Inzwischen ist es deutlich länger als ein Jahr her, dass es den letzten Blogkarneval deutschsprachiger Muslime gab. Seitdem ist viel passiert. Vor allem sind in den letzten Monaten so einige neue deutschsprachige Muslime der Blogosphäre ‘beigetreten’. Deshalb und weil mich inzwischen einige der Blogger deswegen angesprochen haben, schlage ich vor, einen neuen Blogkarneval zu starten.
Wem nicht bekannt sein sollte, was ein Blogkarneval ist, der kann diese Erklärungsseite durchlesen: Info. In Kürze: Jeder Teilnehmer schreibt einen Artikel zum Thema des Blogkarnevals und reicht ihn nach Veröffentlichung auf dem eigenen Blog ein.
In august 2008 Marwa E. (32) comes in contact with Alexander W. (28) at a playground in the district of Johannstadt in Dresden. After she asks him to clear a see-saw for her son, he insults her with “islamist”, “terrorist” and “bitch”. Marwa E. is Egyptian, muslim and wears a head scarf.
Marwa E. wants to fight back against those insults.
This is a translation of the German article, my wife just wrote about Marwa E. and her murder in a district court hearing in Dresden.
Welcher Frechheit man sich bedienen können muss, um – wie der Gesandte Israels Ilan Mor im Deutschland Radio – zu behaupten, dass Israel den Gaza-Streifen nicht blockieren würde.. Er konkretisiert das wie folgt:
Solange die Hamas dort die Kontrolle haben, werden wahrscheinlich die 1,5 Millionen Palästinenser nicht 100 Prozent in der Lage sein, alles zu bekommen. Ich möchte etwas sagen, und zwar: es gibt keine Blockade. Es gibt Einschränkungen. Jede 24 Stunden werden diese Einschränkungen auf die Probe gestellt, gecheckt und bei Bedarf, wenn es die Sicherheitslage leistet, werden wir mehr und mehr Lebensmittel, Medikamente, fast 100 Prozent liefern können oder erlauben.
Das ist doch nett, oder? Der Tropf, an dem der Gaza-Streifen hängt, ist eben nicht immer verschlossen. Und um diesen ein Stückchen weiter zu öffnen, verlangt man ja nur, dass die Palästinenser ihre demokratisch gewählte Regierung stürzen. Das kann doch nicht zu viel verlangt sein…
Vor einigen Tagen hat Necla Kelek ihr “Urteil” zur Causa Navid Kermani gefällt. So unwichtig ihre Meinung auch sein mag und so unbeholfen stets ihre Versuche der Meinungsäußerung auch immer erscheinen mögen, irgendeine Zeitung druckt sie schon ab. Und wenn es nicht die FAZ ist, dann zumindest die “Welt”. Wieder einmal merkt man an den Äußerungen Keleks, dass sie nicht verstanden hat, worum es geht.
Eine gute Zusammenfassung der Dämlichkeiten der Kinderpornographie-Internetsperren.
Ein Polizist überrascht einen Vergewaltiger auf frischer Tat und statt sich auf ihn zu stürzen, errichtet er einen Sichtschutz, damit zufällig vorbeikommende Passanten die schrecklichen Bilder nicht unfreiwillig ansehen müssen. Da würde man doch auch sagen: Gut, dass sich da mal einer drum gekümmert hat.
Ein Youtube-Video ruft dazu auf, dass man für eine Moschee in Hannover spenden soll. Genauer gesagt soll ein Gebäude in der Kornstr. 25 in der Nordstadt aufgekauft werden, um es als Gebetsräumlichkeiten für Muslime zu nutzen. Das Gebäude wird derzeit auch schon als Moschee benutzt und das Video wurde in den Räumlichkeiten gedreht. Der Aufruf kommt von Pierre Vogel, der vor Kurzem wohl einen Vortrag in der Moschee gehalten hat. 60.000 € – das ist der Restbetrag, der eingesammelt wird – sollen innerhalb von 14 Tagen zusammen kommen. Den Gesamtbetrag nennt Pierre Vogel nicht, allerdings habe ich gehört, dass sich dieser auf etwa 300.000 € beläuft ((Diese “Information” ist in keinster Weise fundiert. Bitte nicht weiterzitieren.)).
Als Grund, warum nun ausgerechnet dieser Moschee das rare Geld für gute Zwecke ((Man frage einfach mal bei den Hilfsorganisationen nach..)) zukommen soll, nennt Pierre Vogel im Video lediglich die Behauptung, dass ansonsten “evangelikale Christen” das Gebäude kaufen würden. Hier sind vier Gründe, warum man hoffen sollte, dass das Geld nicht zusammen kommen sollte und warum man selbst sein Geld nicht darin verschwenden sollte.
Sebastian Engelbrecht fasst die Probleme der Netanyahu-Rede zusammen:
Das war kein großer Schritt in Richtung Nahost-Frieden. Das war allenfalls ein Schritt für die israelische Rechte. Erstmals hat gewissermaßen eine rechte israelische Partei – eine dezidiert rechte Partei – und ihr Parteichef Netanyahu einen Schritt gemacht in Richtung Akzeptanz eines Palästinenserstaates.
Eine Frau in Groß-Britannien – Fata Lemes – fand als Barbedienung ein vom Arbeitgeber verordnetes rotes enganliegendes Kleid mit weitem Ausschnitt nicht sehr sittsam und beschwerte sich, dass der Arbeitgeber sie zur Unterhaltung der Gäste so anziehen wollte. Sie weigerte sich, das Kleid anzuziehen, da sie sich in ihrer Menschenwürde verletzt sah.
Islamophobe “Mitbürger” erfreuen sich immer wieder einmal an kleinen Peinlichkeiten, die sie Muslimen in die Schuhe schieben können. Oftmals entspricht nichts vom Vorwurf der Realität, aber das mindert selten das Entzücken kleiner Islamophober über das gefundene Fressen. Auch passiert es oftmals, dass eine kleine Anekdote zu einem wahren Mythos vom blöden/gewalttätigen/frauenfeindlichen/bösen Muslim wird. Man kann nicht alle solchen Fälle aufgreifen und die unterschiedlichen Fehler darin untersuchen.
Hier geht es um eine Anekdote aus dem Jahr 2007, in dem das “Institut für Islamfragen” aus einem Kapitel eines online erhältlichen arabischen Buch übersetzt. Es geht da um die überaus wichtige Frage, ob Flöhe beschimpft werden dürfen. Was das “Institut” daraus macht und wie es danach weiterverarbeitet wurde, davon möchte ich berichten.
Der Moderator im Deutschland Radio Interview an die palästinensische Tourismusministerin Khouloud Daibes gewandt:
Frau Daibes, warum dieser emotional-schroffe Ablehnung? Warum zählt für sie nicht diese Geste: Zwei freie Völker Seite an Seite – so eine Vision aus dem Munde von Benyamin Netanjahu, das wäre doch vor Wochen, vor Monaten noch undenkbar gewesen. Warum zählt nicht allein diese Geste und den Rest dieser Punkte, die sie angesprochen haben – die Siedlerfrage, das Flüchtlingsproblem – kann doch dann Gegenstand von Verhandlungen sein..
Die Befragte hatte kurz davor sehr sachlich dargelegt, warum die palästinensische Seite von der Rede Benyamin Netanjahus nicht gerade begeistert war. …