochen werden. Der Kommentator möchte scheinbar beweisen, dass er (zwangsweise) Migranten kennt:

Ich bin in einer Stadt aufgewachsen, deren gesamter Migranten Anteil bei weit über 30 % der Gesamtbewohner beträgt.
Inzwischen dürfte er vermutlich aufgrund der demagogischen Entwicklung noch höher sein.

Ja, diese demagogische Entwicklung ist ja bei “Migranten” besonders rapide… Da kann die Demagogie eines Herrn Sarrazin kaum mithalten.

Aber die mussen doh’ ma’ orentlich deusch schpreschen lähnen, die Ausländä!

Weil das leider zu befürchten ist: Wer den Witz nicht versteht, sollte den nächsten türkischen Gemüseverkäufer aufsuchen und sich das von ihm erklären lassen. Oder gleich seinen Hauptschulabschluss nachholen.

Peinlich: Protest gegen Festlichkeits-Briefmarken in den USA

author | 7. September 2009

Eid-greetings USA

Eid-greetings USA

Der Bürgermeister von Clarksville Johnny Piper hatte eine dieser hysterischen Emails weitergeleitet, in der zu einem Protest gegen die angeblich neu von Barack Obama eingeführten Briefmarken aufgerufen wurde. Die Briefmarken – die bereits seit 2001 mehrmals aufgelegt wurden – erinnern an die beiden muslimischen Feste. Auf den Postmarken ist in arabischer Kalligraphie “Eid Mubarak” aufgedruckt – der Wunsch eines “gesegneten Festes” also. Piper hatte angemerkt, dass er die Email als reine Information weitergeleitet hatte. Seine Rechtfertigung liest sich indes recht interessant:

“Ich sehe keinen Grund, warum es unpassend wäre [die Email weiterzuleiten]“, sagte Piper und fügte hinzu, dass er dachte, die Email wäre weder anti-muslimisch noch anti-islamisch.

“Ich war über eine Marke erstaunt, die entwickelt wird und dachte andere wären das auch” sagte er.

Piper sagte auch, dass er durch die Erinnerung an diverse terroristische Angriffe gegen Amerikaner schockiert war.

“Meiner Meinung nach bot [die Email] einen Massenmord an den Händen von Muslimen dar,” sagte er.

Er fügte später hinzu: “Für die Akten, ich glaube nicht, dass alle Muslime miteinander mit radikalen Muslimen zusammenhängen, die darauf aus sind, Amerikanern zu schaden.”

“Ich habe einige gute muslimische Freunde,” fügte er rasch hinzu.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Der Vorschlag der CAIR, dem Bürgermeister einen Koran zukommen zu lassen, ist zwar nicht schlecht, aber an der grundsätzlichen Nichteinsicht eines offensichtlich xenophoben Schreibens wird das nichts ändern – er hat ja schon einige “gute muslimische Freunde”!

Volker Pispers – Aufwachen, Ihr Nichtwähler

author | 5. September 2009

Volker Pispers anlysiert die Auswirkungen von Nichtwählertum auf die Wahlergebnisse.

Khalil Bendib – International Hate-The-Muslim-Woman Contest

author | 2. September 2009

Wieder Amerikas meistgesuchte Karikaturist zu einem internationalen Wettbewerb der Muslimische-Frauen-Hasser:

At the international Hate-Muslim-Woman Contest

At the international Hate-Muslim-Woman Contest

Nebenbei: Der Karikaturist Khalil Bendib hatte bei den US-Wahlen tolle Vorschläge, um sich wählen zu lassen:

Und noch ein sehr treffender Cartoon von ihm. Er passt eigentlich zu diesem Artikel zur Wahl in Afghanistan:

Electoral Calculus 101

Electoral Calculus 101

Haz zur Piratenpartei: Bärte statt Werte

author | 16. August 2009

Man kann es dem HAZ-Autor Michael Grüter nicht übel nehmen. Im Piraten-Lied scheint es nun wirklich um Bärte zu gehen:

Aber nun wirklich! “Wir haben Bärte, wir haben Bärte. Wir haben Bärte und kämpfen für sie!”. Das könnte ich von einigen Muslimen erwarten, aber die Piraten? Kommt da nicht zwangsläufig ein wenig Skepsis auf? Aber selbst wenn man ihnen abnimmt, dass ihnen ihre Bärte so wichtig sind, macht das doch im Gesamtkontext keinen Sinn:

Alle, die mit uns den Bundestag entern
Müssen Piraten mit Bärten sein
Alle, die mit uns den Bundestag entern
Müssen Piraten mit Bärten sein
Freiheit, Gleichheit, Demokratie
Wir haben Bärte, wir haben Bärte
Wir haben Bärte und kämpfen für sie

Alle, die mit uns die Grundrechte schützen
Müssen Piraten mit Bärte sein
Alle, die mit uns die Grundrechte schützen
Müssen Piraten mit Bärten sein
Freiheit, Gleichheit, Demokratie
Wir haben Bärte, wir haben Bärte
Wir haben Bärte und kämpfen für sie

Alle, die Vielfalt und Offenheit lieben
Müssen Piraten mit Bärten sein
Alle, die Vielfalt und Offenheit lieben
Müssen Piraten mit Bärten sein
Freiheit, Gleichheit, Demokratie
Wir haben Bärte, wir haben Bärte
Wir haben Bärte und kämpfen für sie

Nochmal nachgedacht, könnte das durchaus die Hymne einer muslimischen Partei sein – oder einer jüdischen Partei. Jedenfalls müsste das Wort “Piraten” ausgetauscht werden. Der richtige Text findet sich hier: Alle, die mit uns den Bundestag entern

via Bildblog

Geschenk von Muslimen gone bad..

author | 14. August 2009

Ein Fundstück bei w-w-w. Gerade hatte “Linda” beschrieben, wie ihr Bruder seinen ersten Wecker testweise auf 2:00 nachts gestellt hat, um zu sehen, “wie es nachts aussah”, da fragt “Elke”, ob es ein muslimischer Wecker war:

w-w-w-wecker

w-w-w-wecker

Wir reden nicht mehr mit den “Freunden”, die unseren beiden Söhnen je einen eigenen Moscheewecker geschenkt haben.

Ist ja auch eine komische Idee, einem Nichtmuslim einen Wecker zu schenken, der die fünf Gebete im Tag ankündigt…